Austria-Frauen haben gegen Brann „brutal viel zu gewinnen“

Die Wiener Austria ist im Kampf um den erstmaligen Einzug in die Champions League zum Siegen verdammt.

Im Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde gilt es am Dienstag im Heimduell mit dem norwegischen Meister SK Brann einen 1:2-Rückstand aus der ersten Partie wettzumachen. „Wir haben morgen eine Riesenchance, etwas Historisches zu schaffen. Ich würde sagen: Wir haben brutal viel zu gewinnen“, erläuterte Austria-Kapitänin Carina Wenninger.

Der Auftritt beim Club aus Bergen hat dem österreichischen Double-Champion trotz der Niederlage viel Hoffnung gegeben. „Mit so einer Leistung ist im Rückspiel sehr viel möglich“, betonte Austria-Trainer Stefan Kenesei. Vieles habe dabei sowohl in der Defensive als auch der Offensive schon gepasst. „Wir müssen die eine oder andere Umschaltsituation besser fertig spielen und noch ein wenig mutiger sein, dann denke ich, dass wir einen guten Plan haben, um in die Ligaphase einziehen zu können“, vermutete der 41-Jährige. Wichtig sei es auch, nicht zu brav zu sein. „Wir haben das in Bergen gesehen, international geht es anders zu.“

Wenninger rechnet mit „offenem Schlagabtausch“

Wenninger nannte „ein um einen Ticken höheres Niveau“ in allen Bereichen als mögliches Erfolgsrezept. Ankommen werde es wie im Hinspiel auf Kleinigkeiten. „Es war dort eng, und es wird auch morgen eng sein. Es wird ein offener Schlagabtausch“, meinte das Abwehr-Ass, das die Norwegerinnen „leicht in der Favoritenrolle“ sah. Zu einem Faktor sollen auch die Fans in der Generali Arena werden. „Wir haben zu Hause in den internationalen Spielen immer große Unterstützung erfahren. Das ist morgen mit Sicherheit ein Vorteil für uns“, sagte Wenninger. Ihr Trainer versprach den Anhängern ein „geiles Team mit brutaler Mentalität“ und erhoffte sich „viel positive Energie von den Rängen“.

In der Ligaphase würde der Austria, die bei der Generalprobe am Samstag aufgrund eines späten Gegentreffers in der Liga nur 1:1 bei der Vienna spielte, ein Startgeld in Höhe von 505.000 Euro winken. Im Europacup geht es aber auch im Falle eines Ausscheidens weiter, dann würde der Umstieg in die 2. Quali-Runde des Women’s Europa Cup erfolgen. „Wir wissen, dass es auf jeden Fall international weitergeht. Trotzdem wollen wir um jeden Preis in die Ligaphase“, bekräftigte Wenninger. Für die 35-jährige Steirerin und langjährige Bayern-Akteurin wäre die Teilnahme an der „Königsklasse“ wie für einige Kolleginnen kein Neuland. „Es aber mit einem österreichischen Club, mit der Austria, zu schaffen, wäre noch einmal etwas ganz Besonderes.“

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