Austria „nicht handlungsfähig“? Das sagt Zagiczek
Erst am Freitag verlautete Sportchef Tomas Zorn, dass die Wiener Austria am Transfermarkt aktuell „nicht handlungsfähig“ sei. Nur zwei Tage später reagiert nun Geschäftsführer Wirtschaft Harald Zagiczek.
„Wir sind in der Lage, dass wir definitiv noch Umsätze generieren müssen“, so Zorn auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den LASK. „Auf der Zugangsseite sind wir Stand jetzt wirtschaftlich so aufgestellt, dass wir nicht viel machen können. Wir sind einfach nicht handlungsfähig genug, um Verstärkung von außen dazu zu holen. Obwohl wir die eine oder andere Position noch dominanter aufstellen könnten, auch für die Kaderbreite.“
Zorn: Austria auf dem Transfermarkt „nicht handlungsfähig“
Zagiczek widerspricht Zorn: Worte „unglücklich gewählt“
In der Halbzeit des Bundesliga-Duells gegen den LASK hat nun auch Finanzvorstand Zagiczek zu der finanziellen Situation Stellung bezogen. „Der Terminus ‚Handlungsunfähigkeit‘ ist sehr unglücklich gewählt. Das hat der Tomas auch so nicht gemeint“, so Zagiczek am Sky-Mikro.
„Ich habe die Berichterstattung natürlich zur Kenntnis genommen und kann schon klarstellen, dass die Finanzen bei der Austria stabil sind. So stabil wie seit Jahren nicht. Ich darf verlautbaren, dass wir im vergangenen Geschäftsjahr einen satten siebenstelligen Gewinn ausweisen werden“, so der Finanzvorstand der Wiener weiter.
Verweis auf ablösefreie Transfers
Mit Jonas Feddersen (Borussia Dortmund II), Julian Hettwer (Fortuna Düsseldorf) und Ibrahim Buhari (IF Elfsborg) kamen bisher drei Spieler ablösefrei neu zum Klub. Moritz Wels kehrte nach dem Leihjahr bei der WSG Tirol zum Verein zurück, einige neuen Kaderspieler kommen aus der eigenen Jugend.
„Wir haben vorgegebene Sport-Budgets, die wir auch ausnutzen. Man könnte das Wort Handlungsunfähigkeit auch mit Budgetausnutzung definieren“, so Zagiczek. „Auch ein ablösefreier Transfer kostet Geld.“
Die jungen Spieler werden in der laufenden Saison eine zentrale Rolle einnehmen, wie der Finanzvorstand erklärt: „Wir haben ein Sportkonzept verabschiedet, wo wir auch jungen Spielern aus den eigenen Reihen die Chance geben. Mit zu vielen Transfers verbauen wir ihnen den Weg. Das hat nichts mit finanziellen Engpässen zu tun. Wir sind klar auf Plan.“
Brustsponsor fehlt weiterhin
Was der Austria allerdings weiterhin fehlt, ist ein Brustsponsor. „Wir hatten eine sehr tolle Partnerschaft mit Frankstahl, dies ist mit Ende der Saison zu Ende gegangen. Wir haben einen ganz klaren Prozess gestartet. Hier geht es nicht nur um die Zeit, hier geht es auch um was ist das Beste für Austria Wien“, so Zagiczek zur Thematik. Ein neuer Sponsor soll allerdings noch im August gefunden werden.
