Austria pirscht sich an: WSG will „Post abgehen“ lassen
Die Austria pirscht sich an die Top Sechs der tipico Bundesliga heran, die WSG Tirol hat sich darin festgesetzt. Vor dem direkten Duell zweier höchst erfolgreich ins Frühjahr gestarteter Teams könnten die Wiener mit einem Heimerfolg am Sonntag (ab 13.30 Uhr live auf Sky Sport Austria 2 – streame das Spiel mit dem SkyX-Traumpass ) ein weiteres Zeichen setzen. Die Wattener würden ihrerseits einen Konkurrenten um den Platz in der Meistergruppe abschütteln. Sie reisten schon Freitagfrüh nach Wien.
Für Peter Stöger offenbart sich eine „spannende Situation“. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, dass wir dabei sind und wir wollen auch dran bleiben“, sagte der Austria-Trainer mit Blick auf die Tabelle. Auf den Sechsten WAC fehlt seiner Mannschaft nur noch ein Zähler, auf die fünfplatzierte WSG sind es schon sechs. „Das Spiel ist für uns richtungsweisend“, betonte deshalb WSG-Coach Thomas Silberberger. „Wenn wir gewinnen, geht tabellarisch die Post ab.“
Für die Austria hatten die Siege gegen Ried (1:0) und die Admira (4:0) einen angenehmen Nebeneffekt: Die Sorge, ganz unten reinzurutschen, ist nun einmal gebannt. „Es tut uns gut vom seelischen Zugang, dass wir nach ganz unten ein kleines Loch geschlagen haben. Wir werden die nächsten fünf, sechs Spiele nicht alle gewinnen. Aber wir haben die ersten Schritte gemacht, dass wir uns mit dem Szenario nach oben auseinandersetzen können“, sagte Stöger. Er sprach vom „Worst Case“, der vermieden worden sei.
Geschafft wurde dies durch „gemeinsame, unangenehme Arbeit“. Dies habe man im Herbstdurchgang nicht immer so gesehen. „Dann wird man auch mit Ergebnissen belohnt. Dann hat man auch knappe Spiele auf seiner Seite.“ Zwei Siege zum Start ins neue Jahr waren der Austria in der Bundesliga zuletzt 2013, in der Meistersaison unter Stöger, gelungen.
Die vier Treffer in der Südstadt ließen auch die Diskussionen über eine offensiv schwache Mannschaft verstummen. Die Kaderdecke im Angriff ist freilich dünn, nachdem mit Bright Edomwonyi (zu Atromitos Athen) diese Woche der nächste Stürmer abgegeben wurde. Fit ist derzeit nur Benedikt Pichler. Der zuletzt gesperrte Eric Martel könnte wieder dabei sein.
Die WSG stufte Stöger als Gegner ein, der in guter Verfassung sei. Als „zielstrebig, ohne Schnörkel nach vorne, mit Plan und Idee“, charakterisierte er die Tiroler. Diese siegten zuletzt gegen Altach nach einer starken ersten Spielhälfte mit 3:1. Davor hatte Wattens ein 4:2 auswärts beim LASK geolt. Trainer Thomas Silberberger sieht seine Elf in einer „ausgezeichneten Verfassung“ und rechnete sich auch für den Auftritt in der Generali Arena etwas aus. Fehlen wird der an Grippe erkrankte Flügelspieler Zan Rogelj. Gefährlichster Mann ist der Däne Nikolai Baden Frederiksen, der im Frühjahr schon dreimal getroffen hat.
Da die Bedingungen in Wattens auf Kunstrasen alles andere als ideal sind, ging es für die Tiroler schon Freitagfrüh nach Osten. „Ich möchte meine Mannschaft aus dem Umfeld herausreißen. Das Gernot-Langes-Stadion ist eine Großbaustelle, da hörst du in der Kabine ständig die Presslufthämmer“, sagte Silberberger über die heimischen Trainingseinheiten. Der Ex-Profi sprach nach dem Altach-Spiel gar von einem „Irrenhaus“, dem man entfliehe: „Das ist 1. Klasse Zillertal, was wir jetzt aufführen mit diesen Trainingsbedingungen.“
(APA)
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