Austria Wien zahlt Fan 10.000 Euro, damit er nicht ins Stadion kommt

Austria Wien hat einem Anhänger 10.000 Euro überwiesen, damit dieser beim Eröffnungsspiel der neuen Generali-Arena am 13. Juli gegen Borussia Dortmund nicht erscheint.

Der Hintergund: Laut „Kurier“ hat Fan Alexander C. bei den Veilchen seit Jahren Hausverbot im Stadion. Eine offizielle Begründung für den Ausschluss ließ der Verein nie verlauten. Einige seiner Freunde sollen aber dem rechtsextremen Fanclub „Unsterblich“ angehören.

Die Krux an der Geschichte

Alexander C., seit 35 Jahren Anhänger der Austria, hat den Neubau der Generali-Arena mitfinanziert. Per Crowdfunding sammelte die Austria im Jahr 2016 Spenden für das neue Stadion.

Als Zuckerl versprach man allen Fans ab einem Invest von 5000 Euro ein Ticket für das Eröffnungsspiel gegen Borussia Dortmund. Alexander C. beteiligte sich mit dem Mindestbetrag von 5000 Euro und übernahm später noch den selben Anteil für eine Bekannte. Insgesamt investierte er also 10.000 Euro in die neue Heimstätte der Austria und bekam folgerichtig zwei Tickets für die Partie gegen den BVB.

Richter entschieden zugunsten des Fans

Da die Austria aber weiter auf das bestehende Hausverbot pochte, ging der Fall vor Gericht. Die Richter sprachen sich  laut „Kurier“ in einem Eilverfahren zugunsten des Fans aus. Kurze Zeit später wurden dem Fan in einem Vergleich 10.000 Euro zugesichert. Die Prozesskosten über 2000 Euro musste der Verein tragen.

Die beiden Tickets durfte er trotz allem behalten, muss diese aber an „unverdächtige Personen“ weitergeben. „Die Karten bekommen eine Freundin und ihre Mutter. So eine Bezahlung für das Nichterscheinen im Stadion – das ist wohl weltweit einzigartig“, sagte er.

Artikelbild: Austria Wien