Austro-Filiale Bremen: Friedl fürchtet „blaues Wunder“

Für die Österreicher-Filiale Werder Bremen hat sich die Krise in der deutschen Fußball-Bundesliga am Samstag verschärft. Das 0:1 beim SC Freiburg brachte den Fall auf Relegationsplatz 16, Kapitän Marco Friedl ging hart mit sich und seiner Truppe ins Gericht. „Kaltschnäuzigkeit“ und „Killerinstinkt“ würden vorn und hinten fehlen, sagte der Tiroler. „Deshalb stehen wir nach elf Spielen ohne Sieg völlig verdient da, wo wir gerade sind.“ Ohne Steigerung drohe ein „blaues Wunder“.

„Ich kann jede Woche das Gleiche erzählen“, meinte Friedl, der über die gesamte Zeit im Einsatz war. Sein ÖFB-Teamkollege Romano Schmid ging in der 84. Minute, als Marco Grüll das Feld betrat. Maximilian Wöber fehlte weiter verletzt. „Wir spielen zwei Mal 40 Minuten in Überzahl, sind wieder im Spiel, und unter dem Strich ist es wieder zu wenig und reicht nicht.“ Friedl appellierte an den Kampfgeist der Mannschaft, die sich am eigenen Schopf aus der Misere ziehen muss. „Ich habe das Vertrauen, dass die Mannschaft besser ist, als es der Tabellenplatz hergibt.“

„Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft Bock darauf hat, Ergebnisse zu erzielen“, meinte in ähnlicher Stoßrichtung Neu-Trainer Daniel Thioune, stellte aber auch „die Qualitätsfrage“. Von den Rängen gab es eindeutige Pfiffe und Gesten seitens des Werder-Anhangs. „Wenn ich Fan wäre von Werder Bremen, dann würde ich auch so reagieren“, gestand Friedl, dessen Elf am kommenden Samstag Leader Bayern empfängt.

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(APA)/Beitragsbild: GEPA