Auswärtssieg in Schweden: Last-Minute-Eigentor erlöst Salzburg
Red Bull Salzburg reicht für den Einzug in die Fußball-Europa-League ein Remis im Play-off gegen Mjällby. Die „Bullen“ kamen am Donnerstag im Hinspiel beim schwedischen Sensationsmeister zu einem 1:0-Last-Minute-Erfolg. Nach einem Leistungsabfall der Mannschaft von Danny Röhl erzwang Karim Konate mit einem Energieanfall in der Nachspielzeit ein Eigentor. Die Entscheidung darüber, ob Salzburg im Herbst in der Europa oder der Conference League spielt, fällt in einer Woche.
Mjällby empfing Salzburg mit Dorfclub-Charme. Das neben Freibad und Campingplatz gelegene Stadion war mit etwa 3.000 Fans und mit Ausnahme des Gästesektors randvoll besetzt. Salzburgs Trainer schickte mit einer Ausnahme dieselbe Elf vom Pafos-Rückspiel auf den Platz. Edmund Baidoo rutschte anstelle von Sota Kitano in die Startelf. Vorne sollte wieder Haris Tabakovic vollenden, der die Salzburger mit einem Hattrick auf Zypern quasi im Alleingang weitergeschossen hatte. Der Sturmtank sollte dieses Mal kein Faktor sein.
Salzburg schlägt aus Dominanz kein Kapital
Salzburg hatte von Beginn weg optisch alles im Griff. Auch die ersten, ungefährlichen Abschlüsse gehörten den „Bullen“. Allerdings dauerte es, bis die Gäste am kleinen Platz zwingend wurden: Damir Redzic spielte in Minute 26 mit einem Querpass Dominik Schmid frei, der aus zehn Metern abzog. Tormann Robin Wallinder parierte den Versuch und war wenig später für einen zweiten Gewaltschuss des Salzburg-Linksverteidigers zur Stelle.
Schwedens aktueller Liga-Elfter war damit beschäftigt, die Räume eng zu machen. Die anschließenden Konter stellten Salzburgs zuletzt anfällige Defensive kaum vor Probleme. Christian Zawieschitzky erlebte im ersten Abschnitt keine einzige brenzlige Situation. Kurz vor der Pause sah der Jung-Tormann noch, wie Redzic aus spitzem Winkel an Wallinder scheiterte. Der Nachschuss von Bartosz Mazurek wurde geblockt.
Mjällby kommt auf – Salzburg gelingt Lucky Punch
Mit einem schläfrigen Start in die zweite Hälfte brachte sich Salzburg selbst in die Bredouille. Mit Glück stand nach drei dicken Chancen der Schweden in Minute 51 noch die Null. Die Partie wurde nun offener geführt. Röhl reagierte mit einem Doppelwechsel, brachte Konate und Maurits Kjaergaard ins Spiel (60.). Prompt fehlte Salzburg nach einem Corner die Zuordnung. Tom Pettersson köpfelte ohne Gegnerdruck an die Latte, den Abpraller setzte Abdullah Iqbal drüber (61.).
Tabakovic fehlten auf der Gegenseite bei einem Baidoo-Chipball nur Zentimeter. Kurz darauf wurde der Bosnier für Kitano ausgewechselt. Konate gab nun den zentralen Stürmer. Gefährlicher blieben mit ihren schnörkellos vorgetragenen Angriffen die Gastgeber aus dem 1.500-Seelen-Dorf. Erst im absoluten Finish setzten sich die Gäste noch einmal in der gegnerischen Hälfte fest. In einer der letzten Aktionen zog Konate auf der linken Seite an und fand mit seiner flachen Hereingabe in der Mitte mit Pettersson einen Abnehmer. Der Verteidiger, der zuvor bereits Latten-Pech gehabt hatte, bugsierte den Ball unglücklich über die Linie.
