Barcelona trauert Sieg bei Napoli nach
Der FC Barcelona ist beim Comeback nach zwei Jahren Pause zum Start der K.o.-Phase der Champions League sieglos geblieben. Die Katalanen trennten sich am Mittwoch auswärts vom italienischen Serie-A-Club SSC Napoli mit 1:1 und trauerten danach aufgrund eines Chancenplus dem verpassten Sieg nach. Napolis Neo-Coach Francesco Calzona durfte sich bei seiner Premiere zumindest über einen Teilerfolg freuen und war mit dem Auftritt seines Teams zufrieden.
Die fünf Pflichtspiele unbesiegten Spanier gaben in der ersten Hälfte klar den Ton an, konnten die Überlegenheit aber nicht in einen Torerfolg ummünzen. Nach Wiederbeginn war es Robert Lewandowski, der den Bann mit seinem Treffer (60.) brach. Es war erst das zweite Tor des 35-jährigen Polen in der laufenden Saison der „Königsklasse“. Das 18. Pflichtspieltor des Stürmerstars reichte allerdings nicht, da auf der anderen Seite Victor Osimhen (75.) mit dem einzigen Schuss der Heimischen aufs Tor erfolgreich war.
Xavi: „Hätten den Sieg verdient“
„Wir haben offensiv wie auch defensiv eine starke Leistung geboten. Wir hatten Chancen für deutlich mehr Tore und sie haben aus der einzigen Chance ein Tor gemacht. Die Mannschaft hätte sich den Sieg verdient gehabt“, resümierte Barcelona-Trainer Xavi. Nicht zum ersten Mal in den vergangenen Monaten musste er so ein Fazit ziehen. „Es ist sinnbildlich für unsere Saison, dass wir gewinnen hätten müssen, es aber nicht geschafft haben.“ Einmal mehr betonte der im Sommer scheidende 44-Jährige, dass man mit so einer Leistung bis Saisonende mehr gewinnen als verlieren werde.
Das ist auch das Ziel von Calzona, der vorerst bis Saisonende bei Napoli das Sagen hat. Der 55-jährige Italiener hatte nur ein Training, um sein neues Team auf die schwere Aufgabe einzustimmen. Das Remis kann sich auch deshalb sehen lassen. „Ich bin sehr zufrieden mit der Mentalität, mit dem Charakter der Mannschaft. Sie hat gezeigt, dass sie auch leiden kann und hat einfach nicht aufgegeben“, verlautete Napolis Coach. Mit dem Ergebnis sei seine Truppe vor dem Achtelfinal-Rückspiel am 12. März im Aufstiegsrennen „auf Kurs“.
VIDEO-Highlights: Napoli – Barcelona
Das sahen auch die Spieler trotz des dritten sieglosen Pflichtspiels in Folge so. „Das Ergebnis lässt alles offen“, betonte Kapitän Giovanni di Lorenzo. Die Partie sei ein „guter Startpunkt“ gewesen. „Wir haben gegen einen großartigen Gegner eine gute Leistung geboten, waren kompakt, haben als Team gut zusammengearbeitet.“ Vorne glänzte Osimhen in seinem ersten Clubspiel seit 23. Dezember und nach der Rückkehr vom Afrika Cup mit Effizienz. „Er ist ein Champion, in diesen Spielen brauchen wir ihn ganz, ganz dringend“, sagte Di Lorenzo.
Arsenal patzt in Porto
Im zweiten Mittwochspiel kassierte Arsenal beim FC Porto eine 0:1-Niederlage und damit einen Rückschlag nach fünf Ligasiegen. „Es ist offensichtlich, dass wir besser spielen können, vor allem in der ersten Hälfte waren wir phasenweise zu behäbig“, analysierte Coach Mikel Arteta. Um noch ins Viertelfinale einziehen zu können, benötige es mehr Entschlossenheit. „Wir haben viel Aggressivität vermissen lassen, speziell in der Offensive. Wir werden versuchen, das im Rückspiel besser zu machen.“
Erstmals seit 2017 sind die Nordlondoner wieder im Achtelfinale vertreten. Dabei gilt es, das achte Aus in Folge in dieser Bewerbsphase abzuwenden. Zuletzt 2010 durften die „Gunners“ Viertelfinalluft schnuppern. Porto muss nicht auf eine so lange Durststrecke zurückblicken, war 2021 in der Runde der letzten acht. Vergangene Saison kam im Achtelfinale gegen Inter Mailand knapp das Aus. Nun ist die Ausgangssituation dank des Treffers des Brasilianers Galeno in der 94. Minute besser. „Wir haben all unsere Energie auf dem Platz gelassen und werden versuchen in London einen ähnlichen Auftritt hinzulegen“, sagte der Matchwinner.
VIDEO-Highlights: Porto – Arsenal
Voll des Lobes nicht nur für ihn, sondern für sein ganzes Team war Trainer Sergio Conceicao, der betonte: „Die Spieler haben den Matchplan perfekt umgesetzt.“ Ein intensives Programm mit vier Pflichtspielen steht für sein Team vor dem Rückspiel an. Arsenal hat mit drei Ligapartien eine Aufgabe weniger.
(APA)
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