Basketball: Große Auszeichnung für Jakob Pöltl

via Sky Sport Austria

Für Jakob Pöltl und seine Utah Utes geht es in die heiße Phase. Am Mittwoch beginnt in Las Vegas das Pac-12 Tournament. Dank einer starken Regular Season ist das Team sogar an Nummer zwei gesetzt. Ein Sieg bei diesem Turnier wäre Gold wert, denn er würde die automatische Qualifikation für das NCAA Tournament bedeuten. Sollte es für die Utes nicht zum Titel reichen, stehen die Chancen für eine Teilnahme am Finalturnier der nationalen Collegemeisterschaft trotzdem gut. Pöltl & Co würden wohl vom Experten-Kommitee in das 68er-Feld gewählt werden.

Apropos Experten und wählen: Die Zeitung USA Today nominierte den Wiener in ihr “All-American First Team”. Eine weitere Auszeichnung erhielt der Wiener von den Coaches seiner Conference.  Sie wählten ihn zum “Pac-12 Player of the Year”. Er tritt damit in die Fußstapfen von NBA-Stars wie James Harden, Kevin Love, Jason Kidd, Jason Terry oder Brandon Roy.

 

 

Jakob Pöltl im Interview:

Ihr konntet eure Siegesserie ausbauen, erstmals seit Jahrzehnten den großen Rivalen Arizona besiegen und werdet US-weit als Nummer 12 eingestuft. Top, oder?

Ich bin sehr froh, wie wir die Regular Saison erfolgreich beendet haben. Sieben Siege in Folge sind wirklich geil. Ich finde es auch wirklich cool, wie wir derzeit Basketball spielen. Es passt gerade alles zusammen, wir sind zum richtigen Zeitpunkt in Topform. Gegen Arizona haben wir in der letzten Saison schlecht ausgesehen, dieser Sieg hat mich und das ganze Team natürlich besonders gefreut.

Wie hast du die traditionelle Senior Night gegen Colorado erlebt, wo die „Viertklässler“ bei ihrem letzten Heimspiel verabschiedet werden? Es war ja wahrscheinlich auch deine letzte Partie im Huntsman Center.

Wir haben im Vorfeld immer wieder herumgescherzt, dass es auch meine Senior Night ist. Im Endeffekt bin ich aber in dieses Spiel gegangen wie in jedes andere. Als die Zeremonie für unsere fünf Seniors begonnen hat, hatte ich dann doch einen kurzen Moment, in dem ich gedacht habe: „Puh, das ist jetzt höchstwahrscheinlich auch mein letztes Spiel hier.“ Das war ein sehr spezielles Gefühl, das mir ein bisschen einen Push gegeben hat. Ich wollte das Spiel richtig genießen.

Nächster Programmpunkt ist das Pac-12 Tournament. Was sind deine Erwartungen, wie stehen die Chancen auf den Titel?

Grundsätzlich sind unsere Chancen gut und wahrscheinlich besser als im letzten Jahr, da es heuer nicht das eine dominante Team wie damals Arizona gibt. Die Conference ist aber so ausgeglichen, dass wir bei einer schlechten Leistung auch im schon im Viertelfinale ausscheiden könnten. Wenn wir den Titel gewinnen wollen, müssen wir in drei Tagen drei gute Spiele abliefern. Wir brauchen nicht ein Über-Drüber-Spiel, sondern drei konstant gute Leistungen.

Zum Auftakt trefft ihr auf den Sieger aus USC gegen UCLA.

USC hat auf jeden Fall ein starkes Team, dass die Saison super begonnen und erst am Ende etwas nachgelassen hat. UCLA hat heuer Probleme, kann aber richtig unangenehm werden, wenn die Werfer heiß laufen. Wir sind gegen beide Teams definitiv Favorit, ab dem Halbfinale wird es dann sicherlich schwerer, da würde wahrscheinlich California warten.

Heute Nacht wurdest du zum „Pac-12 Player of the Year“ gekürt. Was bedeutet dir diese tolle Auszeichnung? Hättest du es vor der Saison für möglich gehalten, sie zu bekommen?

Ich habe mir vor der Saison keine Gedanken darüber gemacht, für möglich gehalten hätte ich es schon. Ich habe aber nicht unbedingt erwartet, dass ich eine so gute Saison spielen würde, dass ich die Auszeichnung tatsächlich gewinne. Schließlich tummeln sich in der Pac-12 viele hervorragende Spieler. Ich bin nicht der Typ, der individuelle Awards im Blick hat, aber „Conference Player of the Year“ ist einer, auf den ich wirklich stolz bin. Er ist eine Belohnung für die ganze Arbeit, die ich bis jetzt in meine Karriere hineingesteckt habe.

Weitere Auszeichnungen werden folgen. Die große Tageszeitung „USA Today“ hat dich ins All-American First Team, also unter die besten fünf College-Spieler US-weit gewählt.

Auch darüber habe ich mir im Vorfeld keine Gedanken gemacht, aber auch diese Auszeichnung freut mich natürlich, weil sie nicht nur meine, sondern auch unsere gute Teamleistung unterstreicht. Basketball ist ein Mannschaftssport, die individuelle Performance ist auch eine Frage des Kollektives.

 

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