Bayern empfängt Dortmund zum „Klassiker“ auf Augenhöhe
Der FC Bayern München empfängt Borussia Dortmund zum „Klassiker“ der deutschen Fußball-Bundesliga. Mit je 17 Zählern befinden sich die beiden Rivalen vor dem Duell am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) aktuell an der Spitze der Tabelle auf Augenhöhe. Es ist auch der Vergleich der einzigen noch ungeschlagenen Bundesliga-Teams.
Nur die Tordifferenz, bei der die Bayern (+19) klar vor dem BVB (+8) liegen, lässt auf das favorisierte Team schließen. Bis auf das 0:0 gegen Schalke in der zweiten Runde schossen die Münchner um ihren Ballon-d’Or-Gewinner Harry Kane immer zumindest zwei Tore. Dortmund hält erst vier kassierte Gegentore dagegen – und damit die derzeit beste Defensive der fünf Top-Ligen Europas.
BVB-Trainer Niko Kovac traut seinem Team demnach Punkte zu. „Wir haben die Ambition, etwas mitzunehmen, wie überall“, sagte er. Man wisse zwar, dass „die Trauben hoch hängen“. Aber: „Wir sind der BVB, wir haben eigene Ansprüche, denen wir gerecht werden wollen.“
Bayern ohne Neuer – Kimmich fraglich
Marcel Sabitzer avancierte mit seinem Freistoßtor bei Dortmunds 3:2 im DFB-Pokal gegen Werder Bremen zum Matchwinner, der österreichische Internationale wird in München wie Carney Chukwuemeka aber wohl wieder auf der Bank Platz nehmen. Konrad Laimer ist beim Gegner hingegen gesetzt. Nicht dabei ist bei den Bayern der am Fuß verletzte Torhüter Manuel Neuer, der Einsatz von Joshua Kimmich bleibt nach dessen Todesfall im engsten Familienkreis fraglich. Am Freitag trainierte der Nationalspieler wieder erstmals mit der Mannschaft.
In Vertretung von Vincent Kompany wird dessen Assistent Aaron Danks wieder an der Seitenlinie stehen. Fußballbezogene Gespräche mit seinem Chef gebe es derzeit nicht, betonte Danks am Freitag. „Wir nehmen das sehr ernst, wir wollen, dass er sich ausruht und erholt. Damit er, wenn er zurückkommt, wieder in bestem Zustand ist und alles geben kann“, sagte der Engländer. Kovac vermutete indes, dass es „trotzdem auch Funkkontakt geben wird, egal in welcher Form“.
Bei Kompany war eine Hirnhautreizung als Ursache für den Zusammenbruch in der vergangenen Woche diagnostiziert worden. Der Belgier wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen, soll sich aber in Ruhe erholen. Danks sprach über den anstehenden Schlager von einem „großen Spiel, das auf der ganzen Welt beobachtet wird“.
Statistik spricht für Bayern
Wie schwierig es für Dortmund gegen Bayern tatsächlich ist, zeigt ein Blick in die Statistik. In den vergangenen zehn Jahren gab es in der Bundesliga 20 Klassiker. Nur dreimal gewannen die Schwarz-Gelben, 14-mal jubelten hingegen die Bayern. Zuletzt drei Punkte gab es für die Dortmunder im März 2024. „Nach langer, langer Zeit haben wir die Möglichkeit, mit der gleichen Punktzahl nach München zu fahren. Das macht die Sache sicher sehr viel spannender, aber nicht einfacher“, meinte Kovac.
