„Bayern-Fan“ Sabitzer weiter in Warteschleife

Marcel Sabitzer wird als Neuzugang bei Bayern München gehandelt. Der 27-Jährige soll sich mit dem deutschen Serienmeister bereits einig sein, befindet sich aber weiter in der Warteschleife.

Der ÖFB-Teamspieler hat sein Herz als kleiner Bub schon verloren. „Ich war als Kind immer Bayern-Fan, bin daheim mit Bayern-Klamotten rumgelaufen“, sagte der Mittelfeldmotor von RB Leipzig einst der Mitteldeutschen Zeitung. Damals waren die Sachsen gerade aufgestiegen und Sabitzer freute sich, dass er „tatsächlich einmal gegen Bayern spielen darf“.

Fünf Jahre später könnte er bald selbst für seinen Lieblingsklub auflaufen. Der mögliche Wechsel des 27-Jährigen zum deutschen Rekordmeister war vor dem Heimspiel-Auftakt gegen den VfB Stuttgart am Freitag ein bestimmendes Thema beim Vizemeister. Die Situation ist klar: Sabitzers Vertrag läuft 2022 aus. Die Leipziger müssen jetzt handeln, wenn noch eine Ablöse fließen soll.

Und die Bayern um den ehemaligen Leipziger Trainer Julian Nagelsmann, die sich aktuell noch sehr bedeckt halten, haben im Mittelfeld durchaus Bedarf. Auch wenn selbst die Münchner bei einer kolportierten Ablöse von 18 bis 20 Millionen Euro zweimal über einen solchen Transfer nachdenken dürften – Corona lässt grüßen.

Leipzig muss keine öffentliche Wechselposse befürchten

Auch Leipzigs Trainer Jesse Marsch gab im Interview mit der Süddeutschen Zeitung zu, es sei schwierig „einen Spieler zu halten, wenn er nicht bleiben will“. Es wäre ein schwerer Schlag für die Sachsen. Nach Timo Werner (FC Chelsea) im Vorjahr sowie Dayot Upamecano (Bayern München) und Ibrahima Konate (FC Liverpool) in diesem Sommer wäre der Österreicher die nächste wichtige Stütze, die Leipzig verlässt.

Ein Wechsel würde auch unerwartet kommen, weil Nagelsmann im April noch versichert hatte, keinen VW T6 mieten zu wollen, „um nach München zu fahren und im Schlepptau noch den ein oder anderen guten Spieler von Leipzig dabei zu haben“. Hektisch wird in der Messestadt trotzdem noch niemand. Wie Abwehrspieler Willi Orban dem kicker sagte, sei die Angelegenheit in der Mannschaft kein Thema: „Wir haben einen großen Kader, gerade im Mittelfeld ist der Konkurrenzkampf groß.“

Zumindest eine öffentliche Wechselposse muss RB nicht befürchten. Dafür ist Sabitzer, der zum Saisonstart beim FSV Mainz 05 (0:1) erst nach 64. Minuten eingewechselt worden war, zu professionell. Marsch deutete ebenfalls an, auf den EM-Teilnehmer zu setzen, solange er in Leipzig spielt. „Wir haben ein sehr positives Gespräch gehabt“, sagte der Coach. „Sabi versteht viele von den Themen, die uns wichtig sind. Er bringt in jedem Spiel das richtige Niveau.“ Und genau deshalb will ihn der FC Bayern.

(SID/red.)

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