Bayern mit furioser Aufholjagd gegen Mainz – Leverkusen gewinnt rheinisches Derby

Der FC Bayern hat die Generalprobe vor dem Champions-League-Kracher bei Paris Saint-Germain mit einer irrsinnigen Energieleistung gerettet. 

Der bereits feststehende Meister kam mit einer B-Elf beim Angstgegner FSV Mainz 05 nach verschlafener erste Hälfte noch zu einem 4:3 (0:3) und wendete die erste Auswärtsniederlage der Saison ab. Die 91 Punkte aus der bislang historisch besten Bundesliga-Saison im Jahr 2012/13 bleiben nach der furiosen zweiten Halbzeit damit weiter erreichbar.

Dominik Kohr (15.), Paul Nebel (29.) und Sheraldo Becker (45.+2) stellten die Zeichen eigentlich auf erste Auswärtsniederlage seit 497 Tagen. Gegner damals waren ebenfalls die Rheinhessen, die zuvor vier ihrer vergangenen fünf Heimspiele gegen den deutschen Rekordmeister gewonnen hatten. Doch Nicolas Jackson (53.), Michael Olise (73.), Jamal Musiala (81.) und Harry Kane (83.) schlugen zurück. Olise, Musiala und Kane kamen erst nach der Pause ins Spiel. Dank der zweiten Halbzeit können die Bayern doch noch mit breiter Brust ins Halbfinal-Hinspiel in Paris am Dienstag (ab 2o Uhr live auf Sky Sport Austria – mit Sky X bist du live dabei) gehen.

Doppelpack Schick: Leverkusen gewinnt Derby in Köln

Bayer Leverkusen hat im engen Rennen um die Champions League vorgelegt. Das Team von Trainer Kasper Hjulmand gewann das Derby beim rheinischen Nachbarn 1. FC Köln mit 2:1 (1:0) – und vergrößerte damit gleichzeitig noch einmal die Abstiegssorgen der Kölner.

Patrik Schick sorgte vor 50.000 Zuschauern in Müngersdorf mit einem strittigen Handelfmeter (43.) und nach einem Konter (52.) für die Treffer der Leverkusener. Köln kassierte nach fünf Spielen ohne Niederlage dagegen die erste Pleite unter Interimstrainer René Wagner – und muss im Tabellenkeller weiter zittern. Daran änderte auch der Treffer von Luca Waldschmidt (78.) nichts.

Heidenheim hofft weiter – St. Pauli zittert

Der 1. FC Heidenheim hat seine minimale Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt gewann das wenig ansehnliche Kellerduell gegen den FC St. Pauli mit 2:0 (1:0) und hat bei drei ausstehenden Spielen nur noch vier Punkte Rückstand zum Relegationsplatz. St. Pauli muss im Abstiegskampf ebenfalls weiter kräftig zittern.

Budu Siwsiwadse brachte Heidenheim, das aus den letzten fünf Spielen immerhin acht Punkte geholt hat, bereits in der 3. Minute in Führung. Eren Dinkci (83.) machte spät alles klar. Die Hamburger blieben damit auch im siebten Spiel in Serie ohne Sieg, der Druck auf das Team von Alexander Blessin wird im Saisonendspurt gegen Mainz, Leipzig und Wolfsburg immer größer. Der FCH ist gegen den FC Bayern, Köln und Mainz gefordert, um nach drei Jahren doch noch erstklassig zu bleiben.

Remis in Augsburg: Nächster Dämpfer für Frankfurt

Eintracht Frankfurt hat im Kampf um Europa den nächsten Dämpfer im Bundesliga-Schlussspurt kassiert. Die Mannschaft von Trainer Albert Riera kam beim FC Augsburg nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus, der SC Freiburg könnte im Gerangel um Platz sieben mit einem Sieg bei Borussia Dortmund am Sonntag auf drei Punkte davonziehen. Der FCA sicherte vorzeitig den Klassenerhalt.

Joker Ritsu Doan (66.) erzielte den verdienten Ausgleich für Frankfurt. Anton Kade (44.) hatte die Augsburger, die seit nunmehr vier Spielen ungeschlagen sind, in Führung gebracht.

Wolfsburg und Gladbach im Kellerduell ohne Tore

Der VfL Wolfsburg hat im Abstiegskampf einen möglichen Befreiungsschlag verpasst und steckt weiterhin tief im Tabellenkeller fest. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking trennte sich von Borussia Mönchengladbach 0:0 und blieb damit zwar im zweiten Spiel in Folge ungeschlagen, liegt aber weiter auf einem direkten Abstiegsplatz.

Auch für die Borussia dürfte sich das Remis eher wie eine verpasste Chance anfühlen. Das Team von Trainer Eugen Polanski ist nun seit fünf Spielen sieglos – davon vier Remis – und hat den Klassenerhalt weiterhin nicht sicher. Mit einem Sieg gegen Wolfsburg hätten die Fohlen zumindest nicht mehr direkt absteigen können. Turbulent wurde es in der Schlussphase, als Gladbachs Jens Castrop nach einem harten Foul die Rote Karte sah (90.+3) und es zu einer Rudelbildung kam.

(SID/Red.) / Foto: IMAGO