Bayern nach 6:0 über HSV kurz vor nächstem Meistertitel

Der FC Bayern marschiert weiterhin mit großen Schritten dem neuerlichen Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft entgegen. Der Rekordchampion bejubelte am Samstag einen 6:0-Heimsieg über den Hamburger SV und ließ sich die Freude darüber auch nicht über die Trainerdiskussion verderben.

„Im Moment beschäftigt mich gar nicht so viel, weil ich die Zeit, die wir jetzt haben, sehr genieße“, sagte Club-Präsident Uli Hoeneß. „Wir haben totale Ruhe im Club. Seitdem Jupp Heynckes im Oktober zu uns kam, schwebt der Verein auf einer Wolke.“

Auf dieser Wolke könnte der Verein von David Alaba schon am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel bei RB Leipzig zum Titel schweben. In der 27. Bundesliga-Spieltag wurden die Bayern erst einmal Meister, im ersten Jahr unter Josep Guardiola 2014.

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„Wir sind jetzt keine Meisterschaftsplaner“, antwortete Thomas Müller auf die Frage, ob er nicht einen Titelgewinn vor heimischer Kulisse zu Ostern gegen Borussia Dortmund vorziehen würde. „Dass wir Meister werden, ist klar“, sagte Robben zum intern längst verbuchten Titel Nummer 28, dem sechsten am Stück – und ersten Triple-Schritt.

„Es ist schön, dass es die Möglichkeit noch gibt, aber das ist in weiter Ferne“, sagte Mats Hummels zur Aussicht auf drei Titel. Die Bundesliga ist nur noch ein Trainingszentrum für die großen Aufgaben, die nach der Länderspielpause in Europa und im DFB-Pokal-Halbfinale auswärts gegen Bayer Leverkusen warten.

Gegen den Lieblings-Prügelknaben HSV genügte ein Start mit drei Toren nach 19 Minuten, um für klare Verhältnisse zu sorgen. „Es kann ja nicht sein, dass man hier immer so ne Klatsche kriegt“, schimpfte der erfolglose HSV-Coach Bernd Hollerbach. 50 Tore kassierte der Liga-Dino bei den jüngsten acht desolaten Auftritten in München, der erste Abstieg naht.

Auf dem sicheren Platz acht liegt hingegen der FC Augsburg – auch dank Michael Gregoritsch. Der ÖFB-Teamspieler erzielte beim 3:1-Auswärtssieg gegen Hannover zwei Tore. „Wir können jetzt wieder entspannter auf die Tabelle schauen“, sagte der Steirer, der Mitleid mit seinem früheren Club HSV empfindet. „Ich leide natürlich ein bisschen mit. Es tut mir schon leid, weil es keiner in Hamburg verdient hat.“