Bayern souverän – RB Leipzig lässt Federn
Der FC Bayern steht unmittelbar vor dem Gewinn des achten deutschen Fußball-Meistertitels in Folge. Die Münchner gewannen am Samstag in Leverkusen 4:2 und könnten damit schon am kommenden Wochenende zum insgesamt 30. Mal als Champion feststehen.
Bayern dreht 0:1
Bayern München marschiert unaufhaltsam seiner achten deutschen Meisterschaft in Serie entgegen: Das Team von Trainer Hansi Flick gewann nach einer weiteren beeindruckenden Vorstellung das Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen verdient mit 4:2 (3:1) und dürfte sich die Schale kaum noch entreißen lassen. Der Rekordtitelträger benötigt auf dem Weg zu seiner 30. Meisterschaft nur noch maximal zwei Siege aus vier Partien, mit Borussia Mönchengladbach wartet dabei nur noch ein Topteam.
Dank der Treffer von Kingsley Coman (27.), Leon Goretzka (42.), Serge Gnabry (45.) und Robert Lewandowski (66.) lösten die Bayern die wohl schwerste verbliebene Aufgabe im Saisonendspurt in meisterlicher Manier. Lucas Alario (9., nach Videobeweis) hatte die ohne ihren angeschlagenen und von Bayern umworbenen Topstar Kai Havertz angetretene Werkself früh in Führung gebracht. Der erst 17-jährige Florian Wirtz (89.) sorgte mit seinem ersten Bundesligator für den Endstand.
Leipzig verspielt Sieg in Unterzahl
RB Leipzig leidet in der Fußball-Bundesliga bei Geisterspielen weiter unter einem Heimkomplex. Die Elf von Trainer Julian Nagelsmann blieb zu Hause auch im dritten Spiel ohne Zuschauer ohne Sieg. Die lange in Unterzahl agierenden Sachsen kamen gegen Schlusslicht SC Paderborn nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und verpassten einen großen Schritt in Richtung Qualifikation zur Champions League.
Patrik Schick (27.) hatte RB in Führung gebracht, Christian Strohdiek (90.+2) glich für die Gäste in der Nachspielzeit aus. Leipzigs Dayot Upamecano sah schon in der 43. Minute wegen Foul und Ballwegschlagens Gelb-Rot. Gegner Paderborn blieb auch im elften Ligaspiel in Folge ohne Sieg und kommt dem Abstieg aus dem Oberhaus immer näher.
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Düsseldorf verpasst Befreiungsschlag
Fortuna Düsseldorf kommt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga nicht vom Fleck. Die Rheinländer retteten beim 2:2 (1:1) gegen den Europapokalanwärter TSG Hoffenheim trotz mehr als 80-minütiger Überzahl nur mit Ach und Krach einen Punkt. Der Traditionsklub könnte so noch vor den kniffligen Duellen mit Borussia Dortmund und RB Leipzig seinen Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz einbüßen.
Top-Torjäger Rouwen Hennings per Kopf (5.) und Foulelfmeter (75.) traf für die Gastgeber, die nach einem Platzverweis gegen Hoffenheims Kapitän Benjamin Hübner (9.) fast die gesamte Spielzeit mit einem Mann mehr agierten. Munas Dabbur (16.) und Steven Zuber (61.) hatten die Partie zwischenzeitlich zugunsten der Gäste gedreht.
Lebenszeichen von Mainz
Mit dem ersten Sieg nach der Corona-Pause hat der FSV Mainz 05 im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ein wichtiges Lebenszeichen gesendet. Die Rheinhessen gewannen das Derby bei Eintracht Frankfurt nach einem überzeugenden Auftritt mit 2:0 (1:0), für den Tabellen-15. bleibt die Situation freilich weiterhin gefährlich.
Moussa Niakhate (43.) und Pierre Kunde Malong (77.) erzielten die Treffer der Rheinhessen, die zuvor fünfmal vergeblich auf dieses erlösende Erfolgserlebnis gehofft hatten. Damit durfte sich auch Trainer Achim Beierlorzer den Sieg auf die Fahnen schreiben: Niakhate war der einzige Abwehrspieler, der von seiner Rotation verschont wurde, Malong wechselte Beierlorzer Mitte der zweiten Halbzeit ein.
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Die Ergebnisse im Überblick
Leverkusen: Hradecky – Dragovic, Sven Bender, Tapsoba – Amiri (46. Demirbay), Aranguiz, Baumgartlinger (62. Paulinho), Bailey (46. Wendell) – Bellarabi (46. Wirtz), Alario (76. Volland), Diaby. – Trainer: Bosz
München: Neuer – Pavard, Boateng, Alaba, Davies (85. Hernandez) – Kimmich, Goretzka (74. Martinez) – Coman (66. Perisic), Thomas Müller, Gnabry (74. Thiago) – Lewandowski. – Trainer: Flick
Tore: 1:0 Alario (10.), 1:1 Coman (27.), 1:2 Goretzka (42.), 1:3 Gnabry (45.), 1:4 Lewandowski (66.), 2:4 Wirtz (89.)
Leipzig: Gulacsi – Mukiele, Klostermann, Upamecano, Angelino – Adams, Kampl (88. Orban) – Dani Olmo (65. Laimer), Nkunku (58. Haidara) – Schick (46. Halstenberg), Timo Werner. – Trainer: Nagelsmann
Paderborn: Zingerle – Jans (85. Evans), Strohdiek, Hünemeier, Collins – Vasiliadis, Gjasula (76. Ritter) – Pröger (76. Sabiri), Srbeny (85. Zolinski), Antwi-Adjei – Mamba (63. Michel). – Trainer: Baumgart
Tore: 1:0 Schick (27.), 1:1 Strohdiek (90.+2)
Düsseldorf: Kastenmeier – Ayhan, Andre Hoffmann (66. Gießelmann), Suttner – Bodzek (66. Morales) – Matthias Zimmermann (66. Zimmer), Stöger, Berisha (66. Ofori), Thommy – Hennings, Karaman (83. Kownacki). – Trainer: Rösler
Hoffenheim: Baumann – Nordtveit, Posch (85. Bogarde), Benjamin Hübner, Bicakcic – Rudy, Samassekou – Skov (85. Grillitsch), Baumgartner (62. Bebou), Zuber (62. Kaderabek) – Dabbur (71. Kramaric). – Trainer: Schreuder
Tore: 1:0 Hennings (5.), 1:1 Dabbur (16.), 1:2 Zuber (61.), 2:2 Hennings (76., Foulelfmeter)
Frankfurt: Trapp – Ilsanker, Hasebe, Hinteregger – Toure (46. Chandler), Kohr (81. Sow), Rode (81. de Guzman), Kostic – Kamada – Dost (46. Gacinovic), Silva. – Trainer: Hütter
Mainz: Florian Müller – Mwene, St. Juste, Niakhate, Brosinski – Barreiro (64. Malong), Latza – Öztunali (75. Fernandes), Quaison (90.+3 Szalai), Awoniyi – Mateta (75. Onisiwo). – Trainer: Beierlorzer
Tore: 0:1 Niakhate (43.), 0:2 Malong (77.)
(APA/SID)
Beitragsbild: DPA