Bayern vor Frühjahrsstart klar auf Meisterkurs – BVB eröffnet 2026

13 Siege in 15 Spielen, keine Niederlage und ein Vorsprung von neun Zählern auf den ersten Verfolger: Für den FC Bayern München mit ÖFB-Star Konrad Laimer ist vor dem Frühjahrsstart in der deutschen Fußball-Bundesliga alles angerichtet für den 35. Meistertitel. Der Zweite Borussia Dortmund samt Marcel Sabitzer möchte mit einem Sieg in Frankfurt zum Jahresauftakt am Freitag zumindest ein bisschen Druck machen. Die Münchner empfangen erst am Sonntag den Liga-14. VfL Wolfsburg.

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So gut wie die Münchner stand nach 15 Runden noch kein Club in der Ligageschichte da. Neuer Rekord sind auch die 55 geschossenen Tore, 19 davon von Harry Kane. Daneben gab es nur elf Gegentore. Dass Bayerns Torhunger nicht gestillt ist, zeigte auch der Auftritt im Test in Salzburg. Beim 5:0 am Dienstag glänzte vor allem der 17-jährige Lennart Karl. „Man wird am Sonntag sehen, dass wir alle heiß sind und es kaum erwarten können“, versprach Josip Stanisic. Trainer Vincent Kompany sah direkt wieder eine Mannschaft, die „richtig Bock hat“. Und das vor seinem 50. Ligaspiel auf der Bayern-Bank.

„Heftiger“ Start nach Urlaub

Gegen die Wolfsburger mit dem dreifachen Saisontorschützen Patrick Wimmer sollte der Papierform nach nichts schiefgehen. Der Rekordmeister verlor in der Liga zu Hause nie gegen den VfL, neben 26 Siegen gab es zwei Remis. Danach warten am Mittwoch (Köln) und Samstag (Leipzig) zwei weitere Ligaaufgaben auswärts. Kompany bezeichnete den „Triplepack“ als nach dem Urlaub „heftig“. Bei den Spielern ist die Vorfreude groß. „Es macht wieder sehr viel Spaß, auf dem Platz zu stehen, 2026 warten wieder sehr viele wichtige Aufgaben, darauf freue ich mich“, sagte Laimer.

In der Liga wurden die Münchner in 24 von 27 Fällen Meister, wenn sie nach der ersten Saisonhälfte ganz oben standen. Auch in der Champions League und dem DFB-Cup sind sie noch im Rennen. „Wenn wir das aus der Hinrunde mitnehmen können, als wir als Team aktiv Tore machen wollten und aktiv verteidigen, wenn wir das die nächsten fünfeinhalb Monate auch so hinbekommen, ist in dieser Saison viel möglich“, meinte Sportvorstand Max Eberl.

Die Dortmunder verspielten im Herbst beim 1:1 beim HSV, 3:3 gegen Stuttgart und 1:1 in Freiburg im Finish wichtige Punkte. Dadurch ist der Meistertitel in weite Ferne gerückt. Rang zwei und sieben Punkte mehr als im Vergleich zur vergangenen Saison zeugen trotzdem von einer starken Performance. „Mit dem Status quo sind wir nicht unzufrieden. Aber als Trainer will man sich immer verbessern“, sagte Niko Kovac. „Wir müssen unsere Chancen besser ausspielen. Es geht um Ballmitnahme und solche Dinge.“

Sabitzer und Co. in Marbella

Den letzten Schliff gab es für sein Team bis Donnerstag im Trainingslager in Marbella. Darunter auch für Sabitzer, der in Frankfurt im zentralen Mittelfeld zu seinem neunten Startelfeinsatz in dieser Saison kommen dürfte. Nur drei Partien gingen ohne den 31-jährigen Steirer über die Bühne. Eine noch wichtigere Rolle spielte mit Christoph Baumgartner ein anderer ÖFB-Legionär im Leipzig-Dress. 10 Tore in 18 Pflichtspielen, sechs davon in der Liga, unterstreichen das. Wie er verpasste auch Nicolas Seiwald kein Meisterschaftsspiel. Xaver Schlager zählt genauso zum Stamm, fehlte nur verletzungsbedingt viermal.

Die Leipziger starten punktgleich hinter dem Dritten Bayer Leverkusen, drei Zähler fehlen auf den BVB. Zwei Zähler dahinter lauert bereits 1899 Hoffenheim. Dass dort Trainer Christian Ilzer weiter das Vertrauen geschenkt wurde, hat sich ausgezahlt. Alexander Prass war meist nur als Wechselspieler gefragt. Am Samstag geht es auswärts gegen den Zehnten Werder Bremen, wo Kapitän Marco Friedl, Romano Schmid und Marco Grüll tragende Rollen spielen.

Muskuläre Probleme bei Wöber nach Comeback

Maximilian Wöber, der von Trainer Horst Steffen zuletzt als „100-Prozent-Profi“ gelobt wurde, hingegen noch nicht. Der Leeds-Leihspieler gab kürzlich nach monatelanger Oberschenkelverletzungspause zwar ein Comeback, wird seither aber von muskulären Problemen geplagt. Ein Einsatz gegen die Ilzer-Truppe gilt als unwahrscheinlich. Etwas bessere Chancen auf einen Europacup-Startplatz haben der Achte Union Berlin (Kapitän Christopher Trimmel, Leopold Querfeld) und der Neunte SC Freiburg (Philipp Lienhart, Junior Adamu).

Der Elfte 1. FC Köln, wo Florian Kainz nur als „Joker“ gefragt war, und der Zwölfte Borussia Mönchengladbach (Kevin Stöger) liegen nur knapp dahinter. Hier gilt es in erster Linie einmal den Abstand auf die Abstiegsränge zu vergrößern. Für eine erfolgreiche Mission Klassenerhalt holte der Liga-15. FC Augsburg Michael Gregoritsch zurück. „Wir wollen die untere Tabellenregion schnell verlassen“, betonte der ÖFB-Teamstürmer. Das wird für seinen noch im Adduktorenbereich verletzten ÖFB-Kollegen Philipp Mwene schwierig, seine Mainzer starten mit nur acht Zählern als Schlusslicht ins Jahr 2026.

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(APA) Foto: Imago