Bernd Brückler: „Ein Stanley-Cup Sieger im Tor reicht nicht”

via Sky Sport Austria
  • Marco Insam: „Am Ende waren wir fitter als die Innsbrucker“
  • Rob Pallin: „Wir hatten sogar die Chance zu gewinnen“
  • Scott Darling: „Ich muss besser sein und das gesamte Team muss besser sein“
  • Dieter Knoll: „Ich bin schon das Hirn des Vereins geworden und ziehe die Fäden“

HCB Südtirol Alperia gewinnt gegen HC TWK Innsbruck mit 4:1. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

HCB Südtirol – HC Innsbruck 4:1 (0:0, 1:1, 3:0)

Clayton Beddoes (Head Coach HCB Südtirol):

…auf die Frage, ob heute ein gutes Drittel gereicht hat: „Ja. In den ersten beiden Dritteln machten wir ein paar Fehler, aber das Schlussdrittel war gut. Die Innsbrucker waren sehr in der Defensive, aber ihr Goalie war gut, er hat sie im Spiel gehalten.“

…vor dem Spiel: „Ich glaube, der Start wird ein bisschen hektisch. Aber danach sollte es ein schnelles Spiel werden. Innsbruck spielt, genauso wie wir, ein sehr einfaches System – mit schnellem Tempo und gutem Umschaltspiel. Ich hoffe, wir gewinnen.“

…vor dem Spiel über den Saisonstart: „Jede Mannschaft hat während der Meisterschaft einmal eine schlechte Phase. Wir hatten sie zu Beginn der Saison, aber jetzt sind wir da durch. Jetzt ist alles wieder ok.“

Marco Insam (HCB Südtirol):

…über das Spiel: „Die ersten beiden Dritteln waren nicht so gut, aber im dritten Drittel haben wir unsere Chancen genützt. Am Ende waren wir fitter als die Innsbrucker. Heute ist es gut gegangen.“

Domenico Alberga (HCB Südtirol) in der zweiten Drittelpause:

…auf die Frage, was man tun muss, damit die Punkte in Bozen bleiben: „Wir müssen der Strafbank fernbleiben, defensiv sauber spielen und den neuen Goalie weiterhin testen, dann wird es mit den Punkten klappen.“

Anton Bernard (HCB Südtirol) im Videobeitrag:

…über die Gesamtsituation in Bozen: „In Bozen hat sich in den letzten 10 Jahren vieles verändert. Vor allem die Erfolge in der EBEL haben einen kleinen Boom ausgelöst, vor allem in der Jugendarbeit. Eishockey ist in Bozen, glaube ich, schon die Mannschaftssportart Nummer 1.“

…über den Meistertitel 2018: „Wir waren immer die Mannschaft, die qualitativ schlechter war, aber wir haben derart gut verteidigt und es ist eine so tolle Chemie in der Mannschaft gewesen. Es war einfach Gänsehaut pur. Ich bekomme noch heute Gänsehaut, wenn ich daran denke.“

Dieter Knoll (CEO HCB Südtirol) in der ersten Drittelpause:

…über den letzten Meistertitel: „Es hat sich keiner gedacht. Wir haben uns im letzten Spiel für die Play-offs qualifiziert, haben dann das Feld von hinten aufgerollt. Wir haben alle Favoriten geschlagen, daher ist der Erfolg umso schöner und ist auch sicher unerwartet gewesen.“

…über den HCB: „Ich bin 1983 in den Klub eingetreten, hab mich emporgearbeitet und bin in den letzten Jahren schon das Hirn des Vereins geworden und ziehe die Fäden.“

…über die alljährliche Inkonstanz im Kader: „Mit diesem Thema habe ich mich abgefunden. Ich habe ein gutes Team, mit welchem ich das ganze Jahr an der Kaderzusammenstellung arbeite. Es ist so. Wir versuchen Ausländer, Spieler aus Nordamerika, nach Bozen zu bekommen, machen mit ihnen einen Einjahresvertrag und können dementsprechend nicht viel zahlen. Wenn einer gut ist, dann schnappen ihn mir meine Kollegen in der EBEL, die DEL, Finnland oder Schweden weg. Die Spieler, die nicht gut sind, gehen wieder zurück nach Nordamerika. Wir müssen somit immer 10 neue Spieler finden und integrieren. Daher brauchen wir immer eine Anlaufzeit, bis aus diesen 22 Männern, die eigentlich nicht die Qualität der anderen großen Mannschaften, wie Wien, Klagenfurt oder Salzburg haben, ein Team wird. Aber wenn wir im Stande sind, aus diesen 22 Spielern ein Team zu bilden – und dann kommt noch das famose Bozener-Herz dazu – dann haben wir vor keinem Gegner Angst und können jeden Gegner schlagen.“

Rob Pallin (Head Coach HC Innsbruck):

…über das Spiel: „Wir haben zwei gute erste Drittel gehabt und wir hatten sogar die Chance zu gewinnen. Ich hatte vor dem Spiel gesagt, dass die Special Teams entscheidend sein werden. Das Powerplay war nicht gut, aber es haben uns auch die Schlüsselspieler für dieses gefehlt. Vor allem der Shorthander tut aber weh.“

Scott Darling (HC Innsbruck):

…nach dem Spiel: „Ich muss besser sein und das gesamte Team muss besser sein. Nicht das Resultat, das wir uns vorstellen. Aber Staub abschütteln und weiter zum nächsten Spiel.“

…vor dem Spiel auf die Frage, ob er Rob Pallin angerufen hat, um nach Innsbruck zu kommen: „So ähnlich. Mein Agent hat mich angerufen und gesagt, dass man in Innsbruck möglicherweise einen Torhüter braucht und deshalb habe ich den Kontakt hergestellt.“

…vor dem Spiel über seine ersten Eindrücke: „Super. Die Jungs sind großartig, sie waren wirklich freundlich. Ich bin richtig aufgeregt, heute zu spielen. Innsbruck als Stadt ist sowieso schön.“

…vor dem Spiel über seine Ziele: „Ich will die Liga gewinnen. Das ist jedes Jahr das Ziel. Zuerst den Grunddurchgang spielen und dann den Titel holen.“

Bernd Brückler (Sky Experte):

…nach dem Spiel: „Die Defensive der Innsbrucker – wie so oft – nicht vorhanden. Auf Seiten der Bozener waren es keine 100 % und bei Innsbruck ist noch viel Luft nach oben.“

…über Innsbruck: „Ein Stanley-Cup Sieger im Tor reicht nicht. Da muss von allen Innsbruckern mehr kommen. Die Jungs müssen sich jetzt wirklich an der Nase nehmen.“

…vor dem Spiel über Scott Darling: „Ein ganz großer Neuankömmling in der Liga. Ein Wahnsinn, dass man so einen Transfer landet. Da muss man wirklich den Hut ziehen. Stanley-Cup Sieger – sowas muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Wahnsinn! So ein Mann in der EBEL – er bereichert alles.“

…über die Vorzeichen des heutigen Spiels: „Vierter gegen Zehnter – man mag schon sagen, dass es sehr einseitig wird. Aber ich glaube es gar nicht. Die Innsbrucker Haie haben so viel offensive Durchschlagskraft. Sie sind für jedes Team gefährlich.“