Bobic: Hinteregger-Video machte Wechsel möglich
Sportvorstand Fredi Bobic vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt sieht Martin Hinteregger nicht als Problemprofi, der Hilfe außerhalb des Platzes benötigt. „Er ist ein guter, klarer Junge. Manchmal schlägt er über die Strenge“, sagte der 47 Jahre alte Bobic der Sport Bild: „Wichtig ist, dass wir ihn mitnehmen und klar sagen, wo die Grenzen sind.“
Der österreichische Nationalspieler Hinteregger hat in der jüngsten Vergangenheit zweimal mit Party-Eskapaden für Schlagzeilen gesorgt. Nach dem jüngsten Vorfall im ÖFB-Team wurde der 27-Jährige von Eintracht-Trainer Adi Hütter zum Rapport bestellt.
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Handy-Video beschleunigte Hinteregger-Wechsel zur Eintracht
Bobic gab außerdem zu, dass das Handy-Video, das den damiligen Augsburg-Spieler in vermeintlich alkoholisiertem Zustand bei einem abendlichen Ausflug während des Trainingslagers des deutschen Bundesligisten in Bad Häring zeigte, den Transfer zur Eintracht beschleunigte. „Wir brauchen nicht drum herumreden: Das hat uns geholfen, ja. Obwohl ich kein Fan von diesen Videos bin. Martin war nicht der einzige an diesem Mannschaftsabend, der vielleicht zwei Bier zu viel getrunken hat. Wenn ich mich an meine Mannschaftsabende früher erinnere, da wurde einige Male über die Stränge geschlagen. Man hat mal Party gemacht, wie junge Menschen eben Party machen, das soll auch so sein“, sagte Bobic.
Weiters erzählte Bobic über seine ersten Gedanken über das Video: „Zuerst einmal habe ich gedacht: ‚So ein Mist!‘ Ich finde es nicht gut, wenn irgendwelche Dinge, die heimlich gefilmt wurden, rauskommen. Martin hatte klar den Wunsch geäußert, zu uns zu kommen. Stefan Reuter und ich waren extrem weit auseinander. Für mich war der Transfer fast schon erledigt. Als das Video kam und Reuter den Kontakt wieder gesucht hat, haben wir eine Lösung gefunden, mit der alle das Gesicht wahren konnten.“
(SID/red)