Brennsteiner will beste Riesentorlauf-Saison noch einmal toppen
Ein Sieg, insgesamt sieben Top-fünf-Plätze, Rang vier im Disziplinweltcup: Stefan Brennsteiner hat das Potenzial, nach seiner besten Riesentorlauf-Saison noch etwas draufzusetzen. „Die letzte Selbstverständlichkeit bzw. Leichtigkeit ist vielleicht noch nicht ganz da, aber im ersten Rennen ist immer etwas Ungewissheit dabei“, sagte der 35-Jährige, fügte aber gleich an. „Ganz überraschen lassen brauchen wir uns nicht am Sonntag, ich glaube schon, dass es einigermaßen passt.“
Er traue Brandy „alles zu“, meinte Cheftrainer Marko Pfeifer, und sieht diesen auf dem Vorjahresniveau. „Es wäre wieder wichtig, gleich gut rein zu starten, das ist sicher die Grundvoraussetzung“, sprach er den Saisonauftakt in Sölden an. Schon in der vergangenen Saison hätte Brennsteiner um die Kugel mitfahren können, wäre da nicht ein Ausfall (Adelboden) gewesen und ein Rennen daneben gegangen (Platz 15 in Schladming). „Das brauchst du dir gegen Odermatt oder Braathen nicht leisten.“ Der Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen ist Olympiasieger und vor dem Schweizer Marco Odermatt auch der Kugelgewinner.
Brennsteiner mehr Speed im Flachen
Noch sei nicht jeder Teilabschnitt, wie er es sich vorstelle, aber schon sehr viele positive Sachen dabei, sagte Brennsteiner, der vor einem Jahr auf dem Rettenbachferner als Vierter anschrieb. „Ich habe an den Standardsachen gearbeitet, am sauberen Skifahren, dass man genügend Platz beim Tor hat. In Sölden habe ich voriges Jahr das Rennen unten raus im Flachen verloren, da habe ich versucht, mich weiterzuentwickeln. Dass ich da den Speed aufrechterhalte, damit ich die letzten vier, fünf, sechs Tore noch drei, vier km/h mehr mit habe.“ Teilweise funktioniert es bereits, teilweise nicht, berichtete er.
Man habe einen guten Schwung in der Gruppe, vielleicht habe man gegenüber den anderen Nationen den einen oder anderen Vorteil rausgeholt, Glaskugellesen wolle er aber nicht, sagte Brennsteiner. Ebenso gibt es von ihm keine Namen, wer in den internen Zeit- und Trainingsläufen vorne gewesen sei. Das sei komplett irrelevant. „Beim Training muss man ein gutes Gefühl aufbauen, damit man im Rennen an seine Grenzen gehen kann. Das macht dann den Unterschied.“ Und am Sonntag müsse dann jeder seine Qualitäten abrufen.