Bresnik über Grand-Slam-Double für Zverev: „Kein großer Kontrahent dabei“

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Hatte es Alexander Zverev in diesem Jahr bei seinen Grand-Slam-Titel in Paris und New York zu „einfach“? Sky-Experte Günter Bresnik hat in der ersten Folge von „Punkt für Punkt mit Günter Bresnik – der Sky Sport Austria Tennis-Podcast“ seine klare Meinung dazu geäußert.

„Er hat ja da jetzt nichts Großartiges verändert. Die anderen sind ausgefallen“, sagte Bresnik über die Erfolge des Deutschen. Nach Ansicht des ehemaligen Trainers von Dominic Thiem hat Zverev in dieser Saison sowohl bei den French Open als auch bei den US Open von verletzungsbedingten Ausfällen und ungewohnten Schwächen einiger Topspieler profitiert.

„Da war kein großer Kontrahent dabei“

So musste Zverev bei den French Open bis ins Finale lediglich zwei gesetzte Gegner besiegen: Im Viertelfinale Rafael Jodar, an Position 27 gesetzt, und Jakub Mensik (Nr. 26) im Halbfinale. Im Endspiel von Paris schlug er anschließend den an Nummer 10 gesetzten Italiener Flavio Cobolli.

Carlos Alcaraz war wegen einer Verletzung in Paris nicht am Start, Topfavorit Jannik Sinner scheiterte nach Hitze-Drama in Runde zwei.

„Es gibt immer Grand-Slam-Sieger aufgrund von Ausfällen der eigentlichen Favoriten. Und dann gibt es welche, die sich immer als Person durchsetzen haben. Djokovic, Nadal und Federer – die haben das gewonnen, weil sie alle anderen guten Spieler ausgeschaltet haben. Wenn ich mir die Rangliste und die Spieler anschaue, die Zverev in Paris geschlagen hat – da war kein großer Kontrahent dabei. In Wimbledon hat er im Finale verloren, bei den US Open war es ähnlich wie in Paris“, sagte Bresnik.

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Bresnik über Zverev: „Der Druck ist jetzt weg“

Die große Qualität will Bresnik Zverev damit aber nicht absprechen. Schließlich habe dieser in der Vergangenheit oft bewiesen, dass er auch die ganz großen Spieler schlagen kann.

„Zverev hat schon vor Jahren Federer, Djokovic und Nadal geschlagen, als die in Bestform waren. Das ist definitiv ein Spieler, der das Potenzial dazu hat. Der Grund, warum er es gewonnen hat, sehe ich aber trotzdem in erster Linie darin, dass die anderen nicht gut oder gar nicht gespielt haben. Aber mit den Siegen im Rücken ist bei ihm nun ein Druck abgefallen, den er sich selber aufgebaut hat, dass er unbedingt in der Grand-Slam-Turnier gewinnen muss. Und dieser Druck ist jetzt weg. Ich traue ihm natürlich jederzeit zu, dass er einen Alcaraz und einen Sinner schlägt“, erklärte Bresnik.

Bresniks Fehleinschätzung zu Thiem und Zverev

Während Zverevs Anfängen auf der Tour formte Bresnik mit seinem Schützling Thiem einen weiteren Weltklassespieler heran. Rückblickend hätte er den beiden auf Tour aber mehr zugetraut als die in Summe drei Grand-Slam-Titel.

„2016 und 2017 haben wir es den Journalisten immer gesagt, dass sich von 2020 bis 2025 der Dominic Thiem und der Zverev um die Nummer eins duellieren werden und die Grand Slams untereinander ausmachen. Da bin ich schwer danebengelegen. Aber dass der Zverev und auch der Dominik – auch wenn er nicht mehr spielt – eigentlich die Chance gehabt hätten, dort hinzukommen, war eigentlich immer klar“, sagte Bresnik.

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