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Austria Wien trennt sich von Trainer Thomas Letsch

via Sky Sport Austria

Die Wiener Austria hat nach der 1:3-Heimniederlage gegen den SCR Altach (Spielbericht + VIDEO-Highlights) die Reißleine gezogen und sich von Trainer Thomas Letsch getrennt. Und das obwohl die “Veilchen” bereits sicher für die Meistergruppe qualifiziert sind.

Interimistisch übernimmt sein bisheriger Assistent Robert Ibertsberger. Einen Trainerwechsel gibt es auch bei den Young Violets. Andreas Ogris wird ebenfalls mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt, auch hier übernimmt Co-Trainer Christoph Glatzer interimistisch.

Beim gestrigen Spiel gab es “Letsch raus”-Rufe von den Tribünen in der Generali-Arena. Diese waren für den Trainer aber “völlig normal”, wie er im Interview bei Sky Reporter Johannes Hofer erklärte.

Letsch: “Für den Auftritt muss man sich entschuldigen”

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Die Stimmen zur Trennung

Präsident Frank Hensel: „Wir haben zuletzt sehr intensive Gespräche geführt und die Entscheidung getroffen, dass wir der aktuellen Situation Rechnung tragen und handeln müssen. Wir haben eine Verpflichtung und können kein Risiko gehen, auch wenn es mir menschlich sehr leid tut. Wir möchten uns bei Thomas Letsch für seine Arbeit bedanken und wünschen ihm alles Gute.“

Heute vor einer Woche – Muhr über Letsch: “Bin absolut von der Qualität überzeugt”

AG-Vorstand Markus Kraetschmer: „Wir bedanken uns bei Thomas Letsch für die gute Zusammenarbeit, aber mit der Tendenz, insbesondere nach dem Spiel gegen Altach, erachten wir diesen Schritt als notwendig. Wir sind überzeugt, dass wir eine Veränderung brauchen, um unser Saisonziel, das nach wie vor Qualifikation für einen internationalen Startplatz lautet, zu erreichen.“

Sportdirektor Ralf Muhr: „Die Leistungen der Mannschaft entsprachen nicht den Vorstellungen, die wir an uns selber haben. Das hat das 1:3 gegen Altach deutlich gezeigt, demnach mussten wir Konsequenzen ziehen. Insofern war es wichtig, im Sinne des Klubs eine Entscheidung zu treffen. Wir erwarten jetzt auch von der Mannschaft ein Zeichen, eine professionelle Herangehensweise und eine Entwicklung in eine positive Richtung. Ich wünsche Thomas Letsch alles Gute für seine weitere Zukunft.“

Ralf Muhr über Interimslösung Robert Ibertsberger

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Keine gute Bilanz

Der 50-jährige Deutsche übernahm das Traineramt in Wien-Favoriten im Februar 2018. Die Bilanz in den 37 Pflichtspielen ist fast ausgeglichen: 17 Siege, vier Remis und 16 Niederlagen. In dieser Saison liegt die Austria nach 21 Runden mit 30 Punkten (29:27 Tore) auf dem dritten Tabellenplatz.

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Der Deutsche stand bereits in der Herbstsaison in der Kritik, doch der 6:1-Derbysieg vor der Winterpause festigte seine Position wieder. Als man nach der Winterpause gegen den Regionalligisten GAK aus dem ÖFB Cup flog und das erste Frühjahrsspiel in der Liga beim LASK sang- und klanglos mit 0:2 verlor, wurden die kritischen Stimmen wieder lauter. In der Vorwoche konnte man mit dem 4:2-Heimsieg in Unterzahl immerhin wichtige Punkte für den Einzug in die Meistergruppe sammeln.

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Bild: GEPA