MUNICH, GERMANY - OCTOBER 24: (EDITORS NOTE: Image has been digitally enhanced.) General view inside the stadium during the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and Eintracht Frankfurt at Allianz Arena on October 24, 2020 in Munich, Germany. (Photo by Simon Hofmann/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images)

Bundesliga betroffen: Profisport in Deutschland wieder ohne Zuschauer

via Sky Sport Austria

In Deutschland wollen der Bund und die Länder angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen den Profisport im November nur noch ohne Zuschauer zulassen. Das gilt auch für die Fußball-Bundesliga. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den virtuellen Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Nach dem ersten Stillstand im März hatten es die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept geschafft, den unterbrochenen Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Bundesliga wieder aufzunehmen – zunächst vor Geisterkulissen.

Für die aktuelle Saison erhielt die DFL grünes Licht von der Politik, zumindest bis zu 20 Prozent der Gesamtkapazität der Stadien mit Zuschauern füllen zu dürfen. Allerdings hatten die örtlichen Behörden weiterhin das Recht, die Zuschauerzahl zu reduzieren oder einen Ausschluss zu veranlassen. Dies ist nach dem sprunghaften Ansteigen der Corona-Fallzahlen zuletzt vielerorts geschehen. Auch für das kommende Wochenende ist bereits für zahlreiche Partien beider Ligen eine drastische Herabsetzung oder der Ausschluss von Fans verfügt worden.

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Eine Verringerung der Zuschauer-Zulassung auf Null bringt vor allem professionelle Teamsport-Ligen im Basketball, Handball, Eishockey oder Volleyball in existenzielle Bedrängnis.

Großveranstaltungen in der Schweiz wieder verboten

Der Schweizer Bundesrat hat die Schrauben im Umgang mit dem Coronavirus wieder angezogen. Ab Donnerstag sind Großveranstaltungen landesweit wieder verboten. Maximal erlaubt sind Sportveranstaltungen mit bis zu 50 Zuschauern, was quasi Geister-Events gleichkommt. Die Einschränkung gilt unbefristet. Swiss Ski hatte schon vorgebaut und sämtliche Bewerbe ohne Zuschauer geplant.

Trainings und Wettkämpfe sind im Profibereich weiter erlaubt. Somit können auch die Schweizer Weltcuprennen im Ski alpin (St. Moritz, Adelboden, Wengen, Crans-Montana, Lenzerheide), Skispringen (Engelberg) und Ski nordisch (Davos, Val Müstair) stattfinden. Bei den Alpinen und den Skispringern hatte Swiss Ski bereits vorgängig beschlossen, auf Zuschauer zu verzichten.

Betroffen sind im Profisport von den neusten Maßnahmen insbesondere die Meisterschaften im Fußball und Eishockey. Die Swiss Football League (SFL) sowie die National und Swiss League im Eishockey müssen das weitere Vorgehen noch eruieren. In einer ersten Reaktion teilte etwa die SFL mit, alles daran setzen zu wollen, die Meisterschaften weiterzuführen. Eine ähnliche Tendenz soll es auch im Profi-Eishockey geben. Die massive Einschränkung der Zuschauer bringt die Clubs aber in Existenznöte.

Im Breitensport gilt in Innenräumen ein Limit von maximal 15 Personen sowie Masken- und Abstandspflicht. Ausnahmen bei der Maskenpflicht sind möglich, wenn großzügige Raumverhältnisse vorherrschen, wie etwa in Tennishallen.

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(APA).

Beitragsbild: Getty Images.