BVB-Sieg gegen Leipzig dank Dembélé

via Sky Sport Austria

Borussia Dortmund hat RB Leipzig mit einer Weltklasse-Aktion ausgebremst und dem Spitzenreiter Bayern München einen großen Dienst erwiesen. Der BVB bezwang den Tabellenzweiten in einem intensiven, temporeichen und harten Spiel mit 1:0 (1:0), weil Ousmane Dembélé bei der Vorbereitung des Siegtreffers durch Pierre-Emerick Aubameyang (35.) einen genialen Moment hatte.

“Wir haben das Spiel gewonnen, das zählt”, sagte Nationalspieler Marco Reus bei Sky: “Wir haben gut gestanden, es war ein kampfbetontes Spiel. Der Sieg geht in Ordnung.”

Zweiter Gewinner des Topspiels am 19. Bundesliga-Spieltag war somit der FC Bayern: Die Münchner erhielten nach ihrem 1:1 gegen Schalke 04 wenige Stunden zuvor die erhoffte Schützenhilfe vom großen Rivalen der vergangenen Jahre. Leipzig liegt nach seiner dritten Saisonniederlage nun vier Punkte zurück, mit noch acht Punkten Vorsprung auf den drittplatzierten BVB.

RB, von den Dortmunder Fans auf der Südtribüne und in der ganzen Stadt mit vielen Schmähbannern feindlich begrüßt, musste vier eigentlich unverzichtbare Spieler ersetzen. Timo Werner, Marcel Sabitzer, Diego Demme (alle grippekrank) und Emil Forsberg (rotgesperrt) hatten insgesamt 21 Tore und 20 Torvorlagen zum Erfolg des Tabellenzweiten beigetragen.

Im Leipziger Sturm kam somit Davie Selke zu einem seiner seltenen Startelf-Einsätze, auch Rani Khedira und Dominik Kaiser spielten von Beginn an. Sie hatten defensiv einiges zu tun. Der BVB rannte angepeitscht vom Großteil der 81.360 Zuschauer an, Leipzig hielt von der ersten Minute an leidenschaftlich dagegen. Die beiderseitige Härte hemmte jedoch das Spiel in ersten 30 Minuten ohne jede Torchance.

BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte Weltmeister Mario Götze zum dritten Mal in Folge auf die Bank gesetzt, überraschend durfte Erik Durm im rechten Mittelfeld spielen. Dembélé und Reus versuchten lange vergeblich, die auffällig gut organisierten Gäste auszuspielen. Stieß Dembélé allerdings an die Grundlinie vor, wurde es gefährlich: Aubameyang köpfte nach einer Flanke des jungen Franzosen zunächst noch über das Tor (33.).

Kurz darauf brach Dembélé den Bann. Er übersprintete Marvin Compper, legte den Ball mit einer Finte an Willi Orban vorbei und flankte nochmals passgenau auf Aubameyang, der per Kopf mühelos sein 17. Saisontor erzielte.

Kurz nach der Pause hätte Dortmund die Vorentscheidung erzwingen können. In eine stärkere Phase der Leipziger hinein spielte Aubameyang einen Konter schlecht aus, dennoch stand Reus nach einem Haken frei vor RB-Torhüter Peter Gulacsi. Er schob den Ball rechts am Tor vorbei. Acht Minuten später vergab Aubameyang selbst eine Riesenchance zum 2:0, Dembélé wurde angeschlagen ausgewechselt (62.). Reus (83./89.) hatte zweimal die große Möglichkeit zum 2:0, vergab allerdings jeweils.

Leipzig kämpfte – mehr aber auch nicht. Yussuf Poulsen und Selke waren mangels Zulieferung vorne lange wirkungslos, nach 65 Minuten stand bei den Torgelegenheiten immer noch eine Null. Das Debüt des Winterzugangs Dayot Upamecano (66.), verbunden mit der Umstellung auf eine defensive Dreierkette, brachte immerhin etwas neuen Schwung. Einem Treffer von Federico Palacios Martinez (90.+4) wurde wegen Abseits zu Recht die Anerkennung verweigert.

SID nt rd