Causa Massombo: Das sagen Ingolitsch und Zaric
Die Causa Yann Massombo begleitet das heutige Bundesliga-Spiel zwischen Sturm Graz und dem SCR Altach (JETZT LIVE auf Sky Sport Austria – streame mit Sky X live). Nun reagieren auch die Trainer beider Teams auf den Streik des Altach-Mittelfeldspielers.
Der 26-Jährige entschied sich nach dem Abschlusstraining der Altacher dazu, nicht mit der Mannschaft zum Auswärtsspiel in Graz zu reisen. Als Grund für den Streik nannte der Spieler einen Wechselwunsch.
Versuche von Vereinsseite, den Spieler zum Mitfahren zu überreden, blieben erfolglos. Altach reagierte noch am Freitagabend auf den Streik auch via Stellungnahme. Laut dieser soll der heutige Gegner Sturm Graz bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem Spieler befinden.
Nun sprachen auch die Trainer beider Mannschaften über die Situation. Altach-Coach Ognjen Zaric reagierte verärgert auf den Streik von Massombo: „Jeder kann sich seine eigene Meinung dazu bilden. Ich habe eine ganz klare Meinung und ich glaube, dass es gut ist, wenn ich die zu gewissen Teilen für mich behalte.“ Der 37-Jährige kritisierte den Mittelfeldspieler im Anschluss aber deutlich: „Es gibt einen Fall, der gestern passiert ist, den ich ethisch und moralisch nicht nachvollziehen kann. Ich verhalte mich immer sehr respektvoll als Trainer. Ich bin mir nicht sicher, ob das uns gegenüber gestern auch so vollbracht worden ist.“
Zaric über Massombo: „Habe eine klare Meinung dazu“
Nun soll auch der ÖFB eingeschalten werden: „Ich glaube, das sollte an die Gremien gehen und da muss man sich den Fall im Detail anschauen. Am Ende des Tages ist es aber schon noch so, dass der Spieler selbst entscheidet, ob er einsteigt oder nicht.“
Ingolitsch bestätigt Interesse
Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch gilt als großer Bewunderer Massombos, kennt diesen auch noch aus Zeiten bei den Altachern. „Er ist ein sehr interessanter Spieler für mich und für unseren Verein, das ist ganz klar. Speziell in dieser Phase momentan, gegen Ende der Transferperiode, ist es ja ‚part of the game‘, dass gewisse Spieler, die performt haben, Möglichkeiten und Chancen bekommen. Wir wissen, dass jetzt diese dynamische Phase losgeht, wo einfach viele Veränderungen und Möglichkeiten im Raum stehen“, so der 34-Jährige über Massombo. Zum Streik des Spielers selbst will der Sturm-Coach aber keine Stellungnahme abgeben: „Die Causa Massombo ist das Thema des SCR Atlach. Darauf haben wir keinen Einfluss, wollen wir keinen Einfluss nehmen und werden wir auch nicht machen.“
Ingolitsch über Causa Massombo: „Ist Thema des SCR Altach“
Das Interesse an seinem Ex-Schützling versteckt Ingolitsch am Sky-Mikro aber nicht. „Er ist natürlich ein sehr interessanter Spieler. Aber nicht nur für uns, sondern auch für andere. Er ist einer der Kandidaten für die Fosso-Nachfolge. Wir haben ihn natürlich im Auge und haben ihn auch länger beobachtet“, so der 34-Jährige. Mittelfeldmann Ryan Fosso verließ den Klub am gestrigen Freitag nach nur einem halben Jahr Richtung Lüttich.
Parensen: „Kann den Ärger verstehen“
Abgeschlossen ist der Transfer aber noch lange nicht, wie Sturm-Sportchef Michael Parensen im Sky-Interview bestätigt. „Wir kennen alle die Automatismen in einer Transferphase, dass es immer wieder Themen gibt“, so Parensen. „Yann Massombo ist ein sehr interessanter Spieler, der in Österreich schon gute Leistung gebracht hat in der vergangenen Saison. Der Trainer kennt ihn aus der gemeinsamen Vergangenheit. Das ist Fakt. Alles andere liegt nicht in unseren Händen. Das ist eine Geschichte zwischen Altach und dem Spieler. Wir haben damit nichts zu tun“, so der 40-Jährige über den Spielerstreik.
„Natürlich kann ich den Ärger irgendwo verstehen“, ergänzt Parensen. „Nichtsdestotrotz ist das die Transferperiode. Das ist die Phase, wo es heiß hergeht, das ist die Phase, wo mit Sicherheit Begehrlichkeiten kommen, wo es auch Themen gibt, die es zu besprechen gilt. Wir müssen damit umgehen, Altach muss damit umgehen, jeder andere Verein in Europa muss auch damit umgehen.“
