BARCELONA, SPAIN - AUGUST 07:  Neto (C) of Chapecoense cries between his teammates Follmann (L) and Alan Ruschel (R) before the Joan Gamper Trophy match between FC Barcelona and Chapecoense at Camp Nou stadium on August 7, 2017 in Barcelona, Spain.  (Photo by Alex Caparros/Getty Images)

Chapecoense-Verteidiger Neto feiert Comeback

via Sky Sport Austria

13 Monate nachdem er schwer verletzt den Flugzeugabsturz seines Teams Chapecoense überlebt hat, ist der Abwehrspieler Neto wieder auf den Fußballplatz zurückgekehrt. In einem Benefizspiel für die Opfer und ihre Angehörigen in Chapeco (Brasilien) wurde er in der symbolischen 71. Minute eingewechselt, um der 71 Todesopfer des Absturzes am 28. November 2016 in Kolumbien zu gedenken.

Dabei starben 19 Fußballer – neben Trainern, Betreuern, Besatzungsmitgliedern und mitreisenden Journalisten. „Dieser Tag wird für immer in meinem Gedächtnis bleiben. Es gibt keinen Preis dafür, dass ich wieder hier sein darf“, sagte der überwältigte Neto.

Nur drei Profis überlebten den Absturz. Alan Ruschel feierte im August bei einem Spiel gegen den FC Barcelona sein Comeback. Goalie Jackson Follmann musste der rechte Unterschenkel amputiert werden. Alle drei sind zu Gesichtern der Hoffnung geworden – nach zeitweiliger Abstiegsgefahr und zwei Trainerwechseln legte das mit mehr als 20 Spielern neu formierte Team einen starken Endspurt in der ersten Liga hin und qualifizierte sich für die Qualifikationsrunde der Copa Libertadores.

Der Flugzeugabsturz war ein Ereignis von kaum zu überbietender Tragik: Der 1973 gegründete Verein war auf dem Weg zum bisher größten Spiel seiner Geschichte, dem Hinspiel um die Copa Sudamericana gegen Atletico Nacional aus Medellin. Das ist in etwa vergleichbar mit der Europa League und der zweitwichtigste Vereinswettbewerb in Südamerika nach der Copa Libertadores. Wegen Treibstoffmangels stürzte das Charterflugzeug kurz vor dem Flughafen ab.

Bis heute warten die Angehörigen auf Entschädigungen. Ein Versicherungsunternehmen weigerte sich, die Polizze in Höhe von 25 Millionen Dollar zu zahlen, da die bolivianische Fluggesellschaft LaMia bei den Versicherungszahlungen in Verzug gewesen sei.

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(APA)