Charlie Wurz peilt in Spielberg erstes Formel-3-Podium an

Die rot-weiß-rote Motorsporthoffnung Charlie Wurz hat beim Heimspiel in Spielberg eine Premiere in der Formel 3 im Visier. „Wenn alles perfekt läuft, kann es aufs Podest gehen“, sagte der 19-jährige Nachwuchspilot. „Das ist auch mein Ziel.“ Wurz geht in seiner zweiten Formel-3-Saison für das Topteam Trident an den Start, auf dem Red Bull Ring soll es im Sprint am Samstag (10.05 Uhr) sowie im Hauptrennen am Sonntag (8.30 Uhr) endlich mit einem Stockerlplatz klappen.

Im Qualifying am Freitag belegte Wurz den zehnten Platz im 30-köpfigen Fahrerfeld. Im Sprint über 21 Runden startet der Österreicher wegen der „Reverse-Grid-Regel“ deshalb von der dritten Position, weil die besten zwölf Fahrer der Zeitenjagd in umgekehrter Reihenfolge ins Rennen gehen. Auf die Pole Position, die sich Red-Bull-Junior Nikola Tsolov sicherte, fehlten Wurz nicht einmal drei Zehntelsekunden.

Wurz noch hinter den Erwartungen

In dieser Saison waren für Wurz zwei sechste Plätze in zehn Renneinsätzen das Maximum, damit fuhr der Wahl-Monegasse den eigenen Erwartungen klar hinterher. „Ich hatte etwas Pech bisher. Aber jetzt ist der Blick nach vorne gerichtet, der Fokus liegt auf meinem zweiten Heimrennen“, teilte der Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz der APA mit. Papa Wurz war es auch, der als bisher letzter Österreicher im Jahr 2000 bei einem Grand Prix der Motorsport-Königsklasse in Spielberg teilnahm. Für Charlie Wurz ist der Weg in die Formel 1 kein einfacher, zumal seine Trident-Teamkollegen heuer flotter unterwegs waren.

Der brasilianische Ferrari-Junior Rafael Câmara, der drei der bisherigen fünf Hauptrennen gewann, führt die Meisterschaft zur Saisonhalbzeit überlegen an. „Ihn kenne ich gut, wir waren schon in der Formel 4 Teamkollegen und Konkurrenten, haben gemeinsam um Siege, Podien und Meisterschaften gekämpft“, erklärte Wurz. Der dänische Mercedes-Youngster Noah Strømsted ist Gesamtvierter, während Wurz auf Rang 16 liegt – gemeinsam führt das Trio die Teamwertung klar an. „Wenn es nicht top läuft, ist man auch schnell aus den Top Ten draußen“, betonte Wurz mit Blick auf die teilweise engen Abstände im Feld mit 30 Fahrern. Um sich für den Aufstieg in die Formel 2 zu empfehlen, müsste sich Wurz, im Vorjahr in Spielberg 20. und 27., im Saisonfinish deutlich steigern.

Felbermayr und Schaufler mit Ambitionen

Neben Wurz wollen sich mit Emma Felbermayr und Niklas Schaufler auch zwei Oberösterreicher im Formel-1-Kosmos beweisen. Die 18-jährige Felbermayr gewann in ihrer Debüt-Saison in der F1 Academy zuletzt ein Rennen in Montreal, in Spielberg ist die Frauenserie aber nicht zu Gast. Der 15-jährige Schaufler sammelt genauso wie Felbermayr in der spanischen Formel 4 wertvolle Rennkilometer und gehört seit Jahresbeginn nach Erfolgen in Kart-Serien als einziger Österreicher dem Junior Team von Red Bull an.

Werbung

(APA) / Foto: IMAGO