China will trotz Omikron „erfolgreiche“ Spiele ausrichten – Olympiasiegerin in langer Quarantäne

via Sky Sport Austria

Trotz der sich erstmals auch in China verbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus sollen die Olympischen Winterspiele in Peking wie geplant über die Bühne gehen. „Auf welche Schwierigkeiten und Herausforderungen wir auch immer stoßen mögen, unsere Entschlossenheit, erfolgreiche Spiele wie geplant auszurichten, bleibt fest und unerschütterlich“, sagte der Sprecher des Organisationskomitees, Zhao Weidong, am Dienstag vor Journalisten.

Durch die lokalen Omikron-Fälle, die am Wochenende in Pekings Nachbarstadt Tianjin registriert worden waren, soll sich an den ohnehin schon strengen Corona-Maßnahmen für die Spiele vorerst nichts ändern. „Sofern es in den Wettbewerbszonen nicht zu einem Großausbruch kommt, haben wir keine Anpassung der Gegenmaßnahmen geplant“, so Huang Chun, stellvertretender Direktor der Abteilung des Büros für Pandemieprävention.

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Die Zahl der Omikron Fälle in Tianjin stieg am Montag weiter auf nun 50 Fälle. Die Bewohner wurden aufgefordert, die Stadt nicht ohne triftigen Grund zu verlassen. Die schätzungsweise 100.000 Pendler, die im 100 Kilometer entfernt gelegenen Peking arbeiten, wurden aufgefordert, von Zuhause aus zu arbeiten. Die Hauptstadt errichtete Checkpoints, um den Zugang zu kontrollieren.

Gesundheitsämter rechneten mit weiteren Infektionen. Die hoch ansteckende Variante dürfte die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen. Epidemiologen sprechen in Staatsmedien von der „ersten echten Schlacht“ gegen Omikron in China.

Um das Virus nicht ins Land zu schleppen, werden alle Athleten und Teilnehmer der Olympischen Spiele ihren Aufenthalt in einer abgeschlossenen „Blase“ ohne Kontakt zur Bevölkerung verbringen. Die strengen Maßnahmen hatten bei einigen Sportlern bereits im Vorfeld der Spiele für Kritik gesorgt.

Snowboarderin Kummer geht in Peking in lange Quarantäne

Die Schweizer Snowboarderin Patrizia Kummer begibt sich vor den Olympischen Winterspielen in Peking in Quarantäne. Darüber informierte Swiss-Ski am Dienstag. Die ungeimpfte Eidgenossin reist diese Woche nach Peking und tritt dort eine 21-tägige Quarantäne an. Diese ist nötig, damit die 34-Jährige an den Olympischen Winterspielen teilnehmen darf. Allerdings ist Kummer noch gar nicht fix für die Spiele nominiert.

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„Nach meinem persönlichen Entscheid, mich nicht impfen zu lassen, ist die Quarantäne die logische Konsequenz. Ich respektiere die Regelungen der Behörden und des IOC. Nun möchte ich mich komplett auf meine sportlichen Ziele an den Olympischen Spielen in Peking konzentrieren – alles andere kann ich nicht beeinflussen“, sagte Kummer. Ob sie überhaupt von Swiss Olympic für die Winterspiele nominiert wird, steht zumindest formell noch nicht fest. Der offizielle Selektionsprozess der alpinen Snowboarderinnen beginnt nach den österreichischen Weltcups in Bad Gastein und Simonhöhe.

Die Goldmedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele 2014 wird die Quarantäne mit Ankunft des Alpin-Teams von Swiss-Snowboard verlassen dürfen. Im Falle ihrer Nominierung könnte sie sich dann dem Team in Peking anschließen.

Infektionsgefahr: Pekinger sollen sich bei Unfällen von Sportlern fernhalten

Aus Angst vor der Verbreitung des Coronavirus haben die Behörden der chinesischen Hauptstadt die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich im Falle eines Verkehrsunfalls von Teilnehmern der Olympischen Spiele fernzuhalten und ihnen auch nicht zu helfen. Hintergrund der ungewöhnlichen Warnung ist, dass die Winterspiele in Peking ab dem 4. Februar in einer abgeschotteten Blase stattfinden sollen.

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„Halten Sie bei einem Verkehrsunfall bitte einen Sicherheitsabstand ein, und kommen Sie nicht mit dem Fahrzeug und Personen im Fahrzeug in Kontakt“, hieß es in einer von Staatsmedien verbreiteten Mitteilung des Pekinger Verkehrsbüros, das dazu aufrief, auf professionelle Helfer zu warten, sollte es einen Unfall mit einem der Olympia-Fahrzeuge geben.

China verfolgt eine strikte Null-Corona-Politik. Daher soll verhindert werden, dass die aus aller Welt anreisenden Teilnehmer der Spiele in direkten Kontakt mit Bewohnern der chinesischen Hauptstadt kommen. Athleten, Journalisten und andere Olympia-Teilnehmer dürfen sich nur an bestimmten Orten wie Hotels und Wettkampfstätten aufhalten. Zwischen ihnen kommen spezielle Pendelbusse und Schnellzüge zum Einsatz.

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(APA).

Beitragsbild: Imago.