CL-Finale in Istanbul: Fünf Akteure im Fokus

Beim Champions-League-Finale zwischen Manchester City und Inter Mailand sind die Rollen klar verteilt. City geht als Favorit ins Duell am Samstag (ab 20 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 – streame das Spiel mit dem Sky X Traumpass) in Istanbul, Inter will seine Außenseiterchance nutzen. Es stehen einige Protagonisten im Mittelpunkt.

Pep Guardiola

Schafft er es diesmal? Seit 2011, als er ein zweites und letztes Mal mit dem FC Barcelona die Champions League gewann, läuft der spanische Trainer-Zampano dem Pokal vergeblich hinterher. Erst mit dem FC Bayern München, dann mit Manchester City. Vercoacht – so lautete der Vorwurf an den Mastermind nach wichtigen Spielen oft.

Sollte der 52-Jährige auch dieses Finale mit einer auf dem Papier klar besseren Mannschaft verlieren, dürfte sein Image als Genie erhebliche Kratzer bekommen. Durch den Meistertitel und den FA-Cup-Triumph sei die Saison zwar schon jetzt „unglaublich“, aber ohne den ganz großen Coup würde etwas fehlen, gab Guardiola zu.

https://www.skysportaustria.at/guardiolas-obsession-mancity-im-cl-finale-unter-druck/

Erling Haaland

52 Pflichtspieltore hat die norwegische Naturgewalt in ihrer Premierensaison für ManCity bereits erzielt. „Mein Ziel ist es, der Mannschaft dabei zu helfen, Titel zu gewinnen, indem ich möglichst viele Tore schieße“, sagte der Angreifer.

Seine Torrekorde auf der Insel haben den Berühmtheitsgrad des 22-Jährigen ein weiteres Mal größer werden lassen, „das Leben hat sich verändert“, wie der ehemalige Salzburger zugab. Nach einem Siegtreffer im Champions-League-Sieg wäre der Rummel um seine Person sicher noch größer.

llkay Gündogan

Ein Finale in seinem Lieblings-Wettbewerb ausgerechnet in der Heimat seiner Eltern, dazu noch als Kapitän seiner Mannschaft – das Spiel in Istanbul ist ohne Zweifel etwas ganz Besonderes für Ilkay Gündogan. „Ich glaube, ich muss dir nicht sagen, was es bedeuten würde, dann dort als Kapitän die Trophäe in den Händen zu halten“, sagte der Man-City-Profi im ZDF-Interview mit seinem früheren DFB-Teamkollegen Per Mertesacker.

In seinem dritten Champions-League-Finale will er endlich den Pokal gewinnen – es wäre womöglich ein Abschiedsgeschenk. Gündogans Vertrag läuft aus, andere Topclubs sind interessiert.

Schon zwei Finals verloren – Gündogan: “Motivation noch größer“

Hakan Calhanoglu

Es ist ohne Zweifel das größte Spiel in der Karriere des Hakan Calhanoglu: Finale in der Champions League, dazu in der Türkei – mehr geht nicht. Es sei „ein Traum“ und „magisch“, ausgerechnet in Istanbul um den wichtigsten Titel im europäischen Clubwettbewerb zu kämpfen, sagte der türkische Nationalspieler.

Der HSV- und Leverkusen-Profi spielt seit sechs Jahren in Italien, zuerst für den AC Milan und inzwischen für Inter. Der Halbfinalerfolg über den Stadtrivalen war für den Techniker auch deswegen etwas Besonderes. Bei den „Nerazzurri“ fühlt sich der gebürtige Mannheimer sehr wohl. „Diese Jungs, sie sind mehr als Freunde, sie sind Familie.“

ManCity gegen Inter am Samstag 20 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 – streame das Spiel mit dem Sky X Traumpass!

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Szymon Marciniak

Im Fußball heißt es: Ein Schiedsrichter ist dann gut, wenn er nicht auffällt. Über den Polen Szymon Marciniak sagt man, dass er ein richtig Guter seines Fachs ist – doch der 42-Jährige sorgte vor dem Finale für viel Aufsehen. In Medien wurde publik, dass Marciniak an einer Veranstaltung des Politikers Slawomir Mentzen von der rechtsnationalen und euroskeptischen Partei „Konfederacja“ als Gastredner teilgenommen hat.

Die UEFA entschied sich gegen eine Neubesetzung, weil sich der Schiedsrichter entschuldigt und versichert hatte, von der Verbindung zur rechtsextremen Bewegung nichts gewusst zu haben. Der Druck auf den FIFA-Schiedsrichter, der das WM-Finale in Katar zwischen Argentinien und Frankreich geleitet hatte, ist jedoch enorm.

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(APA)/Bild: Imago