Corona-Wirbel und wenig Punkte: RB Leipzig hofft auf schnelle Besserung
Viele Coronafälle, sportlich enttäuschend: Bei RB Leipzig ist von festlicher Stimmung nichts zu spüren. Immerhin wird am Freitag gespielt.
Die frohe Botschaft kam am frühen Morgen, von festlicher Stimmung war bei RB Leipzig vier Tage vor dem zweiten Advent dennoch nichts zu spüren. „Alle Spieler negativ“, lautete das mit Spannung erwartete Ergebnis einer PCR-Testreihe, die nach mehreren Corona-Fällen angeordnet worden war. Heißt: Das Spiel bei Union Berlin am Freitag (20.30 Uhr) kann – wohl – stattfinden, nach zwei Niederlagen in Folge erhält RB somit die schnelle Chance zur Wiedergutmachung.
Bei weiteren Corona-Fällen hatte die Gefahr bestanden, dass das Gesundheitsamt die Leipziger in Team-Quarantäne geschickt hätte. Mit gutem Grund: Derzeit befinden sich bereits Chefcoach Jesse Marsch und fünf Spieler (Peter Gulacsi, Willi Orban, Yussuf Poulsen, Hugo Novoa und Mohamed Simakan) wegen Corona in Isolation.
Am Dienstag war ein Schnelltest von Co-Trainer Achim Beierlorzer nach SID-Informationen ebenfalls positiv ausgefallen, erst die PCR-Tests brachten Entwarnung. Es folgten weitere Schnelltests am Mittwochmittag.
Weil der Klub durch die vielen Fälle gewarnt war und die Inzidenz in der Stadt Leipzig am Mittwoch bei 717,2 lag, ging RB nach den PCR-Tests auf Nummer sicher. Bevor das Team auf den Trainingsplatz zurückkehrte, warteten die Verantwortlichen das Ergebnis von zusätzlichen Schnelltests ab. Der zweite Co-Trainer Marco Kurth, der als Ersatz für den Ersatz parat stand, musste sich somit noch etwas gedulden.
Die Vorbereitung auf die richtungweisende Partie in Berlin lief durch den Corona-Wirbel zwar alles andere als ideal, am Freitag zählt dennoch nur ein Sieg. Schließlich läuft der Vizemeister nach den jüngsten Niederlagen in Hoffenheim (0:2) und gegen Leverkusen (1:3) den eigenen Ansprüchen hinterher.
Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte Leipzig nach 13 Spieltag satte 28 Punkte auf dem Konto, heute sind es zehn weniger. Selbst Gegner Union ist den Sachsen zwei Zähler voraus, Platz acht ist weit entfernt vom großen Ziel Champions League. Am 7. Dezember wird das RB-Team gegen Manchester City zum vorerst letzten mal die Königsklassen-Hymne hören. Auch das hat nicht gerade zu einer besinnlichen Stimmung am Cottaweg geführt.
Auch daher kann es für den neuen Trainer Jesse Marsch bei weiteren Rückschlägen durchaus ungemütlich werden – und genau jetzt darf der US-Amerikaner nicht einmal auf der Bank sitzen. Sollte er sich nicht noch freitesten können, muss Marsch erneut versuchen, so gut wie möglich aus der Corona-Quarantäne zu dirigieren. So wie gegen Leverkusen, als er über Beierlorzer die Auswechslung von Brian Brobbey veranlasste.
Eine Woche nach der Begegnung in Berlin folgt für RB bereits das Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach, ehe vor Weihnachten mit dem FC Augsburg und Arminia Bielefeld noch zwei Gegner aus der unteren Tabellenhälfte warten. Unter dem Baum sollten dann noch ein paar Pünktchen mehr liegen – oder der Winter wird richtig ungemütlich.
(SID) / Bild: Imago
