Damir Canadi: “Die Niederlage ärgert mich extrem”

via Sky Sport Austria
  • Franco Foda: “Ich bin heute mit meinen Spielern sehr zufrieden”
  • Stefan Hierländer: “Die Tabellenführung fühlt sich sehr gut an, aber wir müssen demütig sein”
  • Heribert Weber: “Die Fans von Sturm haben jahrelang auf so eine Mannschaft gewartet”

Der SK Sturm Graz gewinnt zum Auftakt der 6. Runde mit 3:1 (2:1) gegen den SCR Altach. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

SK Sturm Graz – SCR Altach 3:1 (2:1)

Schiedsrichter: Andreas Heiß

 

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…über das Spiel: „Man hat schon gemerkt, dass wir in der zweiten Hälfte ziemlich in der Defensive waren, es ist auch sehr warm, das hat auch mitgespielt. Aber das ist egal, wir haben 3:1 gewonnen, drei Punkte gemacht und das ist wichtig.“

…über die Tabellenführung: „Das fühlt sich sehr gut an, aber wir wissen ganz genau, dass wir demütig sein müssen, weiterarbeiten müssen und dann kann der Weg gut ausschauen bis zum Ende der Saison. Aber wir wissen das ganz genau einzuordnen, wir werden weitermachen und am Ende der Saison werden wir wissen, wie es ausschaut.“

 

(Trainer ):

…über das Spiel: „Ich bin heute mit meinen Spielern sehr zufrieden. Wir sind sehr schlecht gestartet und durch einen individuellen Fehler in Rückstand geraten, wir wissen, dass Altach dann sehr kompakt spielen kann. Wir sind dann sehr gut zurückgekommen, man hatte nie das Gefühl, dass wir aus der Spur gekommen sind und sind verdient in Führung gegangen. Aber nach der Halbzeit war Altach vor allem in den ersten 30 Minuten klar die bessere Mannschaft und wir hatten Glück, dass wir nicht den Ausgleich bekommen haben.“

…über die Form der Mannschaft: „Wir haben eine Hälfte gut gespielt, aber es spricht auch für die Mannschaft, dass sie nach so einer Schwächeperiode in der zweiten Halbzeit noch einmal zurückkommt und das 3:1 erzielt. Es gab Phasen im Spiel, in denen wir Glück hatten.“

 

(Geschäftsführer Sport ):

…über mögliche Spielerverkäufe: „Zuerst muss ich dem Trainerteam ein Kompliment machen, es ist eine große Aufgabe so viele neue Spieler in eine Mannschaft zu integrieren. Es ist nicht so, dass irgendjemand kein Leiberl hat, wir wissen wie der Fußball ist, wie schnell es mit Verletzungen, Sperren, Formschwächen notwendig sein kann viele gute Spieler zu haben, wie zum Beispiel Andi Gruber. Solange kein Spieler von sich aus auf mich zukommt werden wir als Sturm Graz nicht aktiv werden, weil wir froh sind über den guten und breiten Kader.“

 

(Präsident ):

…über die Veränderungen in der Geschäftsführung: „Mit Gerhard Goldbrich hatten wir schon Kontinuität auf dieser Ebene, aber er hat für sich selbst auch seinen Lebensweg entschieden, er kam aus dem Mediengeschäft und ist dort retour gegangen, das ist auch zu respektieren. Es scheint so, dass die Mischung jetzt aufgeht, Thomas Tebbich ist jetzt auch dazugekommen, aber man muss als Präsident auch ein wenig vorsichtig sein, bei aller Euphorie. Wir spielen heute die 6. Runde und eine gesamte Saison geht über 36.“

…über den neuen Geschäftsführer Wirtschaft Tebbich: „Er ist deshalb eine sehr gute Wahl, weil er einerseits Spitzensportler ist, er kennt Leistung, er weiß was der Druck bedeutet. Er war in den letzten Jahren nicht nur national, sondern auch international im Sportmarketing tätig und wir hoffen, dass die Mischung passt.“

…über die Kaderzusammenstellung: „Es sind viele Spieler dabei, die sich Franco Foda gewünscht hat, dieses Mal ist vieles aufgegangen. Er hat gemeinsam mit Günter Kreissl etwas geschaffen, bei dem beide mutig waren und es durchgezogen haben, ob es funktioniert oder nicht, weil sie dran glauben. Das ist spürbar, dieser Wille, die Motivation und es macht Spaß zu sehen, dass das aufgeht.“

 

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…über seinen Tritt auf den Knöchel des am Boden liegenden Edomwonyi: „Der Schiedsrichter ist der einzige, der hier eine negative Stimmung reinbringt. Das ist ein Fußballspiel, man konzentriert sich auf den Ball, will den Ball spielen und läuft dann dort, wo der Fuß hinsoll.“

 

(Trainer ):

…über das Spiel: „Wir kommen eigentlich perfekt ins Spiel, das 1:0 war ein Geschenk des Gegners. Das ist alles, was man sich wünscht und dann kommt ein altes Leiden, weil wir versuchen nur über den Konter zu spielen, dem Gegner das Spiel übergeben. Nichtsdestotrotz erarbeiten wir uns auch Chancen, auch im Rückstand, aber solche Situationen muss man nutzen, wenn man vorne sein will. Darum tut es mir heute extrem weh, ob wir gut gespielt haben oder nicht, es ist einfach ärgerlich. Wir haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, wie man gegen Sturm spielen muss, sie haben überhaupt keine Torchance mehr kreieren können. Es ärgert mich extrem, weil viel mehr drin war für uns.“

…über die Entwicklung seiner Mannschaft: „Wir sind in der Entwicklung im dritten Jahr in der Bundesliga, ich kann mich nicht erinnern, dass wir gegen Sturm einmal so aufgetreten sind wie heute. Wir müssen uns noch in der Mentalität verbessern, damit wir solche Spiele gewinnen können. Gerade wenn man 1:0 führt muss man cleverer sein, das haben wir in der zweiten Halbzeit hervorragend gemacht. Da trauen wir es uns dann, wenn wir mit dem Rücken zur Wand sind, aber man muss auch von der ersten Sekunde bereit sein für solche Situationen.“

…über das Auftreten der Mannschaft: „Wenn man das Auftreten der Mannschaft sieht, dann mache ich mir keine Sorgen über die zwei Niederlagen. Wir sind jetzt da vorne, wir wollen mitmischen, wir sind bereit, wenn einer schwächelt. Wir hatten jetzt zwei schwierige Auswärtsspiele, die bekommen wir das nächste Mal zuhause und da werden wir auch unser Gesicht zeigen. Zuhause sind wir bärenstark in die Saison gestartet, aber wenn wir auswärts weiter so auftreten, dann werden wir auch unsere Punkte machen und das stimmt mich sehr zuversichtlich.“

 

(Sportdirektor ):

…über die Verpflichtung von Oberlin: „Wir hatten schon vor zwei Monaten die Idee ihn zu holen, aber zu diesem Zeitpunkt war das nicht spruchreif. Aber durch den überraschenden Abgang von Topcagic mussten wir reagieren und wir haben noch einmal versucht Salzburg zu überzeugen. Großer Dank, dass sie uns sehr entgegengekommen sind und es war auch wichtig den Spieler und den Manager zu überzeugen, dass Altach eine gute Plattform ist für den Spieler sich weiterzuentwickeln.“

 

(Sky Experte):

…über Altach: „In Altach wurde in den letzten Jahren sehr viel bewegt, der Verein zeigt sich immer weiter oben. Sie waren in den letzten zwei Jahren auch einmal international dabei, das ist ja auch etwas Unglaubliches, das im kleinen Vorarlberg ein Verein tätig ist, der in der Bundesliga ein großartiges Bild abgibt und das ist auch sehr wichtig für den Nachwuchs.“

…über den Tritt von Netzer auf den Knöchel des am Boden liegenden Edomwonyi: „Das wäre eigentlich Elfmeter gewesen neben Rot, da hat er sehr viel Glück, dass der Schiedsrichter anscheinend ganz woanders hingeschaut hat.“

…über die Altacher Leistung: „Wir haben eine Altacher Mannschaft gesehen, die sehr dominant aufgetreten ist, die sehr gut über die Flanken gespielt hat, immer wieder zu Kopfballchancen gekommen ist, aber nicht konzentriert genug war. Da fehlt einfach der Nachdruck, es waren Möglichkeiten vorhanden den Ausgleich zu erzielen, Sturm war in dieser Phase in der Abwehr nicht vorhanden.“

…über Hierländer: „Für mich ist es wirklich überraschend, wie er in dieser Saison auftritt. Er hat einige Tore exzellent vorbereitet, heute hat er das erste Mal selbst eines erzielt. Er ist wirklich sehr gut angekommen in der Mannschaft, egal in welcher Position er auftritt und er macht sehr viel aus dem, was er hat.“

…über die Stimmung in Graz: „Die Fans haben jahrelang auf so eine Mannschaft gewartet, die auch in der Schwächephase in der zweiten Hälfte gezeigt hat, dass sie bereit ist um diesen Sieg zu kämpfen. Das hat es schon lange nicht mehr gegeben, eine Mannschaft, die kämpft, läuft und zusätzlich noch eine gewisse Qualität ausspielt. Da kann schon was entstehen.“

 

(Sky Experte):

…über Altach: „Aus meiner Sicht ist Altach die Mannschaft, die nach den großen Vier Salzburg, Rapid, Austria und Sturm diesen Platz 5 auf Dauer innehalten kann. Sie investieren viel in die Infrastruktur, dazu stellen sie sich auf Sponsorebene breit auf. Das sind alles Dinge, die Nachhaltigkeit erwirken.“

…über die Altacher Leistung: „Altach muss sich zwei Dinge vorwerfen. Das eine ist, dass sie nach dem 1:0 nicht die Ruhe reinbekommen haben, um das Ergebnis vielleicht länger zu halten und ein zweites Tor aus dem Konter machen. Das zweite, was sie sich vorwerfen müssen, ist, dass sie diese gute Leistung nicht in Tore umgemünzt haben, weil es genug Möglichkeiten gegeben hat.“