Dank Götze: Frankfurt weiter auf CL-Kurs
Trainer Dino Toppmöller schloss seinen entkräfteten Matchwinner Mario Götze in den Arm. Durch seinen Siegtreffer beim 1:0 (0:0) gegen den VfB Stuttgart liegt Eintracht Frankfurt in der deutschen Bundesliga weiter auf Königsklassen-Kurs. Davon ist Vizemeister Stuttgart weit entfernt. Trainer Sebastian Hoeneß diskutierte nach dem Abpfiff aufgebracht mit Schiedsrichter Deniz Aytekin.
Um die Rote Karte gegen Ameen Al-Dakhil (57.) nach einer Notbremse kann es eigentlich nicht gegangen sein, da lag Aytekin richtig. „Es ist natürlich kein Vorteil, wenn wir dann mit zehn Mann spielen müssen“, sagte Nationaltorhüter Alexander Nübel bei Sky und räumte ein: „Die kann man schon geben.“
Stuttgart in Unterzahl
Götze nutzte die Überzahl zum entscheidenden Tor (70.) und erlöste seine Mannschaft, die ihre Heimstärke zuletzt etwas verloren und zwei Liga-Niederlagen nacheinander im Waldstadion kassiert hatte. „Das war ein wichtiger Sieg für uns. Wir haben noch intensive Wochen vor uns“, sagte Götze.
Der FSV Mainz 05 könnte Frankfurt mit einem Erfolg am Sonntag bei Borussia Dortmund (17.30 Uhr) zwar wieder auf Rang vier verdrängen, doch die Champions League rückt immer näher. Die Stuttgarter treten im Tabellenmittelfeld hingegen auf der Stelle und verlieren vor dem Halbfinale im DFB-Pokal am Mittwoch gegen Leipzig zunehmend den Anschluss an die Europapokal-Ränge.
VIDEO-Highlights: Eintracht Frankfurt – VfB Stuttgart
Auch ohne Shootingstar Nick Woltemade, der bei Stuttgart nach seinem Dreierpack unter der Woche für Deutschlands U21 zunächst auf der Bank saß, erwartete die Eintracht viel Offensivpower beim Gegner. „Der VfB hat mehr Qualität als nur einen Nick Woltemade“, sagte Toppmöller vor dem Anpfiff und freute sich auf „eine geile Aufgabe“.
Die Gäste starteten besser. Jamie Leweling (2.) scheiterte an Torhüter Kauã Santos, der erneut Kevin Trapp vertrat. Wenig später verzog Enzo Millot knapp (7.). Aus dem Nichts ergab sich die Riesenchance für die Eintracht. Ansgar Knauff setzte sich gegen Maximilian Mittelstädt durch und lief plötzlich allein auf Nübel zu, umkurvte ihn – doch Mittelstädt verhinderte per Grätsche den Rückstand. Nach der anschließenden Ecke unterlief Finn Jeltsch beinahe ein Eigentor.
Die Partie kühlte dann etwas ab, beide Mannschaften verteidigten gut und ließen kaum Kombinationen in gefährlichen Räumen zu. Stuttgart allerdings bot dem Gegner durch Unaufmerksamkeiten immer wieder etwas an. Nach einer solchen bediente Nathaniel Brown Sekunden vor dem Pausenpfiff den früh eingewechselten Nnamdi Collins, der drüber köpfte. Kurz nach Wiederanpfiff schoss Collins über das leere Tor, nachdem Nübel aus dem Tor gestürmt war.
Die Frankfurter legten plötzlich einen Gang zu, nach einem Pfostentreffer von Hugo Ekitiké setzte der überraschte Götze aus wenigen Metern den Nachschuss drüber. Der Aufwand wurde belohnt, als Al-Dakhil den durchgestarteten Ekitiké als letzter Mann nur noch per Foul stoppen konnte und dafür folgerichtig Rot sah.
Frankfurt drückte nun, eine Kopie der Chance zuvor brachte den umjubelten Treffer: Wieder stand Götze nach einem Pfostentreffer richtig, diesmal behielt er die Nerven.
(SID/Red.)
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