Daran hängt der Sommer-Deal mit Bayern

Die Uhr tickt, denn noch immer hat der FC Bayern keinen Nachfolger für Manuel Neuer gefunden. Der Bayern-Kapitän wird nach seinem Unterschenkelbruch monatelang ausfallen.

Die Verantwortlichen der Münchner lassen sich bewusst Zeit bei der Neuer-Nachfolge und wollen nichts überstürzen, denn auch sie wissen: Nichts ist aktuell schwieriger als eine gesetzte Nummer eins zum deutschen Rekordmeister zu lotsen.

Deshalb zieht sich auch der Poker um Yann Sommer. Der 34 Jahre alte Schweizer steht ganz oben auf Bayerns Wunschliste, zumal die AS Monaco Alexander Nübel derzeit keine Freigabe für einen Wechsel erteilt.

Sommer hat den Bayern bereits signalisiert, dass er im Winter kommen würde. Ohnehin hat er nicht vor, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Borussia Mönchengladbach zu verlängern.

Allerdings müssen die Gladbacher um Sportdirektor Roland Virkus erstmal einen passenden Nachfolger finden und stecken ebenfalls inmitten eben jener Suche. Wie in Transfer Update – Die Show am Montag berichtet, wurde Virkus zuletzt Mathew Ryan angeboten. Australiens Nummer eins nahm zuletzt an der WM in Katar teil und kann den FC Kopenhagen aufgrund einer Ausstiegsklausel im Bereich der 500.000 € im Winter verlassen. Die Gladbacher beschäftigen sich mit dem 30 Jahre alten Routinier, mehr ist es derzeit aber noch nicht. Die Borussia hat weitere Kandidaten im Blick. Darunter Yvon Mvogo vom FC Lorient.

Muss Sommer bis Sommer bleiben?

Nach Informationen von Sky wollen die Gladbacher das Geld für Sommer in dessen Nachfolger investieren. Doch noch ist unklar, welchen Preis Virkus für seinen Führungsspieler aufrufen wird. Solange der aktuelle Tabellen-8. der Bundesliga keinen Nachfolger gefunden hat, solange wird auch Sommer keine Freigabe erhalten. Gut möglich sogar, dass er bleiben muss, wenn Virkus keinen passenden Ersatz-Mann findet. Es ist ein Szenario, was vereinsintern diskutiert wird. Daher ist es aktuell auch unwahrscheinlich, dass der Neuer-Nachfolger bereits Teil des Bayern-Kaders ist, der am 6. Januar ins Trainingslager nach Katar aufbrechen wird. Denn der Sommer-Poker zieht sich.

Kevin Trapp ist indes kein heißes Thema an der Säbener Straße. Die BILD meldete zuletzt, dass sich die Bayern bei Trapp gemeldet hätten und der Nationaltorwart offen für einen Wechsel nach München sei. Daraufhin konterte Eintracht-Boss Markus Krösche im „Wiesbadener Kurier“: „Das ist eine von den Beratern fingierte Geschichte, völliger Blödsinn.“

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(sport.sky.de)/Bild: Imagp