„Das geht zu weit“ – Kühbauer verweigert Senft den Handschlag

Der LASK steht im Cupfinale – doch im Mittelpunkt stand nach dem 2:1-Erfolg nach Verlängerung bei der SV Ried vor allem eine Szene nach dem Schlusspfiff: Trainer Dietmar Kühbauer verweigerte seinem Gegenüber Maximilian Senft demonstrativ den Handschlag.

Kühbauer erklärte danach deutlich, warum er so reagierte: „Senft ist permanent beim Schiedsrichter. Er hat die Mannschaft aufgefordert, eine Rudelbildung zu machen. Das geht zu weit für mich.“

Senft: „Habe ich noch nie erlebt“

Senft zeigte sich darüber irritiert: „Wenn ich Verlierer bin, ist mein Weg zum gegnerischen Trainer zum Handshake, so habe ich das gelernt bekommen. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Trainer den Handshake verweigert. Es gab auch während dem Spiel nichts zwischen uns. Aber es kann sich jeder sein eigenes Bild dazu machen.“

Sportlich hatte sich der LASK am Mittwoch im oberösterreichischen Halbfinale knapp durchgesetzt. Ein Kopfball des kurz davor eingewechselten Lukas Kacavenda wurde vom Rieder Nikki Havenaar in der 108. Minute ins eigene Tor abgelenkt. Fabian Rossdorfer hatte Ried in der 49. Minute in Führung gebracht, Samuel Adeniran glich keine eineinhalb Minuten später aus.

Trotz des Finaleinzugs zeigte sich Kühbauer selbstkritisch: „Wir sind im Finale, aber ich sage ganz ehrlich: Das war eines der schlechteren Spiele meiner Mannschaft. Es hat mit Fußball nichts zu tun gehabt. Es war nur hoher Ball, Standard, Standard. Wir haben das nicht gut gemacht, aber sind trotzdem im Finale. Das zählt.“

Gleichzeitig überwog die Freude über den Erfolg: „Es ist ein wunderbares Gefühl, in Ried zu gewinnen. Wir sind im Finale, das ist das Allerschönste.“

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Artikelbild: GEPA