Das Play-off der Frauen-WM erklärt

Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam startet als viertbester Gruppenzweiter ins Play-off zur WM 2023 in Australien und Neuseeland. Das Abschneiden in der Qualifikation hat große Relevanz im Kampf um ein Fixticket für die Endrunde. Von den drei Play-off-Siegern lösen nämlich nur zwei ihre Fahrkarten für die Weltmeisterschaft, das dritte Team hat die Chance sich über den Umweg Interkontinental-Play-off im Februar 2023 in Neuseeland zu qualifizieren.

Die beiden Punktbesten machen am Ende das Rennen, wobei auch die Ergebnisse der zweiten Play-off-Runde in die Wertung hineinfließen. Für einen Sieg nach regulärer Spielzeit als auch nach Verlängerung gibt es dabei drei Punkte. Setzt sich ein Team nach dem Elfmeterschießen durch, gibt es nur einen Zähler für das Remis. Österreich muss also etwa darauf hoffen, dass Island im Erfolgsfall nicht nach 120 Minuten gewinnt, um noch an dem Konkurrenten vorbeiziehen zu können. Die Schweiz kann gar nicht mehr eingeholt werden.

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Zuerst gilt es aber erst einmal die erste Hürde zu meistern. Da die drei besten Gruppenzweiten zum Auftakt ein Freilos haben, werden die Ergebnisse der 1. Play-off-Runde für die Endabrechnung nicht gewertet. In der zählt zuerst die Punkteanzahl, dann in der Folge die Tordifferenz, geschossenen Tore, geschossenen Auswärtstore, Anzahl der Siege, Anzahl der Auswärtssiege. Sollte da noch immer alles gleich sein, wird die Disziplinarwertung (Rote und Gelb-Rote Karte: 3 Punkte, Gelbe Karte: 1 Punkt) relevant und im letzten Fall würde die höhere Position im UEFA-Koeffizienten-Ranking, das für die Quali-Auslosung herangezogen worden war, den Ausschlag geben.

Das Interkontinental-Play-off geht dann zwischen 17. und 23. Februar 2023 in Neuseeland über die Bühne, wobei zehn Teams um die letzten 3 WM-Startplätze kämpfen. Abgesehen vom europäischen Vertreter stehen alle Teilnehmer schon fest. Das sind Chinese Taipei und Thailand (AFC), Kamerun und Senegal (CAF), Haiti und Panama (CONCACAF), Chile und Paraguay (CONMEBOL) sowie Papua Neu Guinea (OFC). Ausgelost werden zwei Dreiergruppen und eine mit vier Teams. Die Setzung für die Auslosung erfolgt nach dem FIFA-Ranking. In den Dreierpools haben die gesetzten Teams zuerst ein Freilos (absolvieren zu dem Termin allerdings ein verpflichtendes Testspiel) und stehen direkt im „Endspiel“.

Ranking der besten Gruppenzweiten nach dem Ende der Qualifikationsphase zur WM 2023:

1. Schweiz (Gruppe G) – 19 Punkte/23:4-Tore (+19)

2. Island (Gruppe C) – 18 Punkte/25:3-Tore (+22)

3. Irland (Gruppe A) – 17 Punkte/26:4-Tore (+22)

4. ÖSTERREICH (Gruppe D) – 16 Punkte/34:6-Tore (+28)

5. Belgien (Gruppe F) – 16 Punkte/30:7-Tore (+23)

6. Schottland (Gruppe B) – 16 Punkte/22:13-Tore (+9)

7. Portugal (Gruppe H) – 16 Punkte/18:9-Tore (+9)

8. Wales (Gruppe I) – 14 Punkte/13:5-Tore (+8)

9. Bosnien-Herzegowina (Gruppe E) – 11 Punkte/9:17-Tore (-8)

Europa-Play-off – 1. Runde (6. Oktober):

Schottland – ÖSTERREICH, Portugal – Belgien, Wales – Bosnien-Herzegowina

2. Runde (11. Oktober):

ÖSTERREICH/Schottland – Irland, Portugal/Belgien – Island, Schweiz – Wales/Bosnien-Herzegowina

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(APA) / Bild: GEPA