Das war Jakob Pöltls erste NBA-Saison

Für Jakob Pöltl ist seine erste NBA-Saison in der Nacht auf Montag zu Ende gegangen. Ohne den verletzten Kyle Lowry  waren Pöltls Toronto Raptors gegen LeBron James und die Cleveland Cavaliers chancenlos. Der Wiener darf trotzdem stolz auf seine erste Spielzeit in der besten Basketball-Liga der Welt zurückblicken.

Pöltl von den Raptors gedraftet

In der Nacht auf den 24. Juni hat Pöltl erstmals rot-weiß-rote Sportgeschichte geschrieben. Nach zwei Jahren an der University of Utah wurde der damals 20-Jährige als erster Österreicher von einem NBA-Team gedraftet. An neunter Stelle ging Pöltl an die Toronto Raptors.

 

NBA-Debüt gegen Detroit

Am 27. Oktober trug sich Pöltl erneut in die Geschichtsbücher ein. Beim 109:91-Sieg von Toronto über die Detroit Pistons kam er 12:47 Minuten zum Einsatz und feierte sein NBA-Debüt. Es sei ein “cooles Gefühl” gewesen, sagte er.

 

Pöltl beim Rookie-Singen der Raptors

Als Rookie musste sich Pöltl auch abseits des Parketts seinen Ruf innerhalb seiner Mannschaft erarbeiten. Beim traditionellen Rookie-Singen der Raptors durfte der Wiener sein Gesangstalent unter Beweis stellen – unter dem Korb fühlt sich Pöltl dann doch wohler.

 

Pöltl steht erstmals in der Starting-Five

Pöltl bekam gleich zu Beginn der Saison viele Einsatzminuten. Als Center Jonas Valanciunas verletzt ausfiel, stand der Wiener in seinem sechsten NBA-Spiel erstmals in der Anfangsformation der Toronto Raptors. Die Kanadier unterlagen den Sacramento Kings 91:96. Der 2,13 Meter große Center steuerte sechs Punkte, vier Rebounds und seine ersten zwei Assists überhaupt bei. Wegen zweier rascher Fouls dauerte seine Premiere als “Starter” vorerst nur 4:21 Minuten.

 

Pöltl punktet dreimal zweistellig

Mit der Rückkehr des Litauers Valanciunas gingen Pöltls Einsatzminuten wieder zurück. Im Laufe der Saison duellierte er sich mit dem Brasilianer Lucas Nogueira um die Position des Backups für Valanciunas. Pöltl lernte von Partie zu Partie hinzu und passte sein Spiel an die NBA an. Dreimal scorte er in seiner ersten Sasison zweistellig. Überzeugen konnte er aber vor allem mit seinem Spiel ohne Ball.

 

„Austrian Hammer“

Seinen spektakulärsten Highlight-Spielzug zeigte Pöltl Anfang Dezember gegen die Altanta Hawks, als er den Ball mit einem Steal eroberte und danach per Slam-Dunk im Korb versenkte.

 

Pöltl punktet in den Playoffs

Mit 51 Siegen und 31 Niederlagen qualifizierten sich die Raptors als Dritter der Eastern Conference für die Playoffs. Auf dem Weg dorthin ließ Pöltl seinen Konkurrenten Nogueira hinter sich. 54 Mal kam der Wiener im Grunddruchgang zum Einsatz, sechs weitere Spiele kamen in den Playoffs dazu. Insgesamt kam Pöltl 652 Minuten (626 plus 26) zum Einsatz und verbuchte 175 Punkte (165 plus zehn) sowie 177 Rebounds (165 plus zwölf). Im Grunddurchgang waren 25:34 Minuten bei den San Antonio Spurs Anfang Jänner die längste Spielzeit.

 

Insgesamt spielte Pöltl eine solide erste Saison in der NBA, die mit einer 0:4 in der Serie gegen Meister Cleveland in den Conference-Semifinals endete. Alle rot-weiß-roten Basketball-Fans dürfen sich auf jede Menge weitere Highlights von „Big-Yak“ in der besten Basketball-Liga der Welt freuen.

Pöltls Stats im Überblick

Spiele: 54 (Grunddurchgang) / 6 (Playoffs)

Starting-Five: 4 / 0

Minuten pro Spiel: 11,6 / 4,3

Punkte: 165 (FG: 0,583 %) / 10 (FG: 0,455 %)

Rebounds: 165 / 12

Assists: 12 / 0

Blocks: 20 / 1

Steals: 17 / 1

Fouls: 113 / 3

Turnovers: 29 / 0

 

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