Daum über erste Linzer-Linie: „Die stärkste Linie der Liga“

via Sky Sport Austria
  • Bernd Wolf über Rob Daum: „Das macht er richtig gut“
  • Tom Rowe: „Kickert hat überragend gespielt“
  • Gerald Rauchenwald (Sportvorstand VSV): „Blick in die Zukunft vom Budget her nicht möglich“

EC Panaceo VSV verliert 2:5 gegen EHC Liwest Black Wings Linz. Die wichtigsten Stimmen zur Partie bei Sky X.

EC Panaceo VSV – EHC Liwest Black Wings Linz 2:5

Rob Daum (Head Coach EC Panaceo VSV):
…über die Niederlage: „So etwas passiert im Leben und es war heute nicht genug. Linz war einen Schritt schneller heute. Unser zweites Tor hat uns Momentum zurückgegeben, aber dann fiel gleich das 2:4. Wir sind es nicht gewohnt, drei Spiele in Serie zu spielen. Wir haben heute nicht den Job zu hundert Prozent erfüllt. Für mich ist das (die erste Linie von Black Wings Linz) die stärkste Linie der Liga. Alle sind in der Topscorerwertung weit vorne.“

…über die mögliche Playoff-Qualifikation: „Wenn wir Freitag gewinnen, sind wir durch. Man muss den Mittelweg finden, nicht zu enttäuscht sein, wenn man verliert und nicht zu euphorisch, wenn man gewinnt. Wichtig ist, dass man den Fokus behält.“

Bernd Wolf (EC Panaceo VSV):
…über das Spiel: „Wir waren am Anfang nicht aktiv genug, obwohl wir Chancen kreiert haben. Am Schluss haben wir nochmal alles versucht, um das Spiel umzudrehen. Kickert war unglaublich heute, muss man zugeben. Wir hatten gestern frei, also sollte jeder frisch sein. Vielleicht wollten wir es oft zu schön probieren – das hat uns gekillt heute.“

…über Rob Daum: „Wie ich ihn einschätzen kann, ist er ein sehr ruhiger Typ, auch wenn wir mal nicht so gut spielen. Das macht er richtig gut.“

Gerald Rauchenwald (Sportvorstand EC Panaceo VSV):
…über den Trainerwechsel: „Es hat immer wieder Probleme mit der Mannschaft gegeben, weil er zu hart zur Mannschaft war. Wir wollten aber nicht eingreifen, solange der erfolgreiche Weg bestritten wird – wir sind Sechster geworden im Grunddurchgang. Aber dann hat er noch mehr die Zügel schleifen lassen und nach den zwei Niederlagen mussten wir reagieren. Wir haben dann gesagt, jetzt oder nie und haben, glaube ich, eine gute Entscheidung getroffen. Er hat die Mannschaft wirklich fit gemacht, hat aber selbst dann, wenn sie gewonnen haben, immer nur die Fehler gesucht und das geht auf Dauer nicht gut. Jetzt, wo der Trainer weg ist, spielen sie befreit auf – sie sind die Leinen los.“

…über mögliche Zukunftsperspektiven bei VSV: „Ein Blick in die Zukunft ist von Villacher Seite vom Budget her nicht möglich. Wir müssen schauen, dass wir von Jahr zu Jahr eine gute Mannschaft lukrieren und dass es bergauf geht. Ich habe momentan keine Stimme für und keine gegen Rob Daum und wir schauen uns neutral an, wie die Mannschaft mit ihm zurechtkommt und dann entscheiden wir nach der Saison.“

…über das Interesse des VSV an den von KAC abgemeldeten Spielern: „Wir hätten die Spieler gerne gehabt, wenn sie der KAC freigegeben hätte. Als Fan und Eishockeybeobachter kann ich sagen, das verstehe ich nicht wirklich. Man merkt auch, die Öffentlichkeit steht nicht hinter der Entscheidung des KAC.“

…über den Genesungsprozess seines Sohnes: „Er ist in guter ärztlicher Betreuung. Sie teilen das Training gut ein, dass sich das Immunsystem gut erholen kann. Er ist schon wieder am Eis und das Kontrollnetz ist sehr eng. Wir schauen von Periode zu Periode.“

Tom Rowe (Head Coach EHC Liwest Black Wings Linz):
…über das Spiel: „Das war kein 5:2-Spiel, sondern ein deutlich engeres Spiel. Wie schon die gesamte Saison über war der VSV sehr wettbewerbsfähig. Kickert hat überragend gespielt und auch Maxwell hatte einige gute Saves. Es war eine harte Saison bis jetzt und wir hatten viel Ups und Downs. Wir hatten unglaublich tolle Spiele, aber manchmal fallen wir einfach in den Tiefschlaf.“

David Kickert (EHC Liwest Black Wings Linz):
…über das Spiel: „Wir haben schon in Linz ein gutes Spiel gespielt, aber nicht über 60 Minuten, das haben wir heute besser durchgezogen.“

…über die Goalie-Frage in Linz: „Es ist die Entscheidung des Trainers, er ist verantwortlich für die Mannschaft und das muss man respektieren. Er stellt die Mannschaft auf, wo er glaubt, dass sie im Moment die beste Chance hat zu gewinnen und es hat die letzten Spiele gut funktioniert.“

Florian Iberer (Sky Experte):
…über das Spiel: „Es war ein Spiel, das mehr Kampf und Krampf war. Das spielerische Element war eher im Hintergrund, aber es waren tolle Zweikämpfe und auch was fürs Auge dabei. Die Linzer haben relativ simpel das Spiel kontrolliert. Die Villacher haben mehr versucht und auch mehr Fehler gemacht. Das ist ein mentaler Faktor für mich.“

…über die Punkteregelung und deren Folgen beim Goalie-Neuzugang zu KAC: „Es ist eine ganz schwierige Situation. Ich verstehe, dass ein Manager die Aufgabe hat, die beste Mannschaft aufs Eis zu schicken. Wenn man so einen Spieler bekommen kann, warum sollte man es nicht machen, aber dass dafür drei österreichische Spieler im Farmteam spielen müssen, ist natürlich eine sehr bittere Pille. Auf der anderen Seite hatten die drei Spieler eine ganze Saison Zeit, sich ins Rampenlicht zu spielen und haben es aus irgendeinem Grund nicht geschafft, die Gunst des Trainers zu finden. Immer wenn die Punkteregelung im Spiel ist, ist es in Österreich ein Riesenthema. Die Liga muss sich überlegen, welche ihre Position dazu ist.“