“Dein Verein – Double Check” – Runde 1 – die ganze Sendung zum NACHSEHEN

via Sky Sport Austria

Guido Friedrich und Sky-Experte Alfred Tatar analysieren gemeinsam die 1. Runde der ADMIRAL Bundesliga. Dieses Mal zu Gast sind: SK Sturm Graz-Trainer Christian Ilzer und Mario Sonnleitner, Ex-Rapid und Neo-Hartberg-Verteidiger.

Die ganze Sendung zum Nachsehen:

Alle Stimmen zu „Dein Verein“:

Mario Sonnleitner (TSV Egger Glas Hartberg):
…angesprochen auf seine emotionale Verabschiedung von Rapid: „Es war wirklich ein sehr emotionales Spiel für mich, es war sehr aufregend und wunderschön. Ich habe versucht, mich darauf vorzubereiten, aber man kann sich auf solche Dinge nicht wirklich vorbereiten. Der Abschied von den Fans war einfach großartig. Ich habe versucht, bei mir zu bleiben, weil es geht ja trotzdem noch um ein Fußballspiel. Es ist wunderschön, was die Fans für mich gemacht haben und bin ihnen ewig dankbar. Trotzdem habe ich dann 90 Minuten Fußball spielen müssen und habe versucht, schnell wieder zu mir zu kommen und im Fokus zu sein.“

…angesprochen auf seine Highlights mit Rapid: „Die Europacup-Abende waren immer glorreich. Als ich im ersten Jahr gekommen bin, haben wir wieder Aston Villa geschlagen und ich durfte auch ein Tor besteuern. Das war unglaublich, wie wir am Flughafen empfangen worden sind. Sowas habe ich noch nie erlebt. Da waren 2500 Fans beim Gepäcksband in Schwechat. Das war phänomenal. Und dann die ganzen Europacupspiele. Da haben wir einige coole Spiele gehabt, die bleiben am meisten in Erinnerung. Leider durfte ich keinen Titel feiern.“

…auf die Frage, wie eigenartig dann das Spiel gegen Rapid war: „Wie ich bei Hartberg unterschrieben habe und den Spielplan angeschaut habe, habe ich schmunzeln müssen, dass es schnell wieder nach Hause geht. Aber es hat mich sehr gefreut. Ich war voller Tatendrang und motiviert. Es war toll.“

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…zum Spiel gegen Rapid: „Wir haben uns einen Plan zurechtgelegt, haben versucht sie schon vorne zu stören, weil wir gewusst haben, wenn wir sie ins Rollen kommen lassen, dann sind sie schwer zu halten. Wir haben es perfekt umgesetzt.“

…auf die Frage, wie ein möglicher Treffer gegen Rapid von ihm bejubelt worden wäre: „Jubeln hätte ich nicht können, weil Rapid mir natürlich am Herzen liegt. Aber es wäre echt zu kitschig gewesen.“

…angesprochen auf seinen neuen Trainer Kurt Russ und über seinen Eindruck: „Gut. Ein kommunikativer Trainer, der wirklich alle bei sich hält und das ,WIR-Gefühl´ schafft, der wirklich was mit uns gemeinsam erreichen will. Wir in der Kabine halten zusammen, das ist das Wichtigste. Nur so kann man was erreichen.“

…über die Ziele mit Hartberg: „Wir wissen schon, wo wir herkommen. Man darf nicht größenwahnsinnig werden oder von warmen Eislutschern träumen. Aber die Top 6 ist natürlich ein Ziel für Hartberg. Da wollen wir gerne drinnen sein und dann schauen wir einmal.“

…angesprochen auf seinen Tipp für Rapids Champions League Qualifikations-Rückspiel in Prag gegen Sparta und angesprochen auf den Stellenwert der Bundesliga im Vergleich zum internationalen Bewerb bei Rapid: „Es ist gleichwertig. Das internationale Geschäft ist wichtig für den Verein, weil es finanziell einen Polster gibt, aber die Bundesliga ist genauso wichtig. Mit Rapid hat man den Anspruch in beidem erfolgreich zu sein. Daher weiß ich auch, dass die Rapid-Mannschaft gegen Sparta Prag brennen wird. Sie müssen trotz der Führung mutig bleiben und vorne attackieren. Wenn sie es verwalten wollen, dann wird es wahrscheinlich schiefgehen, weil Sparta Prag wird auch die Lehren gezogen haben. Aber glaube, dass Rapid das schaffen wird.“

…auf die Frage, ob Rapid heuer Salzburg angreifen kann: „Ich glaube, dass sollte das Ziel von Rapid sein. Sie haben kaum Spieler verloren und haben sonst viele Spieler dazubekommen. Wenn der Kader so zusammenbleibt, sollt das Ziel schon sein, dass man näher rankommt, an Salzburg.“

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Christian Ilzer (Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):
…angesprochen auf das verlorene Auftaktspiel gegen FC Red Bull Salzburg: „Am Ende waren wir enttäuscht, dass wir dieses Auftaktspiel, vor dieser tollen Kulisse, nicht gewinnen haben können. Aber man muss schon ganz klar sagen, dass man zurecht das unterlegene Team war. In allen Bereichen haben uns Kleinigkeiten gefehlt, um mit dem Niveau von Salzburg mitzukommen.“

…auf die Frage, ob ihn irgendwas am Gegner speziell überrascht hat: „Personell hat sich einiges geändert, aber von der Spielphilosophie hat sich gar nichts verändert. Jaissle kann man vielleicht sogar als „Sohn“ von Ralf Rangnick bezeichnen. Es ist wirklich reinrassige Red Bull DNA. Was schon überraschend für mich war ist, dass diese junge Mannschaft dann wirklich so am Punkt war, uns physisch großteils überlegen war und von der Entschlossenheit überlegen war. Wir sind in diesem Spiel wirklich bis ans Limit gefordert worden und Salzburg hat diese Ineffektivität, die sie am Anfang hatten, abgelegt und waren in den letzten 20 Minuten umso effektiver und haben ihre Möglichkeiten dann auch genutzt.“

…über die Unterschiede zu Red Bull Salzburg: „Wenn diese Mannschaft in allen Bereichen am Punkt ist, dann fehlt uns überall noch etwas. Aber ich merke schon, dass es nicht unerreichbar ist. Wir können dorthin kommen. Und wir haben aus diesem Spiel schon viele Anhaltspunkte bekommen, für unsere Arbeit in den nächsten Wochen. Für mich ist wichtig zu sehen, was uns an diesem Tag gefehlt hat und wo Punkte sind, wo wir noch konsequenter sein müssen und im Kopf noch schneller werden müssen, um eine Mannschaft, die dieses Level anbietet, zu erreichen. Ich trau es meiner Mannschaft zu, dass wir dort hinkommen. Aber da müssen wir uns nach der Decke strecken.“

…über mögliche weitere Transfers: „Diesen Spielern, die ich hier habe, schenke ich mein vollstes Vertrauen. Und dieses Spiel, welches uns letztes Jahr ausgezeichnet und ausgemacht hat, müssen wir weiter im Detail forcieren, mit diesen Spielern, die da sind. Aufgrund der internationalen Spiele, die wir heuer dazu haben, ist es auch ganz klar, dass wir die Augen offen halten, um in der Breite besser zu werden. Daher streben wir an, dass wir den einen oder anderen Spieler noch dazu holen.“

…angesprochen auf das nächste Spiel gegen seinen Ex-Klub WAC: „Es kommt wieder eine sehr, sehr gute Mannschaft auf uns zu , die den Anspruch hat, ein Topteam in Österreich zu sein und die einen neuen Trainer hat, der neue Ideen ins Spiel bringt. Aber für uns wird wichtig sein, dass wir aus dem Freitagsspiel entscheidende Erkenntnisse mitnehmen und wenn wir unser Spiel dann so auf den Platz bringen, wie wir es uns vornehmen, werden wir ein harter Gegner sein. Ich erwarte mir wieder ein Spitzenspiel am Sonntag.“