Der neue Sky Experte Martin Stranzl beim Sky Podcast DAB | Der Audiobeweis: „Diese Saison wird für Salzburg schwieriger werden. Mit Sturm und Rapid wird es dieses Jahr vielleicht um einiges spannender sein“

via Sky Sport Austria
  • Der ehemalige Teamverteidiger über Ercan Kara: „Ich hatte gestern einfach das Gefühl, er war vom Kopf her schon ein Stück weit mit anderen Dingen beschäftigt“
  • Stranzl angesprochen auf die Einführung des VAR: „Bei Abseitsentscheidungen finde ich es gut. Sonst soll der Schiedsrichter entscheiden“
  • Stranzl über einen möglichen Abgang von Gernot Trauner: „Das Gefüge in der Mannschaft ändert sich gravierend, wenn du so einen Spieler abgibst“
  • Alfred Tatar über Rapids Knasmüllner: „Knasmüllner könnte heuer einen wirklich großen Schritt nach vorne machen, wenn er sich nach guten Leistungen nicht ausruht“
  • Der Sky-Experte zum Kampf um die Top 6: „Für mich sind jetzt schon Salzburg, Rapid, Sturm, LASK und der WAC zu setzen. Sieben andere Klubs kämpfen dann um den sechsten Tabellenplatz und da sehe ich keinen Favoriten“
  • Der Podcast DAB | Der Audiobeweis ist ab sofort frei empfangbar auf skysportaustria.at sowie auf den gängigen Plattformen Spotify, Apple Podcast, Google Podcast, FYEO und Deezer abrufbar

Am Samstag feiert Martin Stranzl am ersten Spieltag der ADMIRAL Bundesliga sein Debüt als Sky Experte. Heute war er zusammen mit Alfred Tatar zu Gast im Sky Sport Austria Podcast DAB | Der Audiobeweis.

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Martin Stranzl (Sky Experte):
…über seine Zeit in Russland: „Es ist einfach etwas außergewöhnliches in meinem Lebensabschnitt gewesen. Es war eine tolle Lebenserfahrung und auch für meine persönliche Entwicklung irrsinnig wichtig. Wir haben Champions League gespielt, wir haben Europa League gespielt und wir haben um die Meisterschaft mitgekämpft. Es war eine tolle Zeit.“

…über den damaligen Sprung als junger Sportler ins Ausland: „Es war eine sehr schwierige Zeit damals. Man wurde sehr kritisch hinterfragt, als man mit jungen Jahren den Sprung ins Ausland gewagt hat. Aber es war einfach mein Ziel, weil ich auch in den Juniorenländerspielen gesehen habe, dass zum damaligen Zeitpunkt im Ausland schon anders gearbeitet wurde, andere Anforderungen an die Spieler gestellt wurden und ich mich der Herausforderung auch stellen wollte. Die Nullerjahre waren schon sehr, sehr harte Jahre, auch in der Nationalmannschaft. Wir waren eine gute Truppe, aber uns hat es an der Qualität gefehlt, um einmal einen großen Wurf zu landen. Da sind wir momentan froh und stolz, dass wir so viele Legionäre haben, die in wirklich sehr guten Ligen spielen und die Österreich im Ausland sehr gut vertreten.“

…über das gestrige Champions-League-Qualifikationsspiel Rapid Wien gegen Sparta Prag, über Spieler wie Christoph Knasmüllner und Marco Grüll: „Das Christoph ein herausragendes Talent hat, das wissen wir schon seit Jahren. Daran sieht man, was den Unterschied dann eigentlich ausmacht. Er hat es dann, Gott sei Dank für Rapid, zum Schluss abrufen können, durch die zwei wirklich sehr schönen Tore. Er wäre ein Unterschiedsspieler, aber er muss es einmal über die ganze Distanz eines Spieles abrufen können und auch über eine Saison. Wer mir auch gut gefallen hat, war Grüll. Der tut der Mannschaft gut. Er ist noch unbekümmert und versucht viel im Eins-gegen-Eins, mit seiner Dynamik und seiner Power. Und für den österreichischen Fußball ist es gut und wichtig, dass Rapid da mal gewonnen hat und hoffentlich auch über das Rückspiel in die nächste Runde weiterkommt.“

…angesprochen auf den FC Red Bull Salzburg und ob sie wieder Meister werden: „Es war in den letzten Jahren das Gesetz der Regel, aber ich glaube, diese Saison wird für Salzburg ein wenig schwieriger werden. Ein junger Trainer, die Mannschaft hat viele Abgänge gehabt, trotzdem ist noch Qualität da. Aber trotzdem musst du es auch verkraften können. Mit Sturm Graz und Rapid Wien wird es dieses Jahr vielleicht um einiges spannender sein.“

… über Ercan Kara: „Ich hatte gestern einfach das Gefühl, er war vom Kopf her schon ein Stück weit mit anderen Dingen beschäftigt. Er war phasenweise in meinen Augen ein bisschen teilnahmslos am Spiel. Daher hoffe ich, dass diese Personalie relativ schnell geklärt wird. Man kann es als Spieler nicht einfach ausblenden, sondern es beschäftigt einen, auch wenn es nur im Unterbewusstsein ist. Dann ist die Performance halt nicht bei hundert Prozent, sondern ein paar Prozent weniger. In Topspielen kann es dann den Ausschlag geben.“

…über einen möglichen Abgang von Gernot Trauner: „Bei solchen Spielertypen ist auch die Präsenz und das Standing in der Mannschaft entscheidend. Diesen Einfluss, den du auf die Mitspieler einfach hast. Der ist da absolut gegeben. Es ist dann ein herber Verlust und den musst du einmal ausgleichen können, weil das Gefüge in der Mannschaft ändert sich gravierend, wenn du so einen Spieler abgibst. Ich halte nichts von diesen permanenten Aussagen über flache Hierarchien, sondern für mich braucht es eine klare Struktur und Hierarchie in der Truppe. Vor allem wenn es hart auf hart geht, kristallisiert es sich noch mehr heraus, ob du Spielertypen drinnen hast, die vorne weggehen und da brauchst du einen harten Kern von drei bis vier Spielern. Wenn du den nicht hast, dann ist es in einer schwierigen Phase umso kritischer. Daher wäre so ein Abgang für die Mannschaft schwer zu kompensieren.“

…auf die Frage, wer die Nummer 1 in Kärnten sein wird: „Der WAC ist für mich irrsinnig schwer einzuschätzen, mit den Querelen des letzten Jahres und dem neuen Trainer. Austria Klagefurt hat St. Pölten in der Aufstiegsrunde ja nicht nur geschlagen, sondern eigentlich zerstört. Die Mannschaft wird sicherlich auch fit sein, dafür kenne ich den Peter Pacult auch sehr gut.“

…über die Wiener Austria: „Es wird am Anfang wichtig sein, die neuen Verantwortlichen einmal in Ruhe arbeiten zu lassen, um mal Ruhe reinzubringen bei der Austria und nicht immer permanent dieses Hickhack und Unruhe zu haben.“

…über die Einführung des VAR: „Ich bin da immer ein bisschen zwiegespalten mit dem VAR. Bei Abseitsentscheidungen finde ich es gut, wenn eingegriffen wird, weil es teilweise so schwierig ist, weil das Spiel schon so schnell geworden ist. Bei Handentscheidungen gehört auch eine ganz klare Regel her. Ich bin der Meinung, dass ein Handspiel nicht mit Elfmeter, sondern mit indirektem Freistoß im Strafraum bestraft wird. Damit die Spieler aufhören, mit den Händen hinter dem Körper herumzulaufen. Sonst soll das Spiel zu bleiben, wie es ist und der Schiedsrichter soll entscheiden, ob es ein Foulspiel ist oder nicht, weil sonst haben wir immer eine endlose Diskussion.“

…zum Auftaktspiel Sturm Graz gegen Red Bull Salzburg: „Es wird gleich ein super Spiel, glaube ich. Ich erwarte mir da schon ein kleines Ausrufezeichen am ersten Spieltag.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…über das gestrige Champions-League-Qualifikationsspiel Rapid Wien gegen Sparta Prag: „Die erste Hälfte war eine richtige Nudelpartie. Das war nicht zum Anschauen. Aber Rapid hat dann in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht gezeigt. Man hat gesehen, was in dieser Mannschaft steckt und welche Möglichkeiten da sind, wenn man einmal ins Rollen kommt. Und die beiden Tore von Knasmüllner waren unglaublich. Nachdem es jetzt keine Auswärtstorregel mehr gibt, darf man auch im Rückspiel eine sehr interessante Partie erwarten.“

…über Rapids Neuzugänge: „Rapid hat sich mit Wimmer gut verstärkt. Wimmer macht einfach einen besseren Eindruck, als es Barac getan hat. Daher glaube ich, dass die Abwehr ein wenig mehr zu bieten hat. Und es sind zwei Spieler dazugekommen, die eine frische Lauffreudigkeit drinnen haben. Das ist Grüll und auch Ljubicic. Und Knasmüllner könnte heuer einen wirklich großen Schritt nach vorne machen, wenn er sich nach guten Leistungen nicht ausruht, sondern versucht, noch bessere Leistungen zu bringen. Und wenn Kara auch bleibt, dann ist auch die Offensive in Ordnung aufgestellt. Unterm Strich denke ich, dass Rapid auf einem ähnlichen Niveau wie Sturm Graz sein wird und beide werden Red Bull, wo ich denke, dass sie schwächer sind als letzte Saison, durchaus heuer Paroli bieten können. “

…über Austria Klagenfurt: „Ich habe die Kärntner im Cup gegen Wr. Neustadt beobachtet und habe den Eindruck gewonnen, dass die Mannschaft ein spielerisches Team ist. Es steckt ein gewisser Plan dahinter und in dieser Hinsicht sind auch die Spieler ausgewählt. Man sieht filigrane Fußballer am Werk. Für mich ist die große Gretchenfrage, ob man diese physische Präsenz, die in der Bundesliga um einiges höher ist als in der zweiten Liga, auch mitbringen kann, auf dem neuen Niveau. Das wird die entscheidende Frage sein.“

…angesprochen auf den Kampf um die Top 6: „Für mich sind jetzt schon fünf Teams zu setzen: Salzburg, Rapid, Sturm, der LASK und der WAC. Sieben andere Klubs kämpfen dann um den sechsten Tabellenplatz und da sehe ich keinen Favoriten.“

DAB | Der Audiobeweis ist der Fußball- und Sport-Podcast von Sky Sport Austria. Hier diskutiert Kommentator Otto Rosenauer mit Moderator Martin Konrad, Sky Experten und Gästen über die ADMIRAL Bundesliga, das ÖFB-Team, Österreichs Legionäre und internationalen Fußball, wie die Deutsche Bundesliga, die Premier League, die UEFA Europa League sowie die UEFA Champions League.