"Die gehen mir auf den Sack" - Baumgart nach Derbysieg in Rage

„Die gehen mir auf den Sack“ – Baumgart nach Derbysieg in Rage

Trotz des Sieges im Stadtderby über den FC St. Pauli musste HSV-Trainer Steffen Baumgart am Sky Mikrofon seinem Frust freien Lauf lassen. Erst wollte Steffen Baumgart ruhig bleiben, aber plötzlich platzte es aus dem Trainer des Hamburger SV heraus. Die Freude beim 52-Jährigen über den viel umjubelten 1:0-Sieg im Stadtderby gegen den FC St. Pauli wich für einige Momente. Stattdessen redete er sich am Sky Mikrofon in Rage.

Angesprochen auf das erste nicht-gegebene Tor von Robert Glatzel (24. Minute), wo der HSV-Stürmer seinen Gegenspieler Manolis Saliakas in der Entstehung gefoult haben soll, und den zweiten zurückgenommenen Rothosen-Treffer von Lukasz Poreba (62.), wo der Pole St. Paulis Keeper Nikola Vasilj vor dem Kopfball angegangen war, fuhr Baumgart völlig aus der Haut. „Lukasz [Poreba] ist 1,60 groß, zum Glück 1,70 und 1,96 (St.-Pauli-Torwart Vasilj, Anm. Red.) ist dann nicht in der Lage, mit zwei Händen den Ball festzuhalten – und dann ist Freistoß. Ganz ehrlich, das geht mir sowas von auf die Eier“, echauffierte sich der HSV-Coach: #

„Und im letzten Heimspiel halten sie den Torwart fest und dann wird gesagt: ‚Das ist Gerangel.‘ Ganz ehrlich, die gehen mir auf den Sack – und das meine ich auch genau so. Ist mir auch egal, ob wir heute gewonnen haben.“

Baumgart reagiert auf öffentliche Kritik

Emotionen waren bereits vor und während des Derbys omnipräsent. Die Erlösung im Volksparkstadion, als der Abpfiff ertönte, war hör- und spürbar. Der HSV ist wieder Stadtmeister. Ein extrem wichtiges Positiverlebnis für Baumgart und seine Mannschaft, die in den letzten Wochen massiver öffentlicher Kritik ausgesetzt waren.

„Bei 0:0 hätten uns alle wieder angeguckt, da wären die ganzen Experten wieder aus den Löchern gekommen“, meinte Baumgart und fügte noch süffisant zur Kritik an seiner Arbeit an: „Ich habe einen geilen Job. Ich weiß, dass ich ein guter Trainer bin – egal ob man Erfolg hat oder nicht. Ich weiß, was ich kann. Da brauche ich keinen von außen. Deswegen noch mal: Die können erzählen, was sie wollen – ist ihr gutes Recht. Wir sind ja alle froh, dass wir in einem freien Land leben. Und das ist auch alles in Ordnung. Das ist super. Jeder darf sich äußern. Es äußern sich ja sogar Leute, die die letzten 20 Jahre gar nicht in Hamburg waren.“

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(Sky Sport DE)/Bild: Imago