7 Jahre nach dem Debüt von Alaba: Die ÖFB-Teams von 2009 und 2016 im Vergleich

14. Oktober 2009: Ein der breiten Öffentlichkeit noch unbekanntes Talent namens David Alaba feiert im Alter von 17 Jahren und 112 Tagen sein Debüt im österreichischen Nationalteam. Alaba wird in der 80. Minute des WM-Qualifkationsspiels im Nationalstadion von Frankreich eingewechselt. Knapp sieben Jahre später wird er beim EM-Gruppenspiel gegen Island als Star des ÖFB-Teams ins Stade de France zurückkehren. Nicht nur der Bayern-Legionär legte seitdem eine beeindruckende Entwicklung zurück, sondern das gesamte österreichische Nationalteam. Ein Vergleich der Teams von 2009 und 2016.

Drei Legionäre in der Startelf

Neben David Alaba scheinen im vorläufigen EM-Kader nur fünf weitere Spieler (Dragovic, Fuchs, Baumgartlinger, Jantscher, Janko) auf, die im Oktober 2009 beim letzten Qualifikationsspiel für die WM in Südafrika im Kader von Dietmar Constantini standen. Sebastian Prödl gehörte zwar auch zum Stammpersonal der Österreicher, war damals jedoch verletzt.

Startelf gegen Frankreich (2009): Payer – Scharner, Dragovic, Patocka, Fuchs – Baumgartlinger, Pehlivan – Kavlak, Jantscher – Janko, Maierhofer

Eine noch größere Veränderung hat es in der Zahl der Legionäre gegeben. Diese spiegelt auch die ividuelle Leistungssteigerung der Spieler wider. Mit Paul Scharner (Wigan), Christian Fuchs (Bochum) und Stefan Maierhofer (Wolverhampton) waren nur drei österreichische Akteure aus dieser Elf im Ausland tätig. Marcel Koller kann heute fast ausschließlich auf Legionäre zurückgreifen. Nur Robert Almer (Austria Wien) und Valentino Lazaro (Salzburg) stehen in der österreichischen Bundesliga unter Vertrag. Der Salzburg-Legionär gilt jedoch als erster Streichkandidat für den endgültigen EM-Kader.

14 Punkte weniger

Die 1:3-Niederlage gegen Frankreich war der Abschluss einer insgesamt enttäuschenden WM-Qualifikation. Zwar feierte das ÖFB-Team im ersten Pflichtspiel nach der Heim-Europameisterschaft einen sensationellen 3:1-Heimsieg gegen Frankreich, danach folgte jedoch ein ernüchterndes Ergebnis nach dem anderen. In Erinnerungen bleiben die 0:2-Niederlage in Litauen und das blamable 1:1-Unentschieden auf den Färöer-Inseln sowie der Rücktritt von Teamchef Karel Brückner im Frühjahr 2009.

Am Ende hatte das ÖFB-Team nur 14 Punkte auf dem Konto und war von einer Qualifikation für die WM in Südafrika weit entfernt. Doppelt so viele Punkte sammelten Marcel Koller und Co. auf dem Weg nach Frankreich. Österreich gewann neun seiner zehn Spiele und qualifizierte sich mit 28 Punkten als Gruppensieger für die EM.

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