Die Sky-Frühjahrsvorschau 2025: FC Red Bull Salzburg
Am heutigen Freitag startet die ADMIRAL Bundesliga (alle Spiele der ADMIRAL Bundesliga live auf Sky – mit dem Sky X-Traumpass unkompliziert den besten Livesport streamen) in die Frühjahrssaison 2025! Vor dem Auftakt haben unsere Vereinsredakteure eine umfassende Vorschau zu ihrem jeweiligen Verein auf die Beine gestellt. Hier findet ihr die wichtigsten Infos über den FC Red Bull Salzburg, zusammengestellt von Sky-Reporter Andreas Brandt.
Transfers
Zugänge:
- Karim Onisiwo (Mainz)
- Maximiliano Caufriez (Leihe von Clermont Foot/zuletzt an Valencia verliehen)
- Yorbe Vertessen (Union Berlin)
- Tim Trummer (Liefering)
- Aboubakar Camara (Rahimo FC/vorerst Kooperationsspieler Liefering)
- Lassina Traoré (Rahimo FC/vorerst Kooperationsspieler Liefering)
Abgänge:
- Amar Dedic (Olympique Marseille)
- Lucas Gourna (AS Rom/erst Leihe, dann Kaufverpflichtung bzw. Kaufoption)
- Stefan Bajcetic (Leihabbruch)
- Fernando (Red Bull Bragantino)
- Kamil Piatkowski (Leihe Kasimpasa)
Zwei Tage nach dem 3:0-Sieg im Nachtragsspiel gegen Austria Klagenfurt war die Ära von Pepijn Lijnders in Salzburg zu Ende. In viel zu vielen Spielen war man im Herbst viel zu weit hinter den Erwartungen geblieben. Nur weitere zwei Tage später wurde dann auch schon der neue Coach präsentiert: Thomas Letsch, dessen letzte Station der VfL Bochum in der deutschen Bundesliga war, soll die Salzburger zurück in die Erfolgsspur führen.
Gelingen soll ihm das auch mit einem veränderten Kader. Rouven Schröder, Geschäftsführer Sport, hatte recht schnell nach Amtsantritt klargestellt, dass sich im Winter kadertechnisch etwas tun würde. Untätigkeit kann man ihm tatsächlich nicht vorwerfen, im Vergleich zu den vorherigen Transferperioden ist einiges passiert. Mit Karim Onisiwo und Yorbe Vertessen sind zwei Neue für die Offensive da, mit Maximiliano Caufriez einer für die ansonsten sehr junge Innenverteidigung. Der Belgier war zuletzt von Clermont Foot an Valencia verliehen, hat dort allerdings nur ein Spiel gemacht und soll jetzt in Salzburg sein Potential entfalten.
Rechtsverteidiger Amar Dedic wurde der langersehnte Wechsel in eine Top-Liga ermöglicht. Im Mittelfeld, wo ein personelles Überangebot herrschte, wurde der Kader mit den Abgängen von Lucas Gourna und Stefan Bajcetic etwas ausgedünnt.
Vorbereitung
Durch die Reform der Champions League waren die Salzburger heuer schon deutlich früher in einem Pflichtspiel gefordert, als das in den vergangenen Jahren der Fall war. Dementsprechend kompakt war die Vorbereitung, dementsprechend wenig Zeit auch für den neuen Trainer, seine Ideen zu implementieren. Vor dem Testspiel gegen die Bayern (0:6) hatten die Bullen erst drei Trainingstage in den Beinen, für die Münchner war’s schon die Generalprobe für den Frühjahrsauftakt in der Liga. „Das hat uns auf die harte Art und Weise gezeigt, dass wir noch sehr viel zu tun haben“, sagte Letsch, der auf einige Spieler krankheitsbedingt verzichten musste. Die Krankheitswelle zog sich auch noch bis ins Trainingslager rein. Clark konnte erst verspätet nach Portugal reisen, Schlager musste in Albufeira das Bett hüten. Abgesehen davon hatten die Bullen in Portugal aber beste Bedingungen, um sich neun Tage lang intensiv auf die Frühjahrssaison vorbereiten zu können – inklusive eines weiteren Testspiels gegen Midtylland. Karim Onisiwo erzielte bei der 2:3-Niederlage im XL-Test (2 mal 30 plus 1 Mal 45 Minuten) sein erstes Tor im Bullen-Trikot.
Dass in den Champions-League-Spielen gegen Real und Atletico nichts zu holen sein würde, damit hatte man realistischerweise rechnen können. Dass aber auch im Cup (1:2 nV beim LASK) schon im Viertelfinale Endstation sein würde, ist die erste große Enttäuschung im neuen Jahr. Und verlangt nach einer Reaktion beim Frühjahrsauftakt in der Bundesliga gegen Austria Klagenfurt – nach fünf Niederlagen aus den ersten fünf Spielen im Jahr 2025.
In der Kapitänsfrage hat sich Letsch schon vor dem LASK-Spiel für Mads Bidstrup entschieden (Schlager und Kjaergaard die Stellvertreter). Als Nummer eins geht Alexander Schlager ins Frühjahr.
„Rising Stars“
Wenn es an etwas im Red-Bull-Kosmos nicht mangelt, dann sind es Talente. Was man in Salzburg in den vergangenen Monaten aber oft vergeblich gesucht hat, war eine funktionierende Mannschaft, eine Einheit. Dass gerade Thomas Letsch der Teamgedanke äußerst wichtig ist, hat er schon in den ersten Wochen seiner Amtszeit immer wieder betont. Wenn Salzburg im Frühjahr wieder in die Erfolgsspur finden will, dann sollte der „Rising Star“ diesmal die Mannschaft sein – und nicht ein Einzelkönner.
Ankick-Tipps:
Takumu Kawamura ist eigentlich schon seit Sommer ein Salzburger, ein Innenbandanriss im Knie hat den Japaner aber für beinahe den gesamten Herbst ausgebremst. Der 25-jährige bringt sowohl im Spiel gegen als auch im Spiel mit dem Ball einiges mit, um im Frühjahr zu einer echten Verstärkung werden zu können.
Mögliche Startelf
So könnte die Salzburger Startelf in Bestbesetzung im Laufe des Frühjahrs aussehen. Bei Maurits Kjaergaard wird es allerdings noch eine Weile dauern, bis er matchfit ist. Für die Partie am Sonntag gegen Klagenfurt wird aller Voraussicht nach auch Oscar Gloukh (Armverletzung) nicht zur Verfügung stehen.

Spielanlage
In den ersten Wochen unter Thomas Letsch war auf dem Platz häufig ein 4-4-2 zu sehen. In Ballbesitz überwiegend ein 4-2-2-2, gegen den Ball ein 4-4-2 flach. Weder das eine noch das andere ist in Stein gemeißelt – und muss natürlich auch auf den jeweiligen Gegner passen. Letsch sagt aber ohnehin: „Mir geht’s mehr um die Prinzipien als um die Grundordnung.“
Prognose Vereinsredakteur
Der Start ins Jahr 2025 ist misslungen, vor allem das Aus im Cup ein schmerzhafter Rückschlag. In der Liga könnte den Salzburgern ausgerechnet die ungeliebte Punkteteilung helfen. Voraussetzung dafür ist aber eine gewaltige Steigerung im Frühjahr, bis jetzt hat man von den Bullen in der aktuellen Saison noch nichts Meisterliches gesehen. Große Hoffnungen ruhen klarerweise auf den Neuzugängen. Sowohl Vertessen als auch Caufriez kommen aber aus nicht zufriedenstellenden Phasen ihrer Karrieren nach Salzburg. Kann (schnell) funktionieren, muss nicht funktionieren. Salzburg kann Meister werden, die Favoriten sind diesmal aber andere.
