Die Sky-Frühjahrsvorschau: FC Red Bull Salzburg

Ab Freitag rollt der Ball wieder in der ADMIRAL Bundesliga (alle Spiele gibt es nur live auf Sky – mit dem SkyX-Traumpass kannst du bereits ab 15 Euro pro Monat live dabei sein)! Vor dem Frühjahrsauftakt haben unsere Vereinsredakteure eine umfassende Vorschau zu ihrem jeweiligen Verein auf die Beine gestellt. Hier findet ihr die wichtigsten Infos zum FC Red Bull Salzburg, zusammengestellt von Sky-Reporter Gerhard Krabath.

Transfers: Zu- und Abgänge

Zugang (2): Ignace van der Brempt (19/BEL) – rechter Außenverteidiger (5 Mio)

Abgang (1): Ludewig (verliehen zu Willem II/NED) – rechter Außenverteidiger

Mit Ignace van der Brempt ist Ende Jänner ein belgischer U21-Teamspieler für die rechte Abwehrseite von Club Brügge um 5 Mio Euro geholt worden und wird im Frühjahr als Nachfolger für den vor einem Transfer stehenden Fixstarter Rasmus Kristensen aufgebaut. Van der Brempt hat im Herbst 5 Partien in der Champions League gespielt und in Salzburg Vertrag bis 2026 unterschrieben. Mit Lawrence Agyekum verpflichteten die Salzburger einen jungen Mittelfeldspieler von der West African Football Academy aus Ghana, der in Liefering ans Leistungsniveau herangeführt wird.

Durchschnittsalter Kader (30 Spieler): 22,6 Jahre

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Vorbereitung und bisherige Saison:

Vorbereitung: Trainingslager in Spanien abgesagt, Wehrmutstropfen Knie-OP Seiwald, Onguéné (Kamerun) und Camara (Mali) beim Afrika-Cup, Vertragsverlängerung Ulmer (2023)

„Rising Stars“

Spieler wie Adeyemi, Camara, Kristensen, Aaronson sind im Sommer reif für einen Transfer und den so oft zitierten „nächsten Schritt“ in eine stärkere Liga. Unter Jaissle hat endlich auch Noah Okafor, der Rekordtransfer in der Ära Red Bull, die Zweifler Lügen gestraft und mit seinen Toren in der Champions League und den Auftritten im Schweizer A-Team international gezündet.

Und neben Luka Sucic (u.a. Debüt an der Seite von Modric im kroatischen A-Team) hat sich mit Nicolas Seiwald endlich auch wieder ein „einheimischer“ Spieler in den Vordergrund gedrängt, womit nicht viele in der Form gerechnet hätten. Der Kuchler, der die gesamte Nachwuchsabteilung durchlaufen hat, ist im Mittelfeld ebenso eine Zukunftsaktie für das österreichische Nationalteam, für das er unter Foda im Herbst bereits (souverän) debütiert hat. Die Talenteschmiede kommt nicht zum Stillstand!

Mögliche Startelf

Verletzt: Sesko (Muskelverletzung erlitten im Cup gegen den LASK), Adamu (Knie)

Rekonvaleszent: Seiwald (Knie-OP), Bernardo (Knie-OP), Koita (Kreuzbandriss), Junuzovic (Fersenentzündung), Vallci (Achillessehnenriss), Okoh (Kreuzbandriss)

Eingespieltes System: 4-4-2 (MF-Raute);

Trainerteam:

Jaissle (Vertrag Sommer 2021 – 2024)

Koch (Co), Hauser (Co), Ilsanker (Tor), Kirchner und Berktold (Athletik)

Funktionäre:

Freund (Sport), Reiter (Wirtschaft)

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Sonstige Personalien:

+ Urgestein und Kapitän Ulmer hat um ein weiteres Jahr bis 2023 verlängert

+ Onguéné, der mit Kamerun beim Afrika-Cup weilte, geht im Sommer ablösefrei

+ Junuzovic und Walke haben nur noch bis Sommer Vertrag, Zukunft offen

+ Mo Camara war mit Mali beim Afrika-Cup im Einsatz

+ Brenden Aaronson absolvierte mit dem US-Team Spiele für die WM-Qualifikation

+ Nicolas Seiwald verpasste die Vorbereitung wegen einer Knie-OP

+ Sesko, der Goalgetter in der Vorbereitung, hat im Cup gegen den LASK getroffen und sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen

Spielanlage/System:

Jung, dynamisch, aggressiv. Dafür steht Red Bull Salzburg. Die extrem aktive und intensive Offensiv-Spielweise mit Pressing und Gegenpressing, die den Verein seit Jahren aus- und kennzeichnet, hat sich schließlich bewährt und in Titeln in Serie sowie regelmäßigen Millionen-Verkäufen niedergeschlagen. Ständiges Anlaufen und Attackieren des Gegners sind die Basis für kurze Wege zum gegnerischen Tor. Der Ball soll so rasch wie möglich in den Strafraum zum Verwerten kommen.

Sieger-Mentalität, Sprint- und Zweikampfstärke jedes Einzelnen sind im Kollektiv gefragt. In der Liga sieht man sich sehr oft mit Gegnern, die speziell das Zentrum verdichten, konfrontiert. Es müssen Lösungen auf engstem Raum (u.a. schnelles Direktspiel nach vorne, „Chip“ über die Abwehr) und über die Außenbahnen (Ulmer, Kristensen) gefunden werden. Das Hochhalten des Tempos ist wichtig. Mit dem Thema Standardsituationen haben sich die Bullen in der Vorbereitung verstärkt beschäftigt. Vom System her setzt Trainer Jaissle wie gehabt auf ein 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute.

Cup-Viertelfinale:

Red Bull Salzburg – LASK 3:1 (2:1)

Tore: 0:1 Horvath, 1:1 ET Renner (Sesko), 2:1 Kristensen (Kopf), 3:1 Capaldo

Aufstellung (4-4-2): Köhn – Kristensen, Solet, Wöber, Ulmer – Camara – Capaldo (89.Tijani), Bernede (82.Sucic) – Aaronson – Okafor, Sesko (45+2 Kjaergaard).

Ersatz: Mantl, Piatkowski, Guindo, Diambou.

Ausfälle: Adeyemi (Mandelentzündung), Onguéné (Afrika-Cup), Adamu (Knie), Seiwald, Bernardo, Junuzovic, Vallic, Koita (alle rekonvaleszent) 

Nicht im Kader: van der Brempt, Walke

Besonderheit: Samson Tijani feierte sein Debüt bei Red Bull Salzburg. Der Mittelfeldspieler wurde im Winter von Liefering hochgezogen, hat sich in der Vorbereitung sehr gut präsentiert und natürlich auch von vielen Verletzungen im Mittelfeld profitiert.

Jaissle: „Es war ein ganz guter Start und bereits nahe an 100 Prozent. In der frühen Phase war die Mannschaft schon sehr gut drauf. Das Tor zum 2:1 hat uns extremen Rückenwind gegeben. Ruhende Bälle sind ganz wichtige Momente, wir haben im Training viel gemacht in diese Richtung und den Fokus darauf verschärft.“

Halbfinal-Gegner: WAC (Auswärts)

Prognose Vereinsredakteur:

Wer soll den Serienmeister vom Thron stoßen? Zu weit haben sich die Salzburger aufgrund der finanziellen Mittel, viel mehr noch aufgrund der eingeschliffenen sportlichen Erfolgs-Philosophie vom Rest der Liga entfernt. Die Vorgabe, personell von unten nachzuschieben und nicht oben ältere Spieler im Kader drauf zu setzen, geht seit Jahren auf, weil man mit Kooperationsverein Liefering in der 2. Liga und der Akademie darunter Top-Voraussetzungen für Durchgängigkeit geschaffen hat und die Durchlässigkeit lebt. Die mittlerweile regelmäßigen Abgänge in finanziell potente Ligen spülen Millionen-Einnahmen in die Kasse. Teilnahmen an der Champions League als Präsentations-Plattform steigern den Verkaufspreis. Das Business-Modell läuft wie geschmiert. Eine Fülle an nachstrebenden Hochtalentierten minimiert das Risiko.

Ein Schlüsselfaktor ist die Kontinuität in der durchgängigen Spielidee. Der dynamische, sprintintensive Powerfußball ist die Konstante. Mit Matthias Jaissle hat der jüngste Trainer in der Ära Red Bull (33) sofort und imposant geliefert. Das erstmalige Erreichen des Champions-League-Achtelfinales mit den bevorstehenden Highlights gegen den FC Bayern München sowie 14 Punkte Vorsprung in der Liga sprechen eine klare Sprache. Jaissle hat es bei all der Offensiv-Power im Gegensatz zu Vorgänger Marsch geschafft, auch die Defensive zu stärken. Die Folge: mehr Kontrolle und weniger Gegentore.

Tipp Vereinsredakteur Endplatzierung:

Platz 1

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