Die Sky-Frühjahrsvorschau: Red Bull Salzburg

via Sky Sport Austria

Nach kurzer Winterpause startet die tipico Bundesliga (alle Spiele gibt es nur live auf Sky – mit dem SkyX-Traumpass kannst du bereits ab 12 Euro pro Monat live dabei sein) am Freitagabend endgültig wieder in die Frühjahrssaison. Szoboszlai-Abgang, Doping-Fälle – im Winter war beim FC Red Bull Salzburg einiges los. Der Abo-Meister startet trotzdem als großer Titelfavorit in ein intensives Frühjahr. Sky-Reporter Gerhard Krabath liefert vor dem Auftakt in Altach (Sonntag, 14:30 Uhr – live auf Sky) die wichtigsten Infos zum österreichischen Liga-Krösus.

Transfers:

Zugänge:

  • Brenden Aaronson (Philadelphia Union)
  • Bernardo (Brighton, Leihe)

Abgänge:

  • Dominik Szoboszlai (RB Leipzig/25 Mio. Euro)
  • Majeed Ashimeru (RSC Anderlecht, Leihe)
  • Jerome Onguéné (FC Genua, Leihe)

Durchschnittsalter Kader (25 Spieler): 23,88 Jahre

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Trainer: Jesse Marsch (Vertrag seit 2019 – 2022 ohne Ausstiegsklausel)

Funktionäre: Christoph Freund (Sport), Stephan Reiter (Wirtschaft)

Saisonziele:

Double in Österreich, Europa League so weit wie möglich (Sechzehntelfinale gegen FC Villarreal: 18. Februar / H; 25. Februar / A)

“Rising Stars“

Brenden Aaronson, Luka Sucic

Mögliche Aufstellung

System: 4-2-2-2

Ersatz: Coronel, Walke; Solet, Bernardo, Vallci, Farkas; Camara, Seiwald, Sucic, Okugawa; Koita, Adeyemi, Okafor, Adamu

System-Varianten: 4-4-2 (MF-Raute), 4-2-3-1 (Alternative für internationale Spiele)

Schwebendes Doping-Verfahren: Camara, Koita (Mittel gegen Höhenkrankheit bei Mali)

Kooperationsspieler Liefering: Adamu, Seiwald, Sucic, Sesko, Dedic, Kjaergaard, Affengruber

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Spielanlage:

Red Bull Salzburg bleibt seinem erfolgreichen Stil treu: Auch im Frühjahr stehen sie für eine extrem aktive und intensive Offensiv-Spielweise. Das Spiel bleibt hoch pressend und nach vorne verteidigend. Ständiges Anlaufen und Attackieren des Gegners sind die Basis für kurze Wege zum gegnerischen Tor und viele Abschlüsse. Sprint- und Zweikampfstärke jedes Einzelnen sind im Kollektiv gefragt. Erneut soll es unter Trainer Jesse Marsch spektakuläre Spiele mit vielen Toren geben – aber mit weniger Gegentoren. Kleine Korrekturen sind gesetzt: Situativ weg vom reinen Balleroberungs-Denken hin zum fokussierten „Verteidigen des Tores“. Auch gefragt: Das Zentrum besser zu verdichten und die Räume besser zu besetzen.

Prognose Vereinsredakteur:

Der Budget-Riese mit dem eingeschliffenen Erfolgskonzept (Stichworte: Nachwuchsarbeit, Scouting, Talente-Durchlässigkeit, gewinnbringender Weiterverkauf) hat viel Erfahrung mit der Nachbesetzung von Abgängen und auch einen schier unerschöpflichen, qualitativ hochwertigen Nachschub aus der eigenen Reihe via Kooperationsverein Liefering. Mit Luka Sucic (18) steht der nächste Rohdiamant auf der Startrampe. Die Kaderstärke sollte annähernd gleich sein wie im Herbst. Für den internen Wechsel von Dominik Szoboszlai zu RB Leipzig wurde extern mit dem laufstarken, Pressing-affinen US-Amerikaner Brenden Aaronson (20) geholt. Beileibe kein 1:1-Ersatz in Sachen spielerischer Glanzlichter, aber sicher ein Upgrade in Sachen „Marschierer-Mentalität“.

Dazu kehren zum einen der lange verletzte „Stabilisator“ Antoine Bernede (zwei Schienbeinbrüche) im Mittelfeld und der vielseitige Defensivspezialist Bernardo als Leih-Neuzugang zurück. Das ist ein Plus und sollte der im Herbst oft vermissten Balance zwischen Offensive und Defensive guttun. Schließlich war das Defensivverhalten mit 15 Gegentoren in 12 Ligaspielen neben einer besseren Chancenverwertung das Hauptthema in der kurzen Vorbereitung.

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Wie lange die beiden Stammspieler Mohamed Camara und Sekou Koita wegen ihrem Doping-Vergehen beim Nationalteam von Mali (Einnahme eines Mittels gegen Höhenkrankheit für ein Spiel in Namibia) gesperrt werden, ist derzeit noch offen. Ein entsprechendes UEFA-Verfahren (positive A-Probe vor dem UCL-Spiel gegen Bayern München) wird erst im Februar eine Entscheidung bringen. Bis dahin sind die beiden nach ihren ausgeheilten Verletzungen (Knie, Adduktoren) spielberechtigt. Teure Einkäufe wie Verteidiger Oumar Solet (Sommer 2020) oder Stürmer Noah Okafor (Winter 2020), die bislang hinter den Erwartungen blieben, müssen sich deutlich steigern und liefern.

Die drei Niederlagen in den ersten zwölf Spielen sind um eine mehr als in der gesamten letzten Saison. Personelle Extrem-Rotationen von Jesse Marsch, die im Herbst bei den Pleiten gegen Sturm und Admira in die Hose gegangen sind, wird es in der Form trotz des Tanzes auf drei Hochzeiten (Liga, Cup, Europa) seltener geben. Der Kampf um den Titel in der Liga ist schließlich enger geworden: Vor allem der LASK hat sich mit seinen national und international starken Leistungen großen Respekt im Salzburger Lager erarbeitet. Aber keiner weiß besser als der Serienmeister was es braucht, um Titel zu holen. Deshalb werden die Salzburger auch heuer wieder ganz oben stehen.

Platzierungs-Tipp: 1. Platz

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Beitragsbild: GEPA