Die Sky-Frühjahrsvorschau: WSG Tirol

Am Freitag startet die ADMIRAL Bundesliga (alle Spiele der ADMIRAL Bundesliga live auf Sky – mit dem Sky X-Traumpass unkompliziert den besten Livesport streamen) ins Frühjahr! Vor dem Auftakt haben unsere Vereinsredakteure eine umfassende Vorschau zu ihrem jeweiligen Verein auf die Beine gestellt. Hier findet ihr die wichtigsten Infos über die WSG Tirol, zusammengestellt von Lisa Perstaller.

Daten & Fakten

Budget: 4,5 Mio Euro (3 Mio Euro für Staff und Mannschaft)

Trainer: Thomas Silberberger (Ö/seit 2013)

Assistenten: Martin Sveijnoha (Co, seit 2017), Hermann Steinlechner (Tor, seit 2007), Andreas Gerg (Athletik, seit 2022), Sebastian Ungerank (Video, seit 2019)

Funktionäre: Stefan Köck (Ö/Sportchef), Diana Langes-Swarovski (Ö/Präsidentin)

Saisonziel: Klassenerhalt

Transfers

Zugänge: Keine – aber: Valentino Müller und Bror Blume sind wieder fit. Die beiden Schlüsselspieler sind fast den gesamten Herbst ausgefallen – für WSG-Coach Thomas Silberberger sind sie deshalb „wie Top-Neuzugänge“.

Abgänge: Julius Ertlthaler (26, GKS Tychy)

Ertlthaler wechselt zum Tabellen-Zweiten der zweiten polnischen Liga GKS Tichy und die WSG kassiert eine Ablöse für einen Spieler, den man vor zwei Jahren gratis verpflichtet hat und der mit Saisonende ablösefrei gewesen wäre. Natürlich bitter, weil Ertlthaler im Herbst ein absoluter Stammspieler war, aber die Auswahl im Mittelfeldzentrum ist so groß ist wie sonst nirgends im WSG-Kader. Deshalb ist der Abgang zu verschmerzen.

Der Kader

Kadergröße & Durchschnittsalter: 27 Spieler – 24,0 Jahre

„Rising Stars“: „Rising Stars“ ist natürlich im Fall von Blume und Müller der falsche Begriff, aber wenns um Spieler geht, die die Mannschaft entscheidend verbessern oder auf ein höhreres Level bringen können, dann müssen der Kapitän und der absolute Routinier erwähnt werden. Im Herbst hat den Tirolern ganz bestimmt der ein oder andere Führungsspieler gefehlt, das „Problem“ könnte sich mit der Rückkehr der beiden erledigt haben.

Kreativperle Stefan Skrbo, der im Herbst in Ansätzen gezeigt hat was er kann, wird Einsatzzeit bekommen. Bleibt zu hoffen, dass er vielleicht mal über mehrere Wochen und Monaten hinweg konstant zeigt welch großes Potenzial seit Jahren in ihm schlummert.

Absolut seine Chance genutzt hat Osarenren Okungbowa – zu Beginn der Saison auf dem Abstellgleis, war er da als er gebraucht wurde und ist jetzt in der Innenverteidigung gesetzt.

Wunschelf

Das Herzstück – wenn man es so sagen darf ist ganz klar das Mittelfeld. Die beiden Schlüsselspieler Müller und Blume sind endlich wieder zurück und voll fit, dazu kommt Taferner, dessen Qualitäten ohnehin kein Geheimnis sind.

In der Defensive ist alles beim Alten – die 4er-Kette der WSG wird zum Frühjahrsauftakt wohl so aussehen wie sie auch im Spätherbst ausgesehen hat.

Im Sturm ist Nik Prelec gesetzt, er kann entweder ganz vorne in der Mitte oder als Außenstürmer eingesetzt werden, kommt wahrscheinlich darauf an wer sonst noch in der Offensive eingesetzt wird. Kronberger, der ein Kandidat für links ist, fällt aktuell mit Patellaspitzensyndrom aus, deshalb wird Skrbo beginnen. Diarra ist ebenfalls angeschlagen, bleibt abzuwarten ob er zum Frühjahrsauftakt dabei sein kann.

Spielanlage/System

Das taktische Konzept wurde im Vergleich zum Herbst, in dem meist die Raute zum Einsatz kam, leicht adaptiert. Die WSG ist in ihren Testspielen im 4-3-3 aufgelaufen. Schon ab Runde 14 (5:1-Sieg vs. Altach) kam das 4-3-3 zum Einsatz und hat in den letzten Spielen im Herbst gut funktioniert. In der Wintervorbereitung wurde viel daran gearbeitet und vieles einstudiert. Die Raute ist deshalb nicht „abgeschafft“, aber aktuell fühlt sich die Mannschaft wohl im 4-3-3.

Wintervorbereitung

Die WSG hat eine gute Vorbereitung hinter sich:

  • Wenig Schnee in Tirol und damit zumindest die Möglichkeit auf Kunstrasen zu trainieren plus 10 Tage Trainingslager in der Türkei
  • Die beiden Schlüsselspieler Blume und Müller sind im Frühjahr wieder voll einsatzfähig

Prognose:

Fünf Spiele bis zur Teilung. Anders als in der Vorsaison wo die WSG auf Platz 5 überwintert hat und richtig gute Chancen auf die Top 6 hatte, ist das heuer natürlich überhaupt kein Thema. Im Grunde genommen geht es nur darum sich soweit als möglich von Lustenau, sprich dem Tabellenende abzusetzen und möglichst den Abstand auf Altach (10./16 P) und BW Linz (9./17 P) zu verkürzen. Alles andere ist unrealistisch. Die WSG hat aktuell 11 Punkte auf dem Konto, könnte man also noch vor der Teilung die fünf Punkte auf Altach, vielleicht sogar die sechs auf BWL aufholen, dann wäre das großartig – wobei natürlich klar ist, dass die WSG das nicht selbst in der Hand hat.

Das „Spiel der Spiele“ steigt gleich zum Frühjahrsauftakt. WSG gegen Lustenau, Vorletzter gegen Letzter. Ein Sieg wäre Gold wert, eine Niederlage zwar was die Tabelle betrifft keine Katastrophe, aber für den Kopf schon. Also gilt: Verlieren verboten. Lustenau ein Stück weit eine Unbekannte, wobei natürlich auch nach Wattens durchgesickert ist, wie Lustenau unter Heraf auftreten wird. Dass sich bei den anderen Teams, die im Abstiegskampf stecken, deutlich mehr getan hat als bei der WSG, beunruhigt Silberberger überhaupt nicht: „Speziell bei Lustenau war ja klar, dass sich was tut, dass sie aktiv werden. Da bin ich wieder bei meinem Punkt, dass ich mit Müller und Blume zwei „Quasi-Top-Neuzugänge“ bekommen hab.“

Ich denke, dass die WSG genug Qualität hat um die Klasse zu halten – vor allem jetzt wo wieder mehr Routine drinnen ist. Das 4-3-3 könnte ebenfalls ein Baustein sein, damit haben sich die Wattener von Beginn an wohlgefühlt. In den Wochen bis zur Teilung geht’s darum mehr Punkte zu machen als Lustenau, Altach und Blau Weiß Linz und sich so auch noch mal eine Portion Selbstvertrauen zu holen für den beinharten Abstiegskampf.

WerbungWerbung

Foto: GEPA