Die Sky-Saisonvorschau: FC Red Bull Salzburg

via Sky Sport Austria

Ab Freitag rollt der Ball wieder in der ADMIRAL Bundesliga (alle Spiele gibt es nur live auf Sky – mit dem SkyX-Traumpass kannst du bereits ab 12 Euro pro Monat live dabei sein)! Vor dem Saisonauftakt haben unsere Vereinsredakteure eine umfassende Vorschau zu ihrem jeweiligen Verein auf die Beine gestellt. Hier findet ihr die wichtigsten Infos zum FC Red Bull Salzburg, zusammengestellt von Sky-Reporter Gerhard Krabath.

Red Bull Salzburg im Profil

Budget: 80 Mio Euro (60 Mio Personal)

Saisonziel: Meister, Cupsieger, Champions League Gruppenphase

Transfers

Zugänge: Kamil Piatkowski (POL/Rakow Czestochowa), Nicolás Capaldo (ARG/Boca Juniors), Bernardo (BRA/fixe Verpflichtung von Brighton), Philipp Köhn (CH/Wil), Kilian Ludewig (D/Schalke), Junior Adamu (Ö/St. Gallen), Jerome Onguéné (KAM/Genua), Benjamin Sesko (SLO/FC Liefering), Maurits Kjaergaard (DEN/FC Liefering), Bryan Okoh (CH/FC Liefering), Mamady Diambou (Mali/FC Liefering), Daouda Guindo (Mali/FC Liefering)

Abgänge (4 Stammspieler): Daka (Leicester), Mwepu (Brighton), Ramalho (PSV Eindhoven), Stankovic (AEK Athen), Farkas (Luzern), Affengruber (Sturm Graz), Ashimeru (fix zu Anderlecht), Okugawa (fix zu Arminia Bielefeld), Pokorny (Real Sociedad), Dedic (Leihe WAC), Tetteh (Adanaspor), van der Werff (Leihe Paderborn), Diakité (Leihe St. Gallen)

Durchschnittsalter Kader (29 Spieler): 22,5 Jahre

„Rising Stars“: Benjamin Sesko, Junior Adamu

Trainer: Matthias Jaissle (Deutschland/Vertrag seit Sommer 2021– bis 2024)

Funktionäre: Christoph Freund (Ö/Sport), Stephan Reiter (Ö/Wirtschaft)

Mögliche Aufstellung

Systeme: 4-4-2 (Raute); 4-2-2-2

Langzeit-Verletzte: Sekou Koita (Kreuzbandriss), Albert Vallci (Achillessehnenriss)

1. Runde im Cup

4:1 (1:1) Hertha Wels / A

Tore: 1:0 Bernardo (14.), 1:1 Maier (33.); 2:1 Sesko (52.), 3:1 Sesko (56.), 4:1 Sucic (90.);

Aufstellung: Mantl; Kristensen, Solet, Wöber, Bernardo (68.Guindo); Junuzovic; Capaldo (68.Sucic), Seiwald; Aaronson (88.Bernede); Okafor (44.Sesko), Adeyemi (88.Adamu).

Spielanlage

Red Bull Salzburg soll in der Debüt-Saison unter Marsch-Nachfolger Matthias Jaissle für einen aggressiven und dynamischen Fußball stehen. Die extrem aktive und intensive Offensiv-Spielweise, die den Verein seit Jahren aus- und kennzeichnet, hat sich schließlich bewährt und in Titeln in Serie sowie regelmäßigen Millionen-Verkäufen niedergeschlagen. Offensiv-Pressing und Gegenpressing (bei Ballverlust) mit ständigem Anlaufen und Attackieren des Gegners sind die Basis für kurze Wege zum gegnerischen Tor und viele Abschlüsse. Der Ball soll so rasch wie möglich in den Strafraum zum Verwerten gespielt werden.

Sieger-Mentalität, Sprint- und Zweikampfstärke jedes Einzelnen sind im Kollektiv gefragt. Wie in den vergangenen Jahren soll das für spektakuläre Spiele mit vielen Toren sorgen. In der Liga sieht man sich sehr oft mit Gegnern, die speziell das Zentrum verdichten, konfrontiert. Hier müssen Lösungen auf engstem Raum (u.a. Direktspiel , „Chip“ über die Abwehr) und über die Außenbahnen gefunden werden. Das Hochhalten des Tempos ist wichtig. Vom System her setzt der junge, neue Trainer Jaissle (33) auf ein 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute.

Prognose

Der Budget-Krösus bleibt das Maß der Dinge in Österreich. Zum einen aufgrund der finanziellen Mittel, viel mehr noch aufgrund der eingeschliffenen sportlichen Erfolgs-Philosophie. Personelle Veränderungen und Umbrüche sowohl auf Spieler- als auch auf Trainerebene werden bei Salzburg schon lange als Chance gesehen und sind finanziell und sportlich notwendig, damit die viel zitierte und prall gefüllte „Talente-Pipeline“ nicht verstopft und ins Stocken gerät.

Salzburgs Kader ist erneut jünger geworden. Die Neuen sind entweder knapp über, oft noch unter 20. Die Vorgabe, personell von unten nachzuschieben und nicht oben ältere Spieler im Kader drauf zu setzen, wird von Sportchef Christoph Freund umgesetzt. Die mittlerweile regelmäßigen Abgänge in finanziell potente Ligen (England, Deutschland) spülen Millionen-Einnahmen in die Kasse. Teilnahmen an der Champions League als Präsentations-Plattform steigern den Verkaufspreis. Das Business-Modell brummt. Eine Fülle an nachstrebenden Hochtalentierten minimiert das Risiko. Bei all der personellen Fluktuation und der rasanten Entwicklung der Talente, ist es umso wichtiger, Kontinuität in der durchgängigen Spielidee zu wahren. Der dynamische, sprintintensive Powerfußball ist die Konstante.

Mit Matthias Jaissle (33) soll der jüngste Trainer in der Ära Red Bull, ein Mann aus dem eigenen Nachwuchsstall, die Umsetzung auf dem Platz fortführen. Er muss sofort liefern, speziell in den zwei Playoff-Spielen für die Gruppenphase der Champions League. Selbiges gilt für den extern geholten Innenverteidiger Kamil Piatkowski oder den neuen Einsertormann Nico Mantl, schließlich war die Defensive in den vergangenen Jahren vor allem international die Achillesferse. Der Argentinier Nicolás Capaldo bringt für das Mittelfeld die notwendigen läuferischen und fußballerischen Fähigkeiten sowie viele südamerikanische Follower auf diversen sozialen Plattformen mit, was auch die Marketingabteilung freut.

Durch den Daka-Abgang und die schwere Koita-Verletzung (Kreuzbandriss) gibt es in der Angriffsreihe sehr viel Möglichkeiten auf Spielzeit für die Abteilung „jung und jünger“: Karim Adeyemi (19) muss den nächsten Entwicklungs-Schritt machen. Genauso Rekordkauf Noah Okafor (21), der dafür extra 4 Kilo Masse abgenommen hat. Dahinter scharren nämlich schon weitere Jungbullen mit den Hufen: Benjamin Sesko (18) und Junior Adamu (20), die ins kalte Wasser geworfen werden und zeigen müssen, dass sie nicht nur im nationalen, sondern auch im internationalen Gewässer schwimmen.

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