Die Uhr tickt! Wie löst der BVB sein Stürmer-Problem?

via Sky Sport Austria

Mit Andre Schürrle verlässt die nächste Offensivkraft den BVB. Nach dem Abgang wird deutlicher denn je: Im Dortmunder Sturm herrscht dringender Handlungsbedarf. Sky Sport zeigt Optionen auf.

Der Durchbruch gelang Schürrle in Dortmund nie, obwohl der BVB im Sommer 2016 die vereinsinterne Rekordablösesumme von 30 Millionen Euro für den Ex-Nationalspieler nach Wolfsburg überwies. Jetzt zieht es den 27-Jährigen per Leihe für zwei Jahre zurück nach England zum FC Fulham.

Yarmolenko wechselt von Dortmund zu West Ham United

Der Wechsel des Weltmeisters reißt nach dem Abgang von Andriy Yarmolenko zu West Ham United eine weitere Lücke in die schwarz-gelbe Offensive. Das Loch – vor allem im Sturmzentrum – ist größer denn je. Die einzige nominelle Neun: Alexander Isak.

Eigentlich müssen die Bosse Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke in Verbindung mit Coach Lucien Favre auf der Position personell nachlegen. Zum Ende der USA-Reise zeichnet sich aber noch keine Verpflichtung ab.

Große Namen? Wohl keine BVB-Optionen

Viele Namen kursierten bereits im Zusammenhang mit der Borussia. Eine hochkarätige Lösung ließ sich bislang aber nicht realisieren. Michy Batshuayi, der letzte Saison in zehn Bundesligaspielen für den BVB sieben Tore erzielte, geht wieder für Chelsea auf Torejagd. Alvaro Morata kostet eine Unsumme und Juventus Turin wird Mario Mandzukic nach Sky Infos nicht ziehen lassen.

Rafael Leao von Sporting Lissabon wäre allenfalls ein Talent – und “junge Talente hat der BVB eigentlich genügend im Kader”, schätzt Sky ReporterJesco von Eichmann die Personalie ein. Dazu bestreitet man im Ruhrgebiet vehement den Kontakt zum 19-Jährigen.

Einen Spieler würde Watzke hingegen für eine Schallmauer-Summe von 100 Millionen Euro verpflichten. Aber es ist kaum vorstellbar, dass Robert Lewandowski noch einmal im BVB-Trikot im Signal Iduna Park aufläuft, wie der BVB-Chef zugibt.

Bastelt Favre an einer internen Lösung?

Aber wollen die Dortmunder überhaupt zuschlagen? Gegenüber Reviersport hatte Zorc zuletzt deutlich gemacht, dass man nicht auf Teufel komm raus einen Stürmer verpflichten werde. Ein klares Signal: Es ist nicht ausgeschlossen, dass Favre eine interne Lösung für die Neuner-Position finden muss.

Bereits in seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach stellte Favre unter Beweis, dass er mit spielerischen Neunern agieren kann. Beim BVB wären zwei Akteure für die zentrale Offensivposition geeignet: Marco Reus und Maximilian Philipp.

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Doch die beiden Flügelflitzer sind eigentlich auf den Außenbahnen zu Hause und sorgen dort mit Tempo und Dribbling-Qualitäten für Gefahr. Immerhin: Im USA-Test gegen den FC Liverpool durfte Philipp bereits in der Sturmspitze agieren.

Eins ist sicher: Die Uhr läuft eher gegen den BVB, denn nach der WM sind die Preise für Knipser sicher nicht gefallen…