KRC Genk v Dinamo Zagreb: Group H - UEFA Europa League GENK, BELGIUM - SEPTEMBER 30: Players of Dinamo Zagreb celebrate a third goal during the UEFA Europa League group H match between KRC Genk and Dinamo Zagreb at Luminus Arena on September 30, 2021 in Genk, Belgium. MarkoxPrpic/PIXSELL

Dinamo Zagreb vor Duell mit Rapid psychologisch im Vorteil

via Sky Sport Austria

Mit Dinamo Zagreb bekommt es Rapid am Donnerstag (18.45 Uhr live auf Sky Sport Austria 2 – streame das Spiel mit dem Sky X Traumpass) in der Europa League mit Kroatiens Fußball-Aushängeschild zu tun. Seit 2006 wurde mit Ausnahme von Rijekas Triumph 2017 immer der nationale Titel geholt, vergangene Saison jubelten die „Modri“ über Nummer 22. Rechnet man die vier jugoslawischen Meistertitel dazu, sind es gar 26. Einen Beitrag dazu leisteten mit Marin Leovac und Emir Dilaver auch zwei routinierte Abwehrspieler mit reichlich Österreich-Bezug.

Beide Akteure arbeiteten sich bei der Wiener Austria über den Nachwuchs in die Kampfmannschaft hoch. Leovac zog im Jänner 2014 aus, um im Ausland sein Glück zu versuchen. Über Rijeka und PAOK Saloniki kam er im Juli 2018 zu Zagreb. Dort brachte es der mittlerweile 33-jährige Linksverteidiger auf 81 Pflichtspieleinsätze, bei denen ihm auch fünf Tore gelangen.

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2020/21 stand er 21 Mal auf dem Platz. Diese Saison hat der fünffache kroatische Teamverteidiger einen noch schwereren Stand, wobei sich die Situation zuletzt besserte. In den jüngsten drei Pflichtspielen durfte Leovac immer Einsatzminuten sammeln. In der Liga stand er dabei zweimal in der Startelf, wurde allerdings beim 3:3 im Schlager gegen Rijeka am Samstag bei einem 0:3-Rückstand zur Pause ausgetauscht. Dilaver kam da gar nicht zum Zug, mit drei Partien kam er diese Saison bisher einmal weniger als Leovac zum Einsatz.

Zagreb hatte Dilaver erst Ende August vom türkischen Erstligisten Caykur Rizespor zurückgeholt, um die Kaderdichte zu erhöhen. Zuvor hatte der bosnisch-österreichische Doppelstaatsbürger bereits von Juli 2018 bis September 2020 für Dinamo erfolgreich die Schuhe geschnürt. Bis dato waren es 74 Spiele in diversen Bewerben, darunter alle sechs beim jüngsten Antreten des Clubs in der Champions League im Herbst 2019.

Dinamo noch nie in der K.o.-Phase

Es war der siebente Anlauf in der Gruppenphase für Dinamo, kein einziges Mal konnte diese gemeistert werden. 2020 (Ferencvaros) und 2021 (Sheriff Tiraspol) kam schon davor in der Quali das Aus. Dafür waren die Zagreber im Frühjahr 2021 im „Trostbewerb“ Europa League bis ins Viertelfinale vorgestoßen, so weit wie nie zuvor. Zu dem Zeitpunkt war Damir Krznar erst kurz als Chefcoach im Amt. Der 49-Jährige konnte den nationalen Erfolgslauf des Clubs prolongieren, auch der Cup wurde 2021 gewonnen.

Im Gegensatz zu jenem von Rapid ist auch der Start in die aktuelle Saison geglückt. Mit sieben Siegen, zwei Remis und einer Niederlage ist Dinamo in der HNL zwar nur Dritter, nach Verlustpunkten allerdings an der Tabellenspitze. Beim 3:3 gegen Rijeka war Bruno Petkovic mit einem Doppelpack maßgeblich an der Wende beteiligt. Der 27-jährige Stürmer hatte auch schon beim 3:0 in Genk doppelt getroffen.

Unliebsame Bekanntschaft mit ihm machte vergangene Saison auch der WAC. Beim 0:3 in Klagenfurt in der Europa League erzielte Petkovic das 2:0. Die Wolfsberger hatten zuvor auch schon in Zagreb mit 0:1 den Kürzeren gezogen. Petkovic ist mit 12 Millionen Euro gemeinsam mit Offensivpartner Mislav Orsic der drittwertvollste Akteur im Kader. Darüber stehen nur Goalie Dominik Livakovic (15) und Luka Ivanusec (13,5).

Petkovic bekam gegen Rijeka einen Schlag auf den Kopf, sein Einsatz am Donnerstag ist allerdings nicht gefährdet. Sehr zur Freude von Krznar, der dank der Aufholjagd am Wochenende guter Dinge ist. „Nach der ersten Halbzeit müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Die Reaktion nach der Pause war extrem gut, wir haben den Kopf noch aus der Schlinge gezogen. Psychologisch war es sehr wichtig, nicht zu verlieren.“

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(APA)/Bild: Imago