Djokovic müht sich zu Auftaktsieg bei Indian-Wells-Comeback
Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic ist erfolgreich, aber mit reichlich Mühe auf die ATP-Tour zurückgekehrt. Der Serbe kämpfte sich beim Masters in Indian Wells, dem ersten Auftritt nach seinem Halbfinal-Aus bei den Australian Open im Januar, durch ein 6:2, 5:7, 6:3 gegen Aleksandar Vukic in die dritte Runde. „Es war schwierig, an ihm vorbeizukommen. Er hat unglaublich gespielt“, lobte Djokovic seinen australischen Gegner.
Djokovic, der in Melbourne durch die Niederlage gegen den späteren Champion Jannik Sinner (Italien) seinen 25. Grand-Slam-Titel verpasst hatte, holte durch den Erfolg den 400. Masters-Sieg seiner Karriere. Der Ausnahmespieler ist damit neben dem Spanier Rafael Nadal der einzige Mann, der die 400er-Marke auf der Ebene der Masters-Turniere erreicht hat.
Djokovic spielt erstmals seit fünf Jahren in Indian Wells, in der Wüste peilt er seinen sechsten Triumph an. Im Kampf um das Achtelfinale wartet auf den Weltranglistenersten als nächste Aufgabe der Italiener Luca Nardi, zum Auftakt hatte Djokovic ein Freilos besessen. Sein Kontrahent Daniil Medwedew war gegen Roberto Carballes Baena (ESP) mit 6:2,6:3 ungefährdet erfolgreich.
Nach Auftaktsieg: Djokovic im Post-Match-Interview
Sabalenka & Gauff nur knapp weiter
Bei den Frauen mussten gleich zwei Top-Favoritinnen hart kämpfen, um nicht gleich zum Auftakt auszuscheiden. Die Weltranglisten-Zweite Aryna Sabalenka wehrte gegen die US-Amerikanerin Peyton Stearns beim 6:7(2),6:2,7:6(6) nicht weniger als vier Matchbälle ab. Stearns hatte u.a. im dritten Satz 5:4,40:0 geführt.
„Wow, sie ist eine unglaubliche Spielerin und hat verrücktes Tennis gespielt“, sagte Sabalenka danach über Stearns. „Am Netz hat sie gesagt, ‚ich hatte dich schon‘ und damit hat sie recht. Ich hatte etwas Glück.“
Davor hatte US-Open-Siegerin Gauff ähnliche Schwierigkeiten, lag sie gegen Clara Burel aus Frankreich im dritten Satz doch schon mit 0:4 bzw. 2:5 zurück. Am Ende setzte sich Gauff mit 2:6,6:3,7:6(4) ebenfalls im entscheidenden Tiebreak durch. „Ich bin glücklich über den mentalen Kampf. Es war nicht mein bestes Tennis, aber es geht halt auch darum, was man aus schlechten Tagen macht.“
Für die Nummer fünf, Jessica Pegula, kam hingegen schon das Aus. Gegen die Russin Anna Blinkowa musste sich die US-Amerikanerin mit 2:6,6:3,3:6 beugen. Aus persönlichen Gründen hat sich Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova (CZE-7) aus dem Turnier zurückgezogen.
ÖTV-Trio startet bei Challenger-Turnieren
Sebastian Ofner schiebt nach seiner Auftakt-Niederlage in Indian Wells vor Miami noch ein großes Challenger-Turnier ein. Österreichs derzeit bester Tennis-Spieler tritt beim traditionell stark besetzten ATP-Challenger-175 in Phoenix an. Auch Jurij Rodionov hat für das mit 225.000 Dollar höchstdotierte Challenger genannt.
Während für das Turnier im US-Bundesstaat Arizona die Auslosung noch aussteht, ist jene für Szekesfehervar bereits gemacht: In Ungarn spielt Ex-US-Open-Sieger Dominic Thiem erstmals seit seinem Erstrunden-Aus bei den Australian Open wieder um ATP-Punkte. Der 30-jährige Niederösterreicher ist topgesetzt und bekommt es zum Auftakt nicht vor Dienstag mit einem Qualifikanten zu tun. Gleiches gilt im Fall eines Erstrundensieges.
(SID/APA).
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