Djuricin gibt Einblicke in neuen Vertrag
Nach langem Hin und Her hat der SK Rapid Wien unter der Woche die Vertragsverlängerung mit Trainer Goran Djuricin bekannt gegeben. Sky-Experte Alfred Tatar vergleicht bei ‚Talk & Tore – die tipico Fußballdebatte‘ die Verlängerung mit der Trainer-Suche beim Stadtrivalen Austria Wien und sieht da einen großen Unterschied:
„Es ist ein großer Unterschied, ob jemand interimistisch ein Amt übernimmt und dann eine Saison fertig spielt, oder ob er bei ‚Null‘ beginnend eine ganze Saison vorbereiten und spielen muss. Das ist ein höherer Vertrauensbeweis als eine interimistische Übernahme des Traineramts.“
Trotz des Vertrauens der Rapid-Führung in Djuricin missfällt Tatar etwas am neuen Vertrag – nämlich, dass er nur für ein Jahr verlängert wurde:
„Das ist wiederum ein wenig runtergerissen von diesem Vertrauensbeweis. Wenn die Austria einen neuen Trainer hat, wird der einen Zwei-Jahres-Vertrag bekommen. Ich hätte schon gedacht, wenn man mit der Arbeit von Goran Djuricin so zufrieden ist, dass man ihn verlängert, warum dann nicht zwei Jahre?“
Der Coach der Hütteldorfer entkräftet das ein wenig, da sein Vertrag noch die Option auf eine weitere Saison besitze. Außerdem sieht Djuricin in der heutigen Zeit kaum noch längere Verträge im Fußball:
„Die Tendenz geht dorthin, dass kein Trainer mehr einen Drei-Jahres-Vertrag kriegt. Das sind eher jene, die schon gestandene, namhafte Trainer sind. Es ist so, dass die meisten ein bis zwei Jahre bekommen. Heiko Vogel hat eineinhalb Jahre, Letsch hat jetzt auf vier Monate einen Vertrag bekommen.“
Djuricin gibt außerdem Einblicke in sein neues Arbeitspapier. Einen bestimmten Erfolg muss er dabei nicht einfahren: „Es hängt davon ab, wie der Verein zufrieden ist. Ich will auch zufrieden sein mit der Performance der Mannschaft und wenn das passt, werden wir uns wahrscheinlich wieder hinsetzen.“
Sollte es sich beim nächsten Mal wieder so ‚ziehen‘, würde er das akzeptieren. Einen kleinen Seitenhieb kann sich Djuricin auf Grund der zähen Verhandlungen nicht verkneifen. Auf die Frage, ob „es ihn ziemlich angezipft hat“ antwortet er mit einem Lächeln: „Ziemlich, ja.“