08.01.2022, Fussball, Saison 2021/2022, 1. Bundesliga, 18. Spieltag, Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund, Cheftrainer Oliver Glasner Eintracht Frankfurt Foto: Dennis Ewert/RHR-FOTO Frankfurt Deutsche Bank Park Hessen Deutschland xRHR-FOTO/DEx *** 08 01 2022, football, 2021 2022 season, 1 Bundesliga, 18 matchday, Eintracht Frankfurt Borussia Dortmund, head coach Oliver Glasner Eintracht Frankfurt photo Dennis Ewert RHR FOTO Frankfurt Deutsche Bank Park Hesse Germany xRHR FOTO DEx

„Drehen den Spieß wieder um“: Glasners Europa-Mission in Frankfurt

via Sky Sport Austria

Trotz des Rückschlags gegen den BVB ist Eintracht Frankfurt voll in der Spur. Das liegt nicht zuletzt an Trainer Oliver Glasner.

Oliver Glasner plauderte einfach drauflos. Erst scherzte der Trainer von Eintracht Frankfurt über die Vokuhila in seiner Jugend, dann übernahm er kurzerhand die Wettervorhersage in der Radio-Morningshow von FFH. Und er verriet auch noch augenzwinkernd, dass die Spieler sich nicht getraut hätten, Witze über seinen schmerzhaften Crash mit einem E-Roller zu machen.

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Glasner lieferte beste Unterhaltung. Das blaue Auge ist fast verschwunden, die Schwellung nach dem Jochbeinbruch abgeklungen – aber nicht nur deshalb fühlt sich der Österreicher inzwischen pudelwohl in Frankfurt. Denn trotz des kleinen Rückschlags gegen Borussia Dortmund (2:3) sind die Hessen voll auf Europa-Kurs. Und das liegt nicht zuletzt am Trainer.

Es sei eine „sehr bittere Niederlage, aus der wir die richtigen Schlüsse ziehen werden“, sagte Glasner mit Blick auf das vergangene Wochenende, kündigte für die Partie am Sonntag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg aber eine Reaktion an: „Jetzt drehen wir den Spieß wieder um. Wir werden auf Sieg spielen.“ Die Pleite zum Rückrundenauftakt dämpfte die Stimmung nur wenig.

Trotz anfänglicher Kritik bringt Glasner Frankfurt in die Erfolgsspur

Dass im emotionalen Umfeld am Main längst wieder von Größerem geträumt wird, hängt vor allem mit Glasners Arbeit zusammen. Der dürftige Start nach dem Wechsel vom VfL Wolfsburg und die unüberhörbare Kritik brachten ihn keineswegs aus der Ruhe, aus dem peinlichen Pokal-Aus und der mageren Ausbeute zog der 47-Jährige die richtigen Schlüsse – und er führte die Eintracht in die Erfolgsspur.

„Wir haben uns gemeinsam eine Art zu spielen erarbeitet“, sagte Glasner bei Sky. Dies war „ein langer Prozess mit vielen Spielen, Trainings und Video-Analysen. Wir haben eine super Mannschaft, die das alles super umgesetzt hat.“ Vor nicht allzu langer Zeit steckte Eintracht noch im Tabellenkeller, nach einer beeindruckenden Aufholjagd lockt nun die Champions League.

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Die Mannschaft entwickelte sich zuletzt wieder zu einem stabilen Gefüge -was auch an Antreiber Filip Kostic und Rückhalt Kevin Trapp lag. Beide allerdings fehlen am Sonntag coronabedingt. Sie wiesen nach PCR-Tests am Freitag jeweils „ein grenzwertig positives Ergebnis bei einer milden Symptomatik“ auf, teilte die Eintracht am Freitagabend mit.

Ungeachtet dessen ist das europäische Geschäft fest im Blick, einige Fans träumen gar von der erstmaligen Teilnahme an der Königsklasse. „Da wird man so 60 Punkte plus brauchen. Da haben wir schon noch eine ganze Latte vor uns“, meinte Glasner, sagte aber auch: „Bei all meinen Stationen wurden wir jedes halbe Jahr besser punktemäßig.“ In der Hinrunde sammelte die Eintracht immerhin 27 Zähler.

(SID)/Bild: Imago