Das Nationalteam des Iran darf nach Angaben von Cheftrainer Amir Ghalenoei (Bild) für das dritte Fußball-WM-Gruppenspiel

Drittes Gruppenspiel: Iran darf früher in die USA reisen

Das Nationalteam des Iran darf nach Angaben von Cheftrainer Amir Ghalenoei für das dritte Fußball-WM-Gruppenspiel gegen Ägypten in Seattle früher in die USA reisen. „Für das letzte Spiel haben sie uns erlaubt, selbst zu entscheiden bei den Reiseplänen. Für die beiden ersten Spiele haben andere diese Entscheidungen und Pläne für uns gemacht“, sagte Ghalenoei einen Tag vor dem Duell mit Belgien im Los-Angeles-Stadion am Sonntag (21.00 Uhr MESZ).

Die Iraner waren für ihr zweites WM-Spiel erneut, wie schon zum Auftakt gegen Neuseeland, am Tag vor der Partie vom Teamquartier in Mexiko in die USA gereist. Er verstehe nicht, warum eine frühere Anreise nicht schon für diese Spiele möglich gewesen sei, sagte Ghalenoei. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, dass das Team sogar erst am Spieltag selbst anreisen darf. Hintergrund ist der Iran-Krieg, in dem zuletzt ein Rahmenabkommen vereinbart worden war. Diese Regelung war vor dem ersten Gruppenspiel bei der WM gelockert worden. Abreisen musste die Mannschaft aber noch am Abend des Spiels.

Iran hat noch keine formelle Beschwerde eingelegt

Wegen der An- und Abreiseregelungen hatte Irans Verband eine Beschwerde beim Weltverband (FIFA) angekündigt. Die Beschränkungen für das eigene Team seien nicht vereinbar mit den Grundsätzen zur Schaffung gleicher Bedingungen für die teilnehmenden Teams, schrieb der Verband in einer Stellungnahme. Ghalenoei relativierte die Pläne und sprach davon, es habe keine formelle Beschwerde gegeben. Man habe lediglich auf die Missstände hingewiesen. FIFA-Präsident Gianni Infantino tue sein Möglichstes, um die Umstände zu verbessern.

„Ich habe nicht gesagt, er hat uns geholfen. Aber er hat sein Möglichstes getan, um die Hürden zu entfernen. Sie versuchen, die Probleme zu minimieren“, sagte Ghalenoei. Wegen der seinen Angaben zufolge unklaren Kommunikation habe sein Team eine Trainingseinheit aber um die Hälfte verkürzt, um dann am Flughafen lange zu warten. In den USA sei man dann zügig abgefertigt und zum Hotel begleitet worden. „Dafür will ich mich bedanken“, sagte der Trainer. Der Iran hatte das erste Gruppenspiel gegen Neuseeland ebenfalls in Los Angeles absolviert und 2:2 gespielt.

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