Drittligist Haching blamiert Bundesligist Augsburg – Frankfurt-Partie stand vor dem Abbruch

Drittligist blamiert Bundesligist: Die SpVgg Unterhaching hat nach ihrem Aufstieg in die 3. Liga für einen weiteren Coup gesorgt. Im ersten Hauptrundenspiel im DFB-Pokal seit sechs Jahren besiegte die erstaunlich gewiefte Mannschaft aus dem Münchner Vorort den FC Augsburg verdient 2:0 (1:0). Verdienter Lohn: Zusätzliche 431.200 Euro für den Einzug in die zweite Runde, die der finanziell nicht auf Rosen gebettete Verein gut gebrauchen kann. 

Routinier Mathias Fetsch (34) erzielte in der 29. Minute den Führungstreffer im Hachinger Sportpark, wo sich die Gastgeber durchweg auf Augenhöhe bewegten. Dem FCA fiel vor und nach dem Rückstand zu wenig ein, um den Drittligisten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Großchancen für den Bundesligisten gab es kaum, die beste vergab Kapitän Ermedin Demirovic kurz vor der Pause. In der vierten Minute der Nachspielzeit machten die Gastgeber durch Boipelo Mashigo dann alles klar.

Bei historischem Makkabi-Debüt: VfL Wolfsburg mühelos weiter

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat beim historischen Pokaldebüt von TuS Makkabi Berlin eine Sensation des Underdogs verhindert. Im Erstrundenspiel beim ersten jüdischen Verein in der Hauptrunde des DFB-Pokals gewann das Team von Trainer Niko Kovac am Sonntag mit 6:0 (2:0) und zog vor den Augen von DFB-Präsident Bernd Neuendorf souverän in die nächste Runde ein.

Lukas Nmecha (8.), Jonas Wind (9.), Neuzugang Tiago Tomas (53., 89.), Yannick Gerhardt (57.) und Ridle Baku (79.) trafen für den VfL gegen den Fünftligisten, der dennoch Geschichte schrieb. „Was wir da erleben werden, ist für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und auch über die Grenzen hinaus schon jetzt und unabhängig vom Ergebnis ein unfassbarer Erfolg“, hatte Sportvorstand Michael Koblenz im Vorfeld gesagt: „Es ist im Grunde genommen der größte Erfolg eines jüdischen Sportvereins außerhalb Israels.“

Bei Rückkehr ins Dreisamstadion: Freiburg siegt ohne Glanz

Der SC Freiburg hat bei der Rückkehr ins Dreisamstadion nicht an einige glanzvolle Auftritte der Vergangenheit angeknüpft, seine Pflichtaufgabe im DFB-Pokal aber routiniert gelöst. Der Europa-League-Teilnehmer setzte sich in der ersten Runde als Gast des Oberligisten SV Oberachern im früheren „Wohnzimmer“ nach späten Treffern mit 2:0 (0:0) durch.

Nationalspieler Christian Günter traf nach einer Stunde mit einem platzierten Flachschuss zur Führung, Roland Sallai (77.) machte alles klar. Sechs Tage vor dem Bundesliga-Start bei der TSG Hoffenheim hat die Mannschaft von Trainer Christian Streich aber noch Luft nach oben.

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Kaiserslautern im Pokal mit erfolgreicher Frustbewältigung

Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat nach dem missratenen Saisonstart etwas Selbstvertrauen im DFB-Pokal getankt. Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster gewann am Sonntag beim Oberligisten Rot-Weiß Koblenz mit 5:0 (3:0) und zog erstmals seit 2019 in die zweite Runde ein. Zum Ligastart hatte es für die Roten Teufel zwei bittere Niederlagen gegeben.

Stürmer Terrence Boyd (19.), Innenverteidiger Julian Niehues (35.), Boris Tomiak (43.), Kenny Prince Redondo (66.) per Foulelfmeter und erneut Boyd (90.+1) schossen den FCK vor 9500 Zuschauern zum verdienten Sieg. Für Schusters Team gilt es am Freitag gegen Aufsteiger SV Elversberg nun, auch in der Liga Fuß zu fassen.

4:3 bei Drittligist Essen: Benes schießt HSV in Runde zwei

Mit einem Arbeitssieg hat sich Fußball-Zweitligist Hamburger SV im DFB-Pokal erst in der Verlängerung für die zweite Runde qualifiziert. In einer umkämpften Partie setzte sich die Mannschaft von Trainer Tim Walter beim Drittligisten Rot-Weiss Essen aber letztlich verdient mit 4:3 (3:3, 1:1) durch.

Der entscheidende Treffer gelang Laszlo Benes. Der Slowake war in der 117. Minute mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich und ließ seine Mitspieler erleichtert jubeln. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt war allerdings weniger begeistert. „Das war holpriger Fußball mit zu vielen Nachlässigkeiten“, sagte der 41-Jährige am Sky-Mikrofon.

Düsseldorf trotzt Hagel und Illertissen

Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat zum neunten Mal in Folge die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune setzte sich beim Regionalligisten FV Illertissen mit 3:1 (2:1) durch. Die Begegnung war wegen eines kurzen, aber heftigen Unwetters in Mittelschwaben nach 16 Spielminuten zwischenzeitlich unterbrochen.

Kevin Frisorger brachte die Fortuna mit einem Eigentor in der dritten Minute in Führung. Nach der Unterbrechung legte der Favorit durch Vincent Vermeij (26.) nach, der eine Hereingabe von Felix Klaus aus kurzer Distanz verwertete. Den Schlusspunkt für die Gäste setzte Christos Tzolis (90.+1).

Unglücksrabe Frisorger machte die Partie im Vöhlinstadion vor dem Seitenwechsel aber noch einmal spannend (40.), bis kurz vor dem Abpfiff. Illertissen schied letztlich auch im vierten Anlauf in der ersten Pokalrunde aus.

Partie vor dem Abbruch: Frankfurt 7:0-Sieger im Pokal bei Lok Leipzig

Unter skandalösen Begleiterscheinungen und nach sportlichen Startschwierigkeiten hat sich Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt beim viertklassigen 1. FC Lok Leipzig im DFB-Pokal für die zweite Runde qualifiziert und Trainer Dino Toppmöller einen siegreichen Pflichtspieleinstand beschert.

Der letztjährige Finalist setzte sich gegen den Tabellenneunten der Regionalliga Nordost letztlich standesgemäß mit 7:0 (1:0) durch. Nur in der ersten halben Stunde waren die Gastgeber ein ebenbürtiger Gegner.

Die Partie stand in der Schlussphase jedoch kurz vor dem Abbruch. Nachdem mehrere aus dem Leipziger Fanblock geworfene Feuerwerkskörper am Spielfeldrand explodiert waren, schickte Schiedsrichter Michael Bauer beide Mannschaften in die Kabinen und unterbrach die Begegnung für 14 Minuten.

(SID) / Bild: Imago